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Reisestress mit Folgen: DSC verliert in Potsdam mit 1:3

Reisestress mit Folgen: DSC verliert in Potsdam mit 1:3

Der Reisestress der Champions League hat von den DSC-Volleyballerinnen Tribut gefordert. Nach der glatten 0:3-Niederlage im sibirischen Omsk musste sich der deutsche Vizemeister zwei Tage später auch im vierten Bundesliga-Spiel das erste Mal geschlagen geben.

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Verletzte sich am Fuß und musste früh vom Feld: Jaroslava Pencova.

Quelle: Lutz Hentschel

Die Elbestädterinnen unterlagen beim SC Potsdam nach einer dramatischen Partie mit 1:3 (19:25, 25:20, 36:38, 22:25).

Weit bitterer als die "Null-Punkte-Nummer" ist die böse Verletzung von Jaroslava Pencova. Die slowakische Mittelblockerin knickte schon im ersten Satz beim 11:14 ohne Fremdeinwirkung mit dem rechten Fuß um, musste vom Feld getragen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich bei der heutigen MRT-Untersuchung der Verdacht auf Bänderriss nicht bestätigt. Für Pechvogel Pencova übernahm dann Youngster Juliane Langgemach, die am Mittwoch 19 Jahre alt wird, die Position in der Mitte. Kurz darauf wechselte Trainer Alexander Waibl auch noch auf der Diagonalen, brachte für Kristina Mikhailenko wie schon zuletzt Katharina Schwabe. Der Satz ging jedoch klar an die hochmotivierten Gastgeberinnen, die auch zu Beginn des zweiten Durchgangs mit 8:3 und später mit 17:12 vorn lagen. Doch eine Aufschlagserie von Mareen Apitz brachte die Wende. Nun lief es bei den DSC-Damen deutlich besser und sie ließen sich den Satzausgleich nicht nehmen.

Den dritten Akt werden alle Protagonisten so schnell nicht vergessen, denn den 1420 Zuschauern wurde ein Thriller geboten. Bis zum 12:12 wogte das Geschehen hin und her. Danach konnte sich der DSC auf 19:16 absetzen. Auch beim 21:18 schienen die Weichen für die Gäste gestellt. Doch mit ein paar leichten Fehlern reichten die Waibl-Schützlinge dem Gegner wieder den kleinen Finger. Und Potsdam griff zu. Dennoch verschaffte sich der Vizemeister beim 24:23 den ersten Satzball. Doch sechs Versuche reichten nicht, um den "Sack zuzubinden". Nun war Potsdam am Drücker, konnte aber fünf Satzbälle ebenfalls nicht verwerten. Und der Nervenkitzel ging weiter. Der DSC versemmelte auch die nächsten zwei Möglichkeiten. Dagegen nutzten die Brandenburgerinnen nach 44 Minuten ein Missverständnis zwischen Mareen Apitz und Stefanie Karg und besiegelten die 2:1-Satzführung. Das war der Knackpunkt der Partie. Obwohl die Dresdnerinnen auch im vierten Abschnitt nicht aufgaben und es Alexander Waibl mit einigen Wechseln versuchte, konnten sie die Gastgeberinnen nicht mehr stoppen. Potsdam verwandelte nach 125 Minuten den dritten Matchball zum Sieg. Vor allem die Slowakin Nikola Radosova, mit 22 Punkten erfolgreichste Scorerin, machte dem DSC das Leben schwer. Bei den Dresdnerinnen war einmal mehr Lisa Izquierdo mit 21 Zählern beste Punktesammlerin.

"Wir haben uns insgesamt zu viele Fehler geleistet", gab Alexander Waibl zu, betonte aber: "Natürlich sind das auch die Folgen der Reisestrapazen und des Fehlens der notwendigen Trainingseinheiten." Auch wenn sich der Coach über die Niederlage ärgerte, wollte er sie nicht überbewerten: "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Beinbruch. Viel schlimmer wiegt für mich die Verletzung von Jaroslava Pencova". Übermorgen muss Waibl mit seinen Damen erneut in Potsdam Farbe bekennen. Dann geht es im Achtelfinale des DVV-Pokals zur Sache. "Bis dahin müssen wir uns etwas einfallen lassen", weiß der DSC-Trainer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2013

Astrid Hofmann

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