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Radotín gewinnt Deutschlands erstes Box-Lacrosse-Turnier in Dresden

Radotín gewinnt Deutschlands erstes Box-Lacrosse-Turnier in Dresden

Der LCC Radotín hat das internationale Box-Lacrosse-Turnier der Dresden Braves gewonnen. Das Team aus Tschechien setzte sich im Finale am Sonntagnachmittag gegen seine Landsleute von Slavia Prag klar mit 5:0 durch.

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Sieger des Box-Lacrosse-Turniers der Dresden Braves ist die tschechische Mannschaft aus Radotín in den roten Trikots, die sich gegen das rot-weiß gekleidete Team von Slavia Prag durchsetzen konnte.

Quelle: Stefan Schramm

Die Gastgeber aus Dresden beendeten das Turnier als achte der zehn teilnehmenden Mannschaften.

„Das war das erste Turnier seiner Art in Deutschland“, berichtet nicht ohne Stolz der Braves-Torwart Sebastian Herzig, der derzeit wegen eines Kreuzbandrisses nicht spielen kann und deshalb an der Organisation des von rund 400 Zuschauern besuchten Turniers beteiligt war. Bei der Randsportart Lacrosse versuchen die Spieler, einen Hartgummiball, den sie mit einem Schläger fangen, tragen und werfen, im Tor der gegnerischen Mannschaft unterzubringen. Vor rund 100 Jahren war dieses Ballspiel, das auf eine indianische Teamsportart zurückgeht und als kanadischer Nationalsport gilt, sogar olympisch. Normalerweise wird Lacrosse im Freien auf Fußballgröße gespielt - diesmal jedoch, und das machte den besonderen Reiz des Turniers aus, traten die Teams in der Halle gegeneinander an.

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Die Dresden Braves haben am Sonnabend und Sonntag ihr erstes Box-Lacrosse-Turnier ausgerichtet. Der verdiente Sieger kommt aus Radotín, einem Stadtteil Prags.

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Und die schenkten sich in der Energieverbund-Arena, wo sonst die Dresdner Eislöwen dem Puck hinterherjagen, gegenseitig überhaupt nichts. „In der engen Halle ist das Spiel schneller und aggressiver“, sagt Sebastian Herzig. Und so gab es im Finale auch etwas zu sehen, was man sonst eher vom Eishockey kennt: Zwei Spieler lieferten sich eine wüste Schlägerei und wurden dafür minutenlang gesperrt. Das Endspiel war, wie das Turnier an sich, Herzig zufolge eine klare Sache: „Mit Radotín hat der absolute Favorit gewonnen.“ In Tschechien gibt es eine richtige Liga, in Deutschland hingegen hat Box-Lacrosse einen sehr geringen Stellenwert. So verwunderte kaum, dass zwei tschechische Mannschaften das Finale unter sich ausmachten.

Ursprünglich waren zwölf Teams im Starterfeld vorgesehen, doch eine niederländische Mannschaft kam wegen eines Reifenschadens gar nicht erst an und die Teams aus Krakau und Berlin wurden wegen Personalmangels kurzerhand zusammengelegt. Mit ihnen spielten Dresden, das Münchner Bundeswehr-Lacrosse-Team sowie Pardubitz und Radotín in einer Vorrundengruppe. Die andere Gruppe bestand aus Prag, den LCC Wolves aus Tschechien, der slowakischen Mannschaft Bratislava Bats, der aus Rostock, Cottbus und Leipzig stammenden Spielgemeinschaft Rottzig Crushers und aus den österreichischen Vienna Monarchs.

Radotín und Prag waren aus einem rein tschechisch-slowakischen Halbfinale als Sieger hervorgegangen. Die unterlegenen Teams aus Pressburg (Bratislava) und Pardubitz (Pardubice) trennten sich im Spiel um Platz drei mit 4:0. Nach ihrem deutlichen 5:0-Finalerfolg durften die Radotíner nach dem zweitägigen Turnier am Sonntag kurz vor 17 Uhr die Siegertrophäe in die Höhe recken.

Stefan Schramm

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