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Reservisten wollen sich bei Dynamo zeigen

Reservisten wollen sich bei Dynamo zeigen

Dynamos Stammspieler hatten gestern frei, sie müssen vor der englischen Woche mit den schweren Auswärtsspielen in Braunschweig (Sonnabend, 13 Uhr) und in Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr) sowie der Heimpartie gegen den Karlsruher SC (Sonnabend, 29. Oktober, 13 Uhr) mit ihren Kräfte haushalten.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Für manch einen Reservisten war die gestrige Vormittagseinheit hingegen eine willkommene Gelegenheit, Trainingsrückstand aufzuholen.

"Mir tut jede Trainingseinheit gut, ich war ja fast sieben Wochen lang weg", sagte Alexander Schnetzler, der seit letzter Woche wieder mit der Mannschaft arbeiten kann. Der im Sommer vom VfL Osnabrück verpflichtete Rechtsverteidiger kniete sich voll in die zum Kraft- und Schnelligkeitsaufbau gedachten Übungen rein. Nach der Einheit bekannte der 32-Jährige auch: "Ich bin jetzt körperlich ganz schön kaputt, aber jede Trainingseinheit bringt mich weiter."

Wohin er will, das muss Schnetzler niemandem erzählen. Noch kein einziges Punktspiel hat er für seinen neuen Verein bestritten, nur am 30. Juli beim sensationellen 4:3-Pokalsieg über Vizemeister Bayer Leverkusen war er für die Schwarz-Gelben am Ball. Dass ihm damals in der 117. Minute der entscheidende Treffer in der Verlängerung gelang, damit hat er sich getröstet, als er sich im August erst eine Platzwunde am Kopf und dann Mitte September noch einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zuzog. "Auf das Tor werde ich ständig angesprochen", lacht der gebürtige Schwarzwälder, "das stärkt mein Selbstvertrauen, davon kann man zehren."

Der Pokalheld würde sich jetzt trotzdem weitaus mehr darüber freuen, wenn er mal wieder auf der Bank von einem Einsatz als Joker träumen könnte - ob schon in Braunschweig oder dann in Dortmund. Zutrauen würde er sich einen Einsatz: "Ich bin auf einem sehr guten Weg, schmerzfrei bin ich auch und kann Gas geben."

Wohl noch nicht ganz so weit ist Lars Jungnickel, der nach einer Streptokokken-Infektion sogar acht Wochen lang raus war und in dieser Saison nur 45 Minuten beim 1:1 gegen Rostock mitwirken konnte. Die folgende Erkrankung hat ihn viele "Körner" gekostet, die er sich jetzt im Training wieder anfressen muss. Zwar spielte der dienstälteste Dynamo-Profi am Sonntag schon wieder eine Halbzeit mit der "Zweiten", aber "die 45 Minuten haben sich wie 90 angefühlt", räumte Jungnickel ein. Trotzdem beißt er die Zähne zusammen: "Ich gebe jeden Tag Gas und versuche, mich anzubieten."

Das probiert seit Montag auch Torhüter Benjamin Kirsten, der nach auskurierter Schambeinentzündung bereits ab Freitag bei der "Zweiten" mittrainiert hatte. "Ich bin froh, dass er wieder da ist. Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Ich hoffe, dass die Zeit, die er sich in der Reha in Leverkusen genommen hat, auch dafür gesorgt hat, dass er seine Probleme los ist. Er präsentiert sich ehrgeizig und spritzig und ich hoffe, dass das so bleibt", sagte Trainer Ralf Loose.

Ob einer der Rückkehrer während der englischen Woche mal im Spieltagskader auftaucht, das entscheidet Loose kurzfristig. Über das Spiel in Braunschweig hinaus will der Trainer ohnehin keine Pläne schmieden: "Wir sind tausendprozentig gut beraten, uns nur auf dieses Spiel zu konzentrieren. Das ist ein sehr starker Gegner, der bis jetzt hervorragend in der 2. Liga aufgetreten und kampfstark ist. Da wird uns alles abverlangt."

Von Braunschweig aus wird die Mannschaft übrigens noch einmal nach Dresden zurückkehren. Ein Kurztrainingslager nahe Dortmund lehnt Loose ab: Das Team sei von Braunschweig aus im Bus in drei Stunden wieder daheim, Sonntag und Montag könne er dann auch noch mit der kompletten Mannschaft trainieren. Er weiß, die kommenden Aufgaben werden hart, mit Ausfällen muss man rechnen. Und dann müssen die Reservisten topfit Gewehr bei Fuß stehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2011

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