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Rettung der Dresdner Eislöwen bleibt Hängepartie – Fans sprechen mit Bürgermeistern

Rettung der Dresdner Eislöwen bleibt Hängepartie – Fans sprechen mit Bürgermeistern

Dresden. Die Fans der Dresdner Eislöwen hoffen weiterhin auf Hilfe der Stadt zur Rettung ihres Vereins. Am Dienstagvormittag trafen sich etwa 20 Fanvertreter im Kulturrathaus mit den Bürgermeistern Dirk Hilbert (FDP) und Winfried Lehmann (CDU).

Das Gespräch sei sehr offen gewesen, eine schnelle Einigung sei aber nicht in Sicht, teilten die Fans anschließend mit.

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Die Fans der Dresdner Eislöwen machen seit dem 22. Juli mit einer Mahnwache auf die unverschuldeten Existenzprobleme des Clubs aufmerksam.

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Bis Mittwoch muss der Zweitligaverein bei der Ligagesellschaft ESBG eine Lösung für das Hallenproblem gefunden haben. Sonst ist die Lizenz weg. Neben der fehlenden Halle benötigen die Eislöwen aber auch finanzielle Unterstützung. Mangels Halle können bisher keine Dauerkarten verkauft werden. Zudem ist absehbar, dass durch fehlende Testspiele und Ligapartien auf fremdem Eis noch mehr Geld fehlen wird.

Die Stadt habe im Gespräch mit den Fans klargemacht, dass sie die Einnahmeausfälle mit Zahlen untersetzt sehen will, sagten Fansprecher nach dem Treffen. Positiv sei, dass die Stadt sich an die Ligagesellschaft wenden wolle, um mehr Zeit zur Lösung aller Probleme herauszuholen. Danach soll im Dialog aller drei beteiligter Parteien eine Lösung gefunden werden.

Die Mahnwache vor der Energieverbund-Arena, vor der seit Sonntag durchgehend Fans ausharren, soll beibehalten werden, bis eine „belastbare Lösung“ gefunden ist. Für Mittwoch ist eine neue Gesprächsrunde zwischen Eislöwen und Stadtverwaltung geplant.

Nach der FDP, die zur Rettung der Eislöwen eine Umwidmung nicht benötigter Dynamo-Hilfsgelder vorgeschlagen hatte, rief am Dienstag auch die Linken-Fraktion im Stadtrat die Verwaltung zur Hilfe auf. „Jetzt sollte schnellstens Geld zur Verfügung gestellt werden. Endgültige Zahlungsverpflichtungen und centgenaue Abrechnungen können in den nächsten Wochen und Monaten geklärt werden“, forderte die Fraktion in einer Mitteilung.

Die SPD-Fraktion warnte vor den Folgen eines möglichen Aus für die Eislöwen: "Dann bliebe die Stadt auf Baukosten von rund 40 Millionen Euro und jährlichen Betriebskosten von mindestens 500.000 Euro sitzen, ohne dass die Halle für große Eishockey-Veranstaltungen genutzt wird. Der Sportausschuss muss jetzt handeln, das Überleben der Eislöwen sichern und damit ein Zeichen für den Sport in ganz Dresden senden", forderte Thomas Blümel, der sportpolitische Sprecher der Fraktion.

sl

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