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Robert Koch: Eintracht-Fan im Dynamo-Trikot

Robert Koch: Eintracht-Fan im Dynamo-Trikot

Wie die Zeiten sich ändern! Als Fan stand Robert Koch einst auf den teils unüberdachten Traversen des alten Waldstadions, um als weit gereister Ost-Fan seiner Eintracht zuzujubeln.

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Robert Koch

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Wie die Zeiten sich ändern! Als Fan stand Robert Koch einst auf den teils unüberdachten Traversen des alten Waldstadions, um als weit gereister Ost-Fan seiner Eintracht zuzujubeln. Heute ist er mal wieder im Frankfurter Ortsteil Niederrad zu Gast, doch ab 18 Uhr feuert Dynamos Rechtsaußen im Stadtwald den Uefa-Pokalsieger von 1980 nicht an - der 26-Jährige feuert gegen ihn.

"Als Kind war ich kein Dortmund- oder Bayern-Fan wie alle anderen, sondern Frankfurt-Fan. Bis heute habe ich noch Sympathien für den Verein", gibt Koch offen zu. Eintracht-Fan sei er nicht nur geworden, um sich von den Kumpels abzuheben: "Spieler wie Okocha, Yeboah oder Bein haben mich begeistert. Das war die goldene Zeit, als sie 1994 Herbstmeister geworden sind."

Ob er noch einen Eintracht-Fanschal zu Hause rumliegen hat, da ist sich Koch nicht so sicher, "aber alte Trikots habe ich noch", feixt er. Das jüngste Exemplar seiner Sammlung ist erst ein halbes Jahr alt: "Das ist von Alex Meier aus dem Hinspiel." Den Mittelfeldmann schätzt Koch besonders: "Er ist ein kompletter Spieler und einer der wenigen, die schon einige Jahre da sind." Ohne Starallüren habe Meier sofort mit ihm getauscht.

Inzwischen ist auch Koch kein Unbekannter mehr in der Liga. Sieben Saisontore fallen auf, sein frühes 1:0 gegen Fürth war ein Paukenschlag. Dass er mit diesem Treffer jüngst bei der Wahl zum "Tor des Monats" zum zweiten Mal in seiner Karriere "nur" Zweiter wurde, juckt ihn noch: "Ärgerlich, dass es wieder nicht geklappt hat. Aber ich sage mir: Mensch, dann muss es eben beim dritten Mal klappen!"

So vermessen, dass ihm das nächste Traumtor heute in Frankfurt oder in absehbarer Zeit gelingt, ist Koch freilich nicht. Er wäre sehr zufrieden, wenn Dynamo nach dem 1:4 im Hinspiel jetzt einen Punkt erbeuten würde: "Ein Unentschieden wäre toll, denn Frankfurt hat erst ein Heimspiel verloren. Und beim 5:1 in Rostock haben sie sich gerade eingeschossen." Daran, dass die Eintracht am Saisonende als Erster aufsteigt, hat Koch keinen Zweifel.

Gespannt ist der Oberlausitzer auf die Commerzbank-Arena: "Ich kenne nur das alte Stadion." Ein paar Dynamo-Fans inkognito erwartet er auch dort: "Ich hoffe, sie freuen sich im Stillen, wenn wir ein Tor schießen." Kandidaten für den nächsten Trikottausch gibt es auch: "Ich muss mich erst einmal aufs Spiel konzentrieren, aber Leute wie Nikolov oder Köhler wären interessant. Aber wer weiß? Vielleicht will ja auch jemand mit mir tauschen."

Romain Brégerie (5. Gelbe) wird durch Florian Jungwirth ersetzt.

Schiedsrichter ist Manuel Gräfe (38) aus Berlin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.03.2012

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