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Renntag in Dresden: Alberto Hawaii stiehlt allen die Show

Renntag in Dresden: Alberto Hawaii stiehlt allen die Show

Selbst Rennkommentator Hartmut Faust konnte nicht an sich halten: "Ich kann es gar nicht glauben, was ist denn hier los?", rief er fassungslos ins Mikrofon. Nicht nur dem erfahrenen Galoppsport-Funktionär, der seit Jahren als Ausgleicher dafür verantwortlich ist, welche Gewichte die Pferde zu tragen haben, gingen am Sonnabend im Hauptrennen sprichwörtlich die Pferde durch.

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Alberto Hawaii mit Francisco da Silva im Sattel gewinnt die Konkurrenz im bwin-Sachsenpreis mit deutlichem Vorsprung.

Quelle: Jens Sorge

Als Alberto Hawaii mit Francisco da Silva im Sattel die Konkurrenz im bwin-Sachsenpreis+ um sechs Längen die Konkurrenz düpierte, herrschte bei vielen Zockern Ratlosigkeit.

Nur die wenigsten hatten den sechsjährigen Hengst in diesem mit 25 000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 m auf dem Schirm gehabt. Doch der 245:10 gewettete Außenseiter galoppierte auf der Zielgeraden locker und leicht allen davon und verwies mit sechs Längen Vorsprung Lokalmatador Königsadler aus dem Stall von Trainer Stefan Richter und Le Tourbillon auf die Plätze. Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep nahm im Ziel freudestrahlend die Glückwünsche entgegen und erzählte aufgekratzt: "Wir sind das erste Mal überhaupt in Dresden und gewinnen gleich ein Listenrennen. Das ist der allergrößte Erfolg in meiner bisherigen Karriere", so die Norddeutsche. Den Journalisten musste sie ihren Herkunftsort mehrfach buchstabieren, denn ihr Stall befindet sich in Dänschenburg, einem Ortsteil von Marlow im Landkreis Vorpommern-Rügen. Alberto Hawaii sei das beste Pferd im Stall. "Ich habe auf den Erfolg gehofft, aber bin dennoch überrascht, dass es so geklappt hat", meinte Schleusner-Fruhriep. Der englische Gast Leaderene, der die weiteste Reise hinter sich hatte und als Mitfavorit gehandelt war, fiel im Dobritzer Bogen plötzlich zurück und kam mit großem Abstand als Letzter ins Ziel.

Nach diesem Sensationsergebnis gab es im zweiten Hauptrennen des Tages, dem mit 22 500 Euro dotierten Großen Preis der Freiberger Brauerei, einen klaren Favoritensieg. Es setzte sich der in Krefeld von Mario Hofer betreute vierjährige Hengst Diplomat unter Champion-Jockey Adrie de Vries durch. Der "fliegende Holländer" feierte damit seinen zweiten Erfolg, denn er hatte schon mit Pistolero im zweiten Rennen gewonnen. Auch Francisco da Silva und Martin Seidl trugen sich je zweimal in die Siegerliste ein.

Für die Dresdner Farben war diesmal nur Stefan Richter erfolgreich, der zum Auftakt mit Atlantic Isle seinen insgesamt elften Jahrestreffer landete. Genauso freute er sich aber auch über den nicht unbedingt erwarteten zweiten Rang von Königsadler im Sachsen Preis. "Das war eine sehr ordentliche Leistung", kommentierte Richter gewohnt sachlich. Er verbuchte durch South Carolina zum Abschluss noch einen weiteren zweiten Rang.

Lutz Pyritz zeigte sich mit einem zweiten (Cosinus) und zwei dritten (A Miracle, Pinot) Plätzen ebenfalls zufrieden. Im dritten Rennen gab zudem die von ihm betreute fünfjährige Stute Sydney City, an der jeder neue DNN-Abonnent einen Anteil erwerben kann, ein gutes Jahresdebüt. Sie belegte den fünften Platz und verdiente damit immerhin noch 300 Euro Preisgeld. "Nach nur fünf Wochen Training war das ein guter Einstand", freute sich Pyritz.

Das Duell der beiden führenden Jockeys Alexander Pietsch (30 Siege) und Jozef Bojko (29) ging an diesem erst sehr heißen und dann verregnet-trüben Sonnabend unentschieden aus, denn beide Reiter konnten ihre Erfolgsbilanz keinen weiteren Sieg hinzufügen.

Rennvereins-Präsident Michael Becker zeigte sich auch mit dem dritten Renntag, der wegen der PMU-Rennen bereits um 11.30 Uhr begann, zufrieden: "Es war erfolgreich, auch wenn mit 5800 Zuschauern vielleicht nicht ganz so viele kamen wie zuletzt", meinte er. Am Toto wurden 122 576,58 Euro umgesetzt - etwas mehr als im vergangenen Jahr, da gab es allerdings nur sieben Rennen. Bei den vier PMU-Rennen kamen beim französischen Wettanbieter noch einmal rund 790 000 Euro zusammen.

Jetzt folgt in Seidnitz erst einmal eine kleine Sommerpause, aber am 1. August geht es weiter. Dann steht das mit dem Auktionsrennen der nächste Höhepunkt auf dem Plan.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.06.2015

Astrid Hofmann

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