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Ricketts soll bei Dynamo Dresden die Lücke im Sturm auffüllen - Poté in der Warteschleife

Ricketts soll bei Dynamo Dresden die Lücke im Sturm auffüllen - Poté in der Warteschleife

Noch ist Torjäger Mickael Poté da, doch um im Falle seines Verkaufs nicht mit dem Ein-Mann-Sturm Pavel Fort dazustehen, sorgt Dynamo Dresden nun vor: Entgegen anderslautenden Aussagen der letzten Tage will der Verein jetzt doch den kanadischen Nationalspieler Tosaint Ricketts verpflichten.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Noch ist Torjäger Mickael Poté da, doch um im Falle seines Verkaufs nicht mit dem Ein-Mann-Sturm Pavel Fort dazustehen, sorgt Dynamo Dresden nun vor: Entgegen anderslautenden Aussagen der letzten Tage will der Verein jetzt doch den kanadischen Nationalspieler Tosaint Ricketts verpflichten. Der 24-Jährige führte gestern Gespräche mit dem Klub und trainierte anders als noch am Montagnachmittag auch wieder mit. Nach DNN-Informationen sollen sich die Schwarz-Gelben mit dem 1,81 Meter großen und 77 Kilogramm schweren Angreifer bereits einig sein. Vor dem Frühtraining nahm er im Stadion bereits mit dem Rest der Truppe Aufstellung für ein Mannschaftsfoto.

Ralf Loose wollte am Nachmittag zum Thema Ricketts nichts sagen. Auf Nachfrage, was mit dem Spieler passiere, wand er sich: "Das ist ein ständiges Hin und Her." Ob der in Edmonton im Bundesstaat Alberta geborene Stürmer mit jamaikanischen Vorfahren morgen mit ins Trainingslager nach Walchsee/Tirol fährt, mochte er auch nicht sagen. Ricketts, der zuletzt bei Politehnica Timisoara in der 2. rumänischen Liga spielte und mit dem Klub Platz eins erreichte, soll auf jeden Fall heute wieder mittrainieren. Der Stürmer hat zwar bis 2013 noch einen Vertrag bei den Rumänen, die aufgrund von chronischer Überschuldung per Verbandsbeschluss nicht aufsteigen durften, aber er soll seit Monaten auf sein Gehalt warten. Demnach könnte er kündigen und wäre ablösefrei. Ein Verkauf von Poté ist für seine Verpflichtung nicht zwingend. Ricketts wird wohl eher als Angreifer Nummer drei oder vier angesehen. Er braucht sicher noch Zeit, sich an den deutschen Fußball zu gewöhnen. Seine vier Tore in den Testspielen gegen Bezirksligist Pirna-Copitz (2) sowie die Regionalligisten Meuselwitz und Zwickau taugen nicht als Versicherung dafür, dass er auch reihenweise in der 2. Bundesliga trifft. In Rumäniens 2. Liga netzte er in 14 Spielen immerhin fünfmal ein.

Poté indes erschien gestern zum Fototermin und zum Frühtraining, absolvierte am Nachmittag ein individuelles Krafttraining. Warum er am Montag nicht zu den Einheiten war, erklärte er damit, dass er sich im Büro mit Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller über seine Zukunft unterhalten habe. Der Nationalspieler des Benin bestätigte, dass ihm Angebote aus der 1. Bundesliga vorliegen: "Ja, das stimmt, aber ich weiß nicht genau von welchem Team." Direkten Kontakt zu Vereinen - Greuther Fürth und der 1.FC Kaiserslautern sind im Gespräch - habe er nicht gehabt, so Poté. Er betonte, dass er sich nach wie vor in Dresden wohl fühle, aber bei einem guten Angebot für ihn und zugleich auch für Dynamo trotzdem gern wechseln würde - "allerdings nur in die 1. Liga".

Wie es weitergeht, das muss der 27-Jährige abwarten. Seine Familie ist nach dem Urlaub in Frankreich geblieben, die Wohnung in Radebeul hatte er schon vor Saisonende aufgegeben. Vorerst wohnt der dreifache Vater im Hotel und hofft, dass sich seine Situation bald klärt. "Ich sitze zwischen zwei Stühlen", gestand er. Wenn es mit einem Wechsel nicht klappen sollte, werde er aber seinen Vertrag erfüllen. Ralf Loose hofft, dass sich die Situation etwas beruhigt. Man könne erst mit anderen Klubs verhandeln, wenn eine offizielle Anfrage an den Verein gestellt wird. Poté gab er mit auf dem Weg, zwielichtige Berater lieber zu meiden: "Ich habe ihm geraten, nicht auf andere zu hören."

Ab heute gibt es u.a. über die Homepage nochmals 500 VIP-Karten für das sonst ausverkaufte Heimspiel gegen West Ham United am 27. Juli (20.30 Uhr). Preis: 77 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.07.2012

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