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Renntag in Dresden-Seidnitz: Holländer fliegt auf und davon

Renntag in Dresden-Seidnitz: Holländer fliegt auf und davon

Selbst für Erfolgs-Jockey Adrie de Vries war dieser Doppel-Triumph etwas ganz Besonderes. "Beide Hauptrennen in Dresden zu gewinnen, das ist mir noch nie gelungen", strahlte der "fliegende Holländer" nach seinem Coup am dritten Renntag auf der Galopprennbahn in Seidnitz.

Dresden.

Zuerst hatte der 44-Jährige mit Bermuda Reef bei strömendem Regen den "bwin Sachsenpreis" fast nach Belieben gewonnen. Mit dem vierjährigen Hengst aus dem Kölner Stall von Trainer Peter Schiergen lag er in diesem mit 25 000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 Meter vom Start weg in Front und ließ sich bis zum Schluss von keinem der Konkurrenten verdrängen. Locker mit zweieinhalb Längen wies er Belango unter Alexander Pietsch und Maningrey mit Eduardo Pedroza im Sattel in die Schranken.

"Ich wusste, dass ich mit diesem Pferd gute Chancen habe. Ich denke, es hat die Qualität für Gruppe-Rennen", so der erfahrene Reiter, der ein Rennen später den knapp 5000 Zuschauern erneut sein Können eindrucksvoll demonstrierte. Im zweiten Hauptereignis des Tages, dem Großen Preis der Freiberger Brauerei, einem mit 22500 Euro dotierten Ausgleich I über 2200 Meter, hielt sich de Vries mit dem sechsjährigen Wallach Foreign Hill aus dem Hannoveraner Stall von Hans-Jürgen Gröschel lange Zeit taktisch klug im Feld, zog auf der Zielgeraden aber auf und davon und fing die führende True Girl unter Alexander Pietsch noch ab.

"Er hat alles richtig gemacht. Da zeigt sich eben seine Klasse", lobte Gröschel nachher den Holländer. Für Adrie de Vries waren dies die Jahressiege Nummer 38 und 39. Da er gestern in Köln zwei weitere Treffer hinzufügte, baute er seine Führung in der deutschen Bestenliste weiter aus. An den Gewinn des Championats glaubt der zweifache Familienvater aber trotzdem nicht: "Ich werde im Herbst wieder in Dubai reiten und deshalb kann ich sicher nicht um den Titel hier in Deutschland kämpfen", so der Holländer.

Bevor Adrie de Vries die beiden Hauptrennen für sich entschied, sorgten zuvor einmal mehr die Dresdner Trainer für Furore und unterstrichen die sensationell gute Stallform ihrer Schützlinge in diesem Jahr. So gewann Lutz Pyritz mit Ustana und Burschentanz die ersten beiden Rennen, während Claudia Barsig mit Renoir und Al Queena die Rennen drei und vier für sich entschied. Lutz Pyritz feierte damit die Saisonerfolge Nummer acht und neun und damit ist der ehemalige Top-Jockey nur noch einen Sieg von der magischen "Zehn" entfernt. Beim Aufgalopp schaffte der 56-Jährige mit Ustana und Bear Diva sogar einen Doppelerfolg. Da mit House of Orange aus dem Stall von Claudia Barsig ein weiterer Lokalmatador Rang drei belegte, gab es einen glorreichen "Dreier" aus Seidnitzer Sicht, der im folgenden Rennen durch Burschentanz, It´s Tiger (Stefan Richter) und Pyrenean Music (Barsig) sogar wiederholt wurde.

Claudia Barsig freute sich besonders über den Sieg des siebenjährigen Wallachs Renoir: "Er hat so lange nicht gewonnen, da wurde es endlich Zeit", sagte sie strahlend. Im Sattel von Renoir und auch der dreijährigen Al Queena saß Michael Cadeddu, dem damit wie de Vries zwei Tagessiege glückten.

Einziger kleiner Wermutstropfen eines ansonsten tollen Renntages: Der Gesamtumsatz von 117997,75 Euro fiel nicht ganz so üppig wie erhofft aus. "Da liegen wir aber im bundesweiten Trend, denn auch auf anderen Bahnen sind leichte rückläufige Tendenzen zu beobachten", meinte Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.06.2014

Astrid Hofmann

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