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Ralf Loose: Dynamo Dresden schafft den Klassenerhalt

Ralf Loose: Dynamo Dresden schafft den Klassenerhalt

Nicht nur in Dresden wurde am Wochenende aufgeatmet, auch in Münster war die Erleichterung groß. Drittligist SC Preußen gewann 4:0 (4:0) in Chemnitz - für den neuen Trainer Ralf Loose war es der erste Sieg.

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Trainer Ralf Loose führte seinen neuen Klub Preußen Münster am Sonntag in Chemnitz zum ersten Sieg nach zehn Spielen ohne "Dreier".

Quelle: imago sportfotodienst/picture point

Münster/Dresden. Die DNN sprachen mit dem 50-Jährigen, der Dynamo 2011 in die Zweite Liga geführt hatte, über seine neue Aufgabe.

Frage: Glückwunsch zum ersten Sieg! Hätten Sie sich träumen lassen, dass Ihr Team in Chemnitz so eine furiose erste Halbzeit hinlegt?

Loose: Nein, natürlich nicht. Bekanntlich fahre ich aber immer gern nach Sachsen, fühle mich da sehr wohl und deswegen war ich optimistisch.

Hat Ihnen die Erfahrung vom 3:0 mit Dynamo im DFB-Pokal 2012 geholfen?

Nein, das ist zu weit weg. Ich war aber oft auch als Dynamo-Trainer in der 3. Liga in Chemnitz zur Spielbeobachtung, kannte die Mannschaft gut. Das war vielleicht ein Vorteil.

Die Formkurve der Preußen zeigt nach fünf Punkten in drei Spielen nach oben. Wo haben Sie angesetzt?

Es gab natürlich viele Baustellen. Wenn man in jedem Spiel drei Gegentore kassiert, kann man nicht oft gewinnen. So war klar: Wir müssen den Hebel in der Defensive ansetzen. Der Torwart stand arg in der Kritik; es war auch wichtig, ihm das Vertrauen auszusprechen. Dann waren auch taktische und konditionelle Defizite da. Das haben wir alles in der Kürze der Zeit versucht, in die richtige Richtung zu lenken. Wenn man sich die Viererkette ansieht, haben wir drei Spieler, die blutjung sind und denen ich die Chance gegeben habe. Sie haben sich reingebissen, das Vertrauen gerechtfertigt.

Zwei Mann haben Sie vor dem Chemnitz-Spiel suspendiert. Warum?

Da gab es disziplinarische Probleme.

Was ist noch drin in dieser Saison?

Für mich zählt erst einmal nur der Klassenerhalt. Jetzt haben wir den ersten Sieg eingefahren. Das war wichtig, um ein bisschen durchatmen zu können, wenn man so eine lange Negativserie hinter sich hat. Unter meiner Regie lief es schon in Heidenheim ganz gut, da hätten wir - wenn wir nicht mit zehn Mann hätten zu Ende spielen müssen - gewinnen können. Danach haben wir uns von Partie zu Partie gesteigert, aber das Erfolgserlebnis hat gefehlt. Umso wichtiger war es jetzt für den Kopf.

Ihr Ex-Klub Dynamo hat es auch geschafft. Wie interessiert verfolgen Sie das Geschehen in Dresden noch?

Natürlich ganz eng, der Verein ist mir ans Herz gewachsen, auch die Mentalität der Leute und die Stadt selbst. Ich bin nah dran, drücke immer die Daumen. Für Dynamo gilt das Gleiche wie für Preußen Münster: Wir dürfen nicht wieder zehn Spiele bis zum nächsten Sieg warten!

Wie gut kennen Sie Olaf Janßen? Sie müssen in der Bundesliga ja einige Male gegeneinander gespielt haben?

Ja, das kann sein. Ich kenne ihn persönlich aber eigentlich nicht.

Wofür reicht das Potenzial der Dresdner Mannschaft?

Wenn man so schlecht startet, kämpft man nur um den Klassenerhalt. Ich glaube aber, dass Dynamo das schafft.

In Münster spielt mit Jens Truckenbrod ein Ex-Dynamo. Wie gut ist er mit inzwischen 33 Lenzen noch?

Ich kenne ihn schon länger als die Dynamo-Fans. Er war damals in der Jugendnationalmannschaft im gleichen Jahrgang mit Sebastian Deisler, einer der hoffnungsvollsten Spieler. Ich kenne ihn aus meiner Zeit in St. Gallen, er hat damals in Schaffhausen gespielt. Er ist der Spieler, den ich in Münster am meisten präsent hatte. Er ist momentan mein Kapitän und spielt hervorragend. Er ist ein wichtiger Schlüsselspieler, der immer konstant seine Leistung bringt. Man merkt ihm sein Alter überhaupt nicht an.

Was hat Sie eigentlich gereizt, in Münster anzuheuern?

Ich habe natürlich schon auf die Zweite Liga als Minimum spekuliert, trotzdem wissen wir alle, dass es manchmal richtig ist, nicht zu lange zu warten. Ich bin froh, eine neue Aufgabe anzugehen - im Endeffekt ist es mir auch egal in welcher Liga. Wichtig ist, dass man zu den handelnden Personen einen Draht und das Gefühl hat, dass es funktioniert. Ich kannte den Präsidenten ganz gut, zudem ist Münster nicht so weit von meiner Heimat Dortmund entfernt. Dennoch habe ich mir manche Problematik im Umfeld und in der Mannschaft nicht so schwierig vorgestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2013

Jochen Leimert

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