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Rennvereins-Chef Michael Becker: Es geht wieder aufwärts mit dem Galoppsport

Rennvereins-Chef Michael Becker: Es geht wieder aufwärts mit dem Galoppsport

Seit Mitte März ist Michael Becker Präsident des Dresdner Rennvereins. Der 59-jährige Notar wuchs in Wolfsburg und Aachen auf, verbrachte seine Schulzeit in Belgien.

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Frischer Wind: der neue Rennvereins-Präsident Michael Becker.

Quelle: Christian Juppe

Später studierte er in Marburg und Würzburg Jura, sammelte Auslandserfahrungen in Saloniki, Den Haag und San Francisco. 1982 erhielt er seine Anwaltszulassung, drei Jahre später wurde er zum Notar bestellt. Ende 1990 schlug er seine Zelte in Dresden auf, seine Frau Ulrike ist Schulleiterin des Sportgymnasiums. Gemeinsam haben beide drei erwachsene Kinder. DNN sprach mit dem neuen Seidnitzer Galopp-Boss über Ziele, die Bahn und Hüte.

Frage: Haben Sie schon einmal auf einem Pferd gesessen?

M. Becker: Ein einziges Mal und das ist lange her. Als ich 16 oder 17 war, bekam ich einmal einen Ausritt geschenkt. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass der Gaul am Ende immer schneller wurde. Ein passionierter Reiter wie mein Vorgänger Christoph Winkler bin ich nicht.

Wie ist die Verbindung zum Rennverein entstanden?

Ich kenne die wunderschöne Anlage, seit wir nach Dresden gezogen sind. Wir waren immer mal wieder als Gäste bei Renntagen. Die Atmosphäre und die Pferde haben mich fasziniert. Im vergangenen Jahr entstand ein beruflicher Kontakt zum Vorstand. Ich habe den Rennverein in juristischen Fragen beraten. Ich wurde Vereinsmitglied, arbeitete mich so in die Materie ein.

Mussten Sie lange überlegen, als die Anfrage kam, ob sie Verantwortung als Präsident übernehmen würden? Und was hat Ihre Frau dazu gesagt?

Ich musste nicht lange überlegen. Zum einen reizte mich die neue Herausforderung, zum anderen wusste ich, dass der Rennverein durch das Eingreifen von Christoph Winkler wieder in ruhiges Fahrwasser gekommen ist, ich einen funktionierenden und auf gesunden Füßen stehenden Verein übernehme. Meine Frau freut sich sehr für mich und unterstützt mich. Ich engagiere mich auch schon seit Jahren für gemeinnützige Initiativen, stehe Sportvereinen mit Rat und Tat zu Seite.

Wie schaffen Sie es, alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen?

Natürlich muss ich gerade jetzt am Anfang mehr Zeit investieren, bin mindestens dreimal wöchentlich auf der Rennbahn. Zu stemmen ist das natürlich nur durch Teamarbeit. Ich weiß einen engagierten und kompetenten Vorstand und die bewährte Geschäftsleitung mit Uwe Tschirch hinter mir. Zudem steht uns Ehrenpräsident Christoph Winkler jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Was sind Ihre Ziele mit dem Rennverein? Welches Potenzial sehen Sie?

Ich möchte an die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers anknüpfen und die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit des Vereins weiter ausbauen. Das Potenzial ist mit dieser herrlichen Anlage, der Sandbahn und den großen Traditionen vorhanden. Finanziell sind die Voraussetzungen gut, der Schuldenstand konnte reduziert, das letzte Rennjahr mit ausgeglichener Bilanz abgeschlossen werden. Es ist sehr erfreulich, dass die Rennpreise deutschlandweit wieder leicht nach oben gehen, wir durch gestiegene Umsätze mit mehr Rückfluss planen dürfen. So können wir in diesem Jahr für unser Rennpreisvolumen von 428000 Euro mit rund 20000 Euro an Zuschüssen rechnen. Natürlich sehe ich es auch als eine meiner Hauptaufgaben an, weitere Sponsoren für den Dresdner Galopprennsport zu begeistern. Außerdem wäre es gut, wenn wir unsere Anlage intensiver nutzen könnten, auch den Innenraum. Und ich möchte die Mitgliederbasis verbreitern, junge Leute gewinnen, die für frischen Wind sorgen.

Was sind die nächsten Aufgaben?

Ich bin noch bei einer gründlichen Bestandsaufnahme. Auf jeden Fall wollen wir die Arbeitsbedingungen auf der Bahn weiter verbessern. Zudem sind wir dabei, eine neue Internetpräsenz zu schaffen. Und dann geht es ja mit großen Schritten auf den ersten von acht für das Jahr geplanten Renntagen am 17. Mai zu.

Haben Sie Ihrer Frau für den ersten Renntag schon einen Hut gekauft?

Das habe ich schon im letzten Jahr. Der steht ihr gut, sie hat ein richtiges Hutgesicht. Ich hoffe, sie setzt ihn auf.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2014

Interview: Astrid Hofmann

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