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Rödertalbienen wollen bald erstklassig sein

Handball Rödertalbienen wollen bald erstklassig sein

In Großröhrsdorf wurde in dieser Saison toller Handballsport geboten: Der HC Rödertal beendete am vergangenen Wochenende die erfolgreichste Spielzeit seiner Geschichte. Als Tabellenfünfter kam das Team von Trainer Karsten Moos ein, das in den nächsten Jahren weiter vorankommen will.

Kathleen Nepolsky (r.) vom HC Rödertal gab beim Saison-Halali gegen Mainz noch einmal alles.

Quelle: Steffen Manig

Großröhrsdorf. Mit dem fünften Platz haben die Zweitliga-Handballerinnen des HC Rödertal ihre bislang erfolgreichste Saison in der noch jungen Vereinsgeschichte abgeschlossen. Erst 2009 war der Klub aus der Taufe gehoben worden, startete damals in der Oberliga, 2012 gelang der Aufstieg in die 3. Liga, ein Jahr später stürmte die Mannschaft sogar noch eine Etage höher. Nach den Plätzen elf in der ersten Zweitliga-Saison und Rang acht im Vorjahr übertrafen die Rödertalbienen in der am vergangenen Wochenende abgelaufenen Spielzeit alle Erwartungen. „Unser Ziel lautete, einen Platz besser zu sein als im Jahr davor. Wenn man bedenkt, dass wir den schmalsten und zudem jüngsten Kader der Liga hatten, ist dieser fünfte Platz gar nicht hoch genug einzuschätzen“, betont Manager Thomas Klein. Auch Vereinspräsident Andreas Zschiedrich hebt hervor: „Diese Saison war ein Rieserfolg für den gesamten Verein.“ Daran hat vor allem Cheftrainer Karsten Moos maßgeblichen Anteil. Der 34-Jährige, der vor eineinhalb Jahren ins Rödertal kam, hat seit seinem Amtsantritt für einen großen Aufschwung gesorgt. „Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir sind. Er weiß, wie er mit dem Mädels umgehen muss, macht klare Ansagen, bleibt dabei aber immer sachlich und hat im Team eine positive Grundstimmung erzeugt. Sein großes Plus, er kann junge Spielerinnen weiterentwickeln und er arbeitet sehr akribisch“, lobt Thomas Klein, der sehr eng mit dem Coach zusammenarbeitet und als weiteren Erfolgsgaranten nennt: „Bei uns stimmt die Chemie, wir ziehen an einem Strang.“

Dabei waren die Randdresdnerinnen zwischenzeitlich in dieser Saison sogar auf den dritten Tabellenplatz geklettert. Dass dieser am Ende nicht gehalten werden konnte, lag in erster Linie an einigen Verletzungsausfällen. „Vor allem der Ausfall unserer Rückraum-Shooterin Lisa-Marie Preis hat uns hart getroffen. Zuletzt hatten wir gerade im Rückraum akuten Notstand. So fehlten uns am Ende in einigen Spielen Kraft und Konzentration und die nötigen Wechselmöglichkeiten“, schätzt Klein ein. Karsten Moos ist gerade deshalb auf seine kleine, aber feine Truppe rundum stolz: „Wie die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Trainingseinheit und in jedem Spiel gearbeitet hat, war sensationell. Auch, wie die Verletzungsausfälle weggesteckt wurden. Jetzt haben sich alle ihren Urlaub verdient.“ Thomas Klein unterstreicht: „Ich habe selten eine so homogene Mannschaft erlebt, in der eine für die andere kämpft. Das war einer der wesentlichen Gründe, warum wir so gut abgeschnitten haben.“ Für die eher durchwachsene Auswärtsbilanz (zehn der elf Niederlagen kassierte der HCR auf fremdem Parkett) hat der Manager nur eine Erklärung: „Da fehlte den Mädels der Push, die Unterstützung unseres Publikums. Unsere Zuschauer haben die Mannschaft die gesamte Spielzeit über gerade in schwierigen Phasen getragen.“

Während die Spielerinnen und auch der Trainer, der inzwischen schon eine dreiwöchige Rundreise durch China antrat, ihren Urlaub genießen können, laufen im Hintergrund schon längst die Vorbereitungen auf die kommende Saison. „Wir wollen den Kader qualitativ stark verbessern und auch breiter aufstellen. Unsere vier Abgänge werden auf jeden Fall durch vier Neuzugänge ersetzt. Außerdem werden wir auch zwei, drei Anschlusskader nach oben ziehen“, blickt Thomas Klein voraus. Zudem wird für Jan Resimius, der sein Engagement bei den Bienen beendet, ein neuer Co-Trainer verpflichtet. „Wir schauen uns nach einem A-Trainer um, der zugleich auch unsere B-Jugend übernehmen soll“, erläutert Klein, der auch schon in Verhandlungen mit einigen potenziellen Verstärkungen steht. Bisher haben die Rödertalbienen mit Izabella Nagy eine Neuverpflichtung an Land gezogen. „Wir wollen eine konkurrenzfähige Mannschaft haben, mit der wir das Ergebnis von diesem Jahr noch einmal toppen können.“ Man wolle sich auf Rang fünf keinesfalls ausruhen, sondern systematisch das große Ziel anvisieren und das heißt: Aufstieg in die 1. Bundesliga. „In der übernächsten Saison möchten wir um den Aufstieg schon mitspielen“, verkündet Thomas Klein den ehrgeizigen Plan.

Von Astrid Hofmann

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