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RB Leipzig nach 2:0 in Bundesliga aufgestiegen - Trainer Rangnick verletzt

Erstklassig RB Leipzig nach 2:0 in Bundesliga aufgestiegen - Trainer Rangnick verletzt

RB Leipzig hat die Mission Aufstieg erfüllt: Sieben Jahre nach der Vereinsgründung ist der Club in der Bundesliga angekommen. Für Erfolgstrainer und Sportdirektor Ralf Rangnick endet die erste Sause bei der medizinischen Abteilung.

Emil Forsberg war mit seinem Treffer in der 52. Minute der Türöffner für die Rasenballer.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Ralf Rangnick riss die Arme nach oben, seine Spieler fielen sich um den Hals und begossen in ihren Aufsteiger-Shirts mit Bier ihren Coup: RasenBallsport Leipzig ist am Sonntag um 17.19 Uhr unter den Augen von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz nach dem 2:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC in die Beletage aufgestiegen. Damit hat die Gründungsstadt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wieder einen Erstligisten. Zuletzt schaffte das 1993 der VfB Leipzig, der nur drei Jahre nach der DFB-Gründung 1900 auch die erste deutsche Fußball-Meisterschaft gewann.

Vor 42.559 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Red Bull Arena machten Emil Forsberg (52.) und Marcel Halstenberg (86.) den Coup für den ambitionierten Club perfekt. Damit sind die erst 2009 gegründeten «Roten Bullen» das 55. Mitglied in der Bundesliga. «Es gibt nichts schöneres im Moment. Es fällt ganz schön viel Druck ab. Was man hier gefühlt und erlebt hat, ist unglaublich. Das ist erstklassig», sagte Defensivspieler Marvin Compper im Fernsehsender Sky.

Und auch Torhüter Fabio Coltorti, für den es der dritte Aufstieg mit dem Verein war, jubelte überschwänglich: «Nach vier langen Jahren endlich da, wo ich hergekommen bin: Erste Liga. Einfach super. Jetzt ist erstmal feiern angesagt.»

Trainer Ralf Rangnick humpelt verletzt vom Platz

Schmerzhaft endete der ausgelassene Start in den Partyabend für Rangnick. Auf der Flucht vor der Bierdusche seiner Spieler erlitt der Trainer und Sportdirektor eine Verletzung im linken Oberschenkel. Beim Spurt weg von Stürmer Davie Selke fasste sich der 57-Jährige an den hinteren Oberschenkel und stürzte auf den Rasen. Selke nutzte die Chance und übergoss den Coach mit einer vollen Ladung Bier. Anschließend humpelte Rangnick mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Platz und musste sich medizinisch behandeln lassen.

Nach dem zuletzt beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld vergebenen Matchball legten die seit drei Spielen sieglosen Leipziger - erstmals wieder mit Coltorti im Tor - beim erneuten Anlauf auf die Bundesliga mit hohem Tempo los. Das gefiel auch Red-Bull-Formel 1-Pilot Daniel Ricciardo und Ex-Fahrer Mark Webber. Die nach abgesessener Sperre zurückgekehrten Willi Orban und Stefan Ilsanker erhöhten zudem die Qualität im Kader. Die erste Großchance hatte der Däne Yussuf Poulsen in der 23. Minute, doch der Winkel auf der rechten Seite wurde zu spitz, um den Ball noch ins Tor zu spitzeln.

Keeper Coltorti hält seinen Kasten sauber

Dass die Sachsen nicht in Rückstand gerieten, verhinderte Coltorti mit einer Glanzparade vor dem freistehenden Dimitris Diamantakos (30.). Fast im Gegenzug glänzte KSC-Keeper René Vollath bei einem 20-Meter-Hammer von Lukas Klostermann. Das Team von Markus Kauczinski, der pikanterweise Nachfolger des neuen RB-Coachs Ralph Hasenhüttl in Ingolstadt wird, hielt gut dagegen. Glück hatte der KSC, als Halstenberg mit einem kapitalen Schuss aus vollen Lauf nur Zentimeter am Gehäuse vorbei traf.

Nach dem Wechsel spielte RB weiter Hochgeschwindigkeits-Fußball. Millimeterarbeit leistete der Schwede Forsberg, als er eine Hereingabe von Ilsanker mit der linken Fußspitze gegen zwei Karlsruher ins Tor bugsierte. Damit öffnete er um 16.39 Uhr das Tor zur Bundesliga. Alles perfekt hätte es Davie Selke (72.) vier Minuten nach seiner Einwechslung machen können. Der Acht-Millionen-Zugang scheiterte jedoch freistehend an Vollath.

In den Schlussminuten musste Leipzig weiter bangen, da Konkurrent 1. FC Nürnberg ja in Führung lag. Und der KSC gab sich nie auf. Erst ein kapitaler Fangfehler von Vollath nach einem Halstenberg-Freistoß sorgte in der 86. Minute für die Entscheidung. Und Mateschitz erwies sich mal wieder als Glücksbringer, denn bei seinen Kurzvisiten in der Messestadt hatte RB nie verloren.

Anne Grimm und Frank Kastner

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