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Ruderer sind zurück in Dresden: Silber von Korea ein Ansporn für neuen Angriff auf Gold

Ruderer sind zurück in Dresden: Silber von Korea ein Ansporn für neuen Angriff auf Gold

Nach fast 24 Stunden Reise stiegen die Dresdner Ruderer Karl Schulze, Tim Grohmann, André Sieber, der im Zweier ohne mit dem Hallenser Philipp Naruhn WM-Zehnter wurde, und Trainer Egbert Scheibe am späten Montagabend in Klotzsche müde aus dem Flieger.

Dresden.

Beim stimmungsvollen Empfang durch Familien, Freunde, Trainingsgefährten und Verantwortliche war das Quartett aber schnell wieder wach. Vor allem die frischgebackenen Vizeweltmeister im Doppelvierer, Karl Schulze und Tim Grohmann, wurden für ihren Erfolg gefeiert. "Klar, es hat uns erst schon gewurmt, dass wir gegen die Kroaten verloren haben. Wir wollten schon Gold holen. Aber wir freuen uns jetzt auch über Silber. Das ist gleichzeitig wieder Ansporn für die Zukunft", meinte Schlagmann Tim Grohmann, auf den noch ein besonderes Abenteuer wartet. Am Wochenende nimmt der 24-Jährige in Südtirol mit einigen Kumpels an einem Berglauf teil, bei dem 1000 Höhenmeter zu überwinden sind. Aber der Recke vom DRC schaffte ja im letzten Jahr sogar schon einen Marathon. Auch danach ist noch kein Urlaub in Sicht, an der Uni in Leipzig stehen für den Studenten der Sportwissenschaften Prüfungen an. Nicht besser geht es seinem Olympiasieger-Kollegen Karl Schulze vom USV TU. Bereits heute düst der 25-Jährige nach Kienbaum, morgen startet dort der letzte Abschnitt seiner Ausbildung bei der Bundespolizei. "Das läuft bis Ende Februar. Nach den Abschlussprüfungen steige ich dann erst im März wieder voll ins Training ein", erläutert Schulze, der berichtet: "Natürlich haben wir den Vizeweltmeistertitel noch in Südkorea ordentlich gefeiert. Mit Silber können wir zufrieden sein, Bronze wäre allerdings eine Enttäuschung gewesen", gibt er zu. Herzliche Glückwünsche bekommen beide auch vom Wurzener Philipp Wende, der es sich nicht nehmen ließ, seine Kollegen am Flughafen zu begrüßen. Der 28-Jährige, der in London zur Olympiasieger-Crew gehörte, sich aber in diesem Jahr ganz dem Abschluss seines Studiums widmete, gestand: "Ich war vor dem Fernseher schon aufgeregt, hatte es mir aber schlimmer vorgestellt. Natürlich wäre ich gern dabei gewesen, aber ich habe in diesem Jahr viel geschafft. Das entschädigt mich." Am Montag stieg Wende wieder voll ins Training ein, absolvierte gleich 15 km auf der Elbe.

Verstärkung gibt es ab sofort am Dresdner Bundesstützpunkt durch zwei neue Trainer. Vom Verband wurde der Hallenser Bernd Lindner als neuer U23-Verantwortlicher nach Cotta beordert. Spektakulär ist die Neubesetzung im Nachwuchsbereich mit der zweimaligen Olympiasiegerin Katrin Rutschow. Die 38-jährige gebürtige Warenerin war zuletzt für das Institut für Angewandte Trainingswissenschaften in Leipzig tätig. Die Mutter zweier Kinder gehörte zwischen 1994 und 2004 zu den weltbesten Ruderinnen, gewann 1996 Olympiagold mit dem Doppelvierer, stieg ab 1997 in den Einer, holte mehrere WM-Titel und krönte ihre Laufbahn 2004 mit dem zweiten Olympiagold.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.09.2013

ah

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