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„Ralf Schmitt" schafft den Klassenerhalt - Dynamo Dresden und Aue bewegen sich in sicherem Fahrwasser

„Ralf Schmitt" schafft den Klassenerhalt - Dynamo Dresden und Aue bewegen sich in sicherem Fahrwasser

Mit schönen Kombinationen und vor allem viel Spielintelligenz den Ball nach vorn tragen. Am Ende mit einem spektakulären, aber auch kaltschnäuzigen Abschluss die Stafette veredeln.

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Dynamo Dresden verliert das Spiel gegen Erzgebirge Aue.

Quelle: dpa

Die Fußball-Mentalität von Ralf Loose, Trainer von Zweitligist SG Dynamo Dresden, ist anspruchsvoll, denn der 48-Jährige bekennt: „Ich halte nichts davon, dass Spiele nur über Kampf und Einsatz gewonnen werden."

Am Sonntag musste er aber ausgerechnet im brisanten und prestigeträchtigen Sachsen-Duell gegen den FC Erzgebirge Aue eines besseren belehrt werden. Zwar machte sich sein Gegenüber Rico Schmitt auch die Dresdner Tugenden zu eigen und ließ sein Team munter nach vorn spielen, doch in den Zweikämpfen und im gesamten Spiel wirkten die Auer bissiger, entschlossener und mit dem nötigen „Schaum vorm Mund". So, wie man es von der erzgebirgischen Mannschaft, die seit fast zwei Jahren in ähnlicher Besetzung zusammenspielt, gewohnt ist.

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Auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sah die Niederlage der Schwarz-Gelben. 1:2 verlor Dynamo Dresden gegen Erzgebirge Aue.

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Am Ende siegten die „Veilchen" dank zweier Tore von Jan Hochscheidt (56./ 90.+1 Minute), obwohl Dresden durch Zlatko Dedic mit 1:0 (20.) in Führung gegangen war. Der Sieg der Auer war auch ein Sieg der Mentalität des Trainers und des Vereins.

Schmitt lotste im Sommer angesichts schmaler finanzieller Möglichkeiten fast ausschließlich unterklassig spielende Akteure ins Erzgebirge. Dabei setzt der 43-Jährige stets auf die Identifikation der Spieler mit dem Club und der Region. „Einsatz, Laufbereitschaft, Kampf und Herz", gaben am Sonntag laut dem emotionalen Schmitt, der am Spielfeldrand schon mal das Rumpelstilzchen gibt, den Ausschlag.

Dynamo ging hingegen in froher Erwartung der zusätzlichen Gelder aus dem DFB-Pokal noch einmal munter auf Einkaufstour. Sie fanden unter anderen in Dedic und Mickael Poté nicht nur gut bezahlte, sondern auch qualitativ hochwertige Spieler, die in Looses Philosophie passen sollen. Am Sonntag reichte die Qualität aber einmal nicht aus, um verbissener kämpfende „Veilchen" zu stoppen.

Aus 17 neuen Spielern ein Team zu formen, ist für den gebürtigen und stets ruhigen Dortmunder allerdings keine leichte Aufgabe. „Wir haben nicht so eine robuste Mannschaft wie Aue. Wir dachten, wir wären in der Lage, sie spielerisch auszuhebeln, aber das hat heute nicht funktioniert", erklärte er nach dem Spiel.

Auch wenn Loose nicht ganz so ein „Heißmacher" wie Schmitt ist, so hatte er bisher Erfolg mit seiner Philosophie. Beide sächsische Teams sind punktgleich (17), stehen im Mittelfeld der Tabelle. Dresden spielt bisher die beste Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte, Aue will an die vergangene anknüpfen. Die „intelligente Kampfmischung" von Loose und Schmitt, also „Ralf Schmitt" oder „Rico Loose" könnte ein Garant für den Klassenerhalt beider Teams und weitere Erfolge sein.

Tina Hofmann, dpa

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