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Rekordspieler und Ideengeber: Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler Fiel hat noch lange nicht genug

Rekordspieler und Ideengeber: Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler Fiel hat noch lange nicht genug

Emotional und mit vielen Gesten lenkt Cristian Fiel das Spiel von Dynamo Dresden. Seine genialen Pässe und sein Auge machen ihn unverzichtbar für den Fußball-Zweitligisten.

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Bochums Richard Sukuta-Pasu (r) und Cristian Fiel kämpfen um den Ball.

Quelle: dpa

Tore schießt er jedoch fast nur dann, wenn es wichtig wird. Das soll sich diese Saison ändern. „Ich habe mir vorgenommen, öfter zu treffen, so 17 bis 20 Stück“, erklärte Fiel mit einem Augenzwinkern. Der Anfang ist gemacht, denn mit seinem Traumtor aus 20 Metern rettete der Deutsch-Spanier am Montagabend Dynamo in der 69. Minute beim VfL Bochum das 1:1 und einen Auswärtspunkt.

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Dynamo erkämpft Unentschieden beim VfL Bochum - Fiel erzielt Ausgleich.

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Nach dem 1:0-Führungstreffer durch Patrick Fabian (10. Minute) zirkelte Fiel den Ball ansehnlich und unhaltbar ins rechte obere Eck. Das brachte dem 33-Jährigen ein Extralob von Trainer Peter Pacult ein. „Wie er sich auf der linken Seite durchgesetzt hat, dann die Drehung und die Schusstechnik. Es war ein wunderschöner Treffer von ihm, Kompliment. Für mich das Tor des Monats“, befand der Österreicher. Dagegen hatte nur Peter Neururer etwas einzuwenden, unter dem Fiel 2003 in Bochum spielte. „Erstens hat Danny Latza in Berlin für uns das Tor des Monates erzielt. Zweitens kann es Fielo nicht werden, weil er hier gegen seinen Ex-Verein trifft“, plädierte der VfL-Coach mit einem Lachen.

Fiel ist mit 273 Einsätzen momentan der Rekordspieler unter den noch Aktiven der 2. Liga. Dass er seit dem Saisonauftakt in der Startelf steht, macht ihn glücklich. Denn in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass Pacult ihn auf der Sechserposition durch Neuzugang Christoph Menz ersetzen will. So kam es dann auch, doch der Coach zauberte eine neue taktische Variante aus dem Ärmel und stellte Fiel auf die Zehnerposition. „Es kam überraschend, aber ich will spielen und dafür trainiere ich. Deshalb gebe ich da, wo der Trainer mich aufstellt, mein Bestes“, erklärte der Routinier.

Fiel geht in seine vierte Saison bei den „Schwarz-Gelben“. In 79 Spielen hat der Mittelfeldstratege dabei fünf Treffer erzielt. Die wichtigsten beiden in der Aufstiegsrelegation zur 2. Liga im Mai 2011 beim VfL Osnabrück und gegen den Abstieg im Mai 2013 erneut gegen Osnabrück. Dabei bewies sich der 33-Jährige immer wieder als Stehaufmännchen, denn unter Pacult und auch Vorgänger Ralf Loose hatte er seinen Stammplatz schon verloren. Im Sommer 2012 gab er seine Kapitänsbinde zurück und kam Loose so einer Absetzung zuvor, der Coach quittierte das mit einem Platz auf der Tribüne.

Dennoch hat Fiel immer weiter gekämpft und das Gesicht der Mannschaft geprägt. Ohne ihn fehlen die spielerischen Kreativmomente, die genialen Ideen. In Dresden hat er einen Vertrag bis Ende Juni 2015 und hofft auf weitere unvergessliche Momente. Vielleicht schon im nächsten Spiel am 9. August gegen seinen Ex-Verein 1. FC Union Berlin. Bleibt er gesund, wird er zum 80. Mal insgesamt und zum 50. Mal in der 2. Liga für Dresden auflaufen. Gegen ein Jubiläumstor hätte der Deutsch-Spanier sicher nichts einzuwenden.

Tina Hofmann, dpa

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