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Rote Schlange durch Dresden: 2000 Sportlerinnen beim Frauenlauf

Rote Schlange durch Dresden: 2000 Sportlerinnen beim Frauenlauf

Eine rote Schlange hat sich am Samstagnachmittag durch die Dresdner Innenstadt gewunden. Rund 2000 Starterinnen nahmen am 3. Dresdner Frauenlauf teil. Vom Terrassenufer joggten sie über den Theaterplatz und die Augustusbrücke, durch den Garten des Japanischen Palais’, hinunter zum Elbradweg, am Königsufer entlang und schließlich über Wigardstraße und Carolabrücke zurück aufs Terrassenufer.

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Dresden sah rot: Rund 2000 Frauen in roten Shirts rannten am Sonnabend durch die Innenstadt.

Quelle: Tanja Tröger

Etwa 1200 Läuferinnen nahmen die Runde in Angriff, und wem fünf Kilometer nicht reichten, der konnte die Schleife zwei Mal bewältigen, also zehn Kilometer rennen.

Die sportliche rote Schlange beeindruckte so manchen Passanten. „Das sind ja nur Frauen“, staunte ein Tourist, und eine seiner Begleiterinnen neckte ihn: „Da geht Dir das Herz auf, Uwe, hm?“ Ein anderer Herr befand: „Langweilig, die haben ja alle das Gleiche an!“ Rote T-Shirts nämlich. Die meisten Zuschauer am Straßenrand allerdings feuerten eifrig ihre Frauen, Freundinnen, Mütter, Töchter oder Enkelinnen an. „Kerstin, wir sind stolz auf Dich!“ hörte man da und natürlich das übliche „Ziiiieh!“.

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Exakt 2.018 Teilnehmerinnen starteten beim dritten Dresdner Frauenlauf.

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Hand in Hand durchs Ziel

Gemeinsam die Ziellinie zu überqueren, war die Motivation für einige Paare, beispielsweise Marion und Brita aus Dresden. „Das war mein erstes Mal“, erzählt Brita lachend über ihren Fünf-Kilometer-Lauf. Zwar sei sie nicht die geborene Ausdauersportlerin und mag keine Massenveranstaltungen, aber als sie bei einer anderen Laufveranstaltung beobachtete, wie die Pärchen Hand in Hand durchs Ziel rannten, meldete sich die 43-Jährige gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Marion zum Frauenlauf an. Bei 37:29 Minuten verwirklichten die beiden schließlich ihren Wunsch.

Die 38-jährige Marion hatte da noch nicht genug: „Ich hatte mir vorher gedacht: Wenn’s über fünf Kilometer gut läuft, häng ich noch die zehn Kilometer dran“, erzählt sie erschöpft, aber glücklich. Sehr motiviert haben sie unterwegs nicht nur die Trommler und Moderatoren, sondern auch die Tatsache, dass beim Frauenlauf kaum „Laufprofis“ starten. „Das macht es für mich als Freizeitsportler angenehm.“

Katrin ist ein Mann!

Obwohl der Lauf ausdrücklich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten und Männer nur als Anfeuerer oder Wasserreicher vorgesehen waren, saßen ausgerechnet Herren auf den Führungsfahrrädern vor dem Läuferinnenfeld. Und irgendwie sah diese Katrin mitten in der roten Schlange doch arg männlich aus – da half auch die schwarze Langhaar-Perücke nicht. Da war wohl eine Sportlerin unpässlich und ihr Guter wollte das Startgeld nicht verfallen lassen. Oder war er gar nur auf den Ziel-Prosecco scharf?

Schnellste Läuferin über fünf Kilometer war die Dresdnerin Konstanze Friedrich, die nach 19:35 Minuten das Ziel erreichte. Platz zwei belegte Christin Marx (20:22) vor Julia Goossens (20:34). Über zehn Kilometer gewann Grit Stich aus Radebeul in 41:58 Minuten vor der Rostockerin Anne Neururer (43:19) und Caroline Kohn (43:46).

Fünf Cent pro gelaufenen Kilometer, insgesamt 629 Euro, spendete der Veranstalter Laufszene Events GmbH an das Frauen- und Mädchengesundheitszentrum Medea e.V., das sich seit 18 Jahren um die Gesundheitsförderung und -beratung von Frauen und Mädchen kümmert.

ttr/dpa

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