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Raul Spank muss die WM abhaken - Saison für Dresdner Hochspringer gelaufen

Raul Spank muss die WM abhaken - Saison für Dresdner Hochspringer gelaufen

DSC-Hochspringer Raúl Spank ist deprimiert. Der 24-Jährige muss die Saison und damit eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im August in Moskau endgültig abschreiben.

Seit Wochen und Monaten plagt sich der Olympia-Fünfte von 2008 und WM-Dritte von 2009 immer wieder mit Schmerzen im linken Knie. Gestern fiel die Entscheidung - er wird sich am kommenden Dienstag in der Uniklinik einer Operation unterziehen.

"Ich habe eine chronische Reizung an der Patellasehne. Es müssen Schmerzfasern und vernarbtes Gewebe von der letzten OP entfernt werden. Ob noch andere Sachen hinzukommen, wird sich erst bei der Operation zeigen", erläutert Spank, der sich eingehend beraten ließ, ob die Beschwerden auch konservativ oder nur mit einer OP zu beseitigen sind. "Ich hoffe jetzt einfach, dass ich mit diesem Schritt jetzt endgültig erlöst werde", so der Student der Wirtschaftswissenschaften, der wegen einer langwierigen Achillessehnenverletzung im vergangenen Jahr schon die Olympischen Spiele in London verpasste und zuletzt auch die Hallen-Saison ausließ.

Sein letztes Achtungszeichen setzte der Schützling von Jörg Elbe im Februar 2012, als er bei der deutschen Hallen-Meisterschaft mit 2,32 m und damit persönlicher Bestleistung und sächsischem Rekord unter dem Dach den Titel erkämpfte. Seitdem kam der Dresdner, der sich zwischenzeitlich auch im Dreisprung versuchte, nicht mehr auf die Füße. "Ich hatte schon mehrere Krisen, aber das ist wohl jetzt der Tiefpunkt meiner sportlichen Karriere", hadert der DSC-Athlet. Er sieht ein weiteres Dilemma auf sich zukommen: "Mein Vertrag beim Verein läuft in diesem Jahr aus. Die Verhandlungen über eine Verlängerung dürften bei erneut ausbleibenden Leistungen natürlich schwierig werden", weiß der Elbestädter, der aber als Kämpfer bekannt ist und deshalb auch betont: "Natürlich will ich den Leistungssport fortsetzen."

Trainer Jörg Elbe sieht nicht ganz so schwarz: "Der Vertrag von Raúl mit dem Förderverein des DSC läuft noch bis November und es ist ja ein gutes Zeichen, dass man trotz der anhaltenden Verletzungsmisere zu ihm hält. Zudem hat der Deutsche Leichtathletik-Verband und die verantwortliche Bundestrainerin signalisiert, dass sie ihn nicht fallen lassen. Es gibt eventuell Hilfsangebote über die Bundeswehr oder die Bundespolizei. Denn als Student ist er natürlich sehr vom Verein abhängig, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Ich denke aber, da wird sich eine Lösung finden. Das Wichtigste ist jetzt, dass er sich auskuriert. Denn so konnte es nicht weitergehen, an ein geordnetes Hochsprungtraining war zuletzt nicht mehr zu denken."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2013

ah

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