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Regen behindert Reparatur auf dem Dresdner Eissporthallendach

Regen behindert Reparatur auf dem Dresdner Eissporthallendach

Wettergott Petrus scheint kein Fan der Dresdner Eishalle zu sein. Zumindest schickt er seit Beginn der Reparatur des Dachs vor etwa zwei Wochen täglich mindestens eine kräftige Schauerfront.

Von christoph stephan

"Wir müssen dann hier oben jedes Mal alle Zelte abbrechen und viel Material in Sicherheit bringen", klagt Tom Scheffler, technischer Betriebsleiter bei der Dresdner Dachdeckerfirma Dittrich. "Wegen des schlechten Wetters kommen wir bislang bei der effektiven Arbeitszeit auf nur 75 Prozent."

Bauverzug gibt es allerdings noch nicht, denn die eigentlichen Arbeiten auf dem Eishallendach beginnen erst am 9. Juli, wie Sportstättenchef Sven Mania gestern erklärte. "Dann wird das Dach schrittweise geöffnet, um das suppige, teilweise sicher schon modernde Dämmmaterial entfernen zu können", so Mania. Laut Tom Scheffler weiß noch niemand, was ihn unter der Dachhaut erwartet. Insbesondere der Zustand der Tragkonstruktion sei entscheidend. "Wenn sie stark beschädigt ist, gefährdet dies unseren straffen Zeitplan und wir müssen sehen, wie wir das kompensieren können", meint Scheffler.

Die momentanen Arbeiten an der Attika, also der Brüstung, sind seinen Worten zufolge nur "Vorgeplänkel". Sie wurden vorgezogen, damit es gar nicht erst zu Leerlauf infolge längerer Bestellzeiten beim Baumaterial kommt. Scheffler ist zuversichtlich, dass es pünktlich zum 9. Juli auf der Baustelle an der Magdeburger Straße eintrifft. "Die Arbeiter machen Fortschritte beim Entfernen der feuchten Dämmung und beim Anbringen der Kunststoffbahnen an die bis zu 1,40 Meter hohe Attika", betont Mania. "Die 92 Meter langen Seiten sind bereits fertig, nächste Woche folgen die schmalen Seiten mit je 70 Metern Breite."

Damit die Bauleute unkompliziert auf das Dach der Energie-Verbund-Arena kommen, steht seit einigen Tagen ein Gerüst, das an der Westseite der Halle 18 Meter hoch ist. Richtig schlimm wird es, wenn es in den nächsten Wochen bei geöffneten Dach in Strömen regnet. Denn dann würde das Wasser 1:1 in der gesperrten Hauptarena landen.

Die Reparatur des bislang nur notdürftig abgedichteten Dachs kostet die Stadt Dresden reichlich zwei Millionen Euro. Bis Anfang September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Alles andere würde den Saisonstart der Dresdner Eislöwen gefährden und hohe Einnahmeausfälle bedeuten.

Die Eishalle war am 15. Februar dieses Jahres überraschend gesperrt worden, weil Tauwasser vom Dach heruntertropfte und an den Wänden entlanglief. An der gesamten Decke hatten sich bis zu mehrere Zentimeter breite Risse gebildet, insgesamt über eine Länge von mehr als sechs Kilometern. Gutachter haben die Ursache für die Risse laut Mania noch nicht zweifelsfrei geklärt.

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Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2012

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