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Popiesch ist an Kummer gewöhnt - Dresdner Eislöwen starten in die neue Saison der 2. Bundesliga

Popiesch ist an Kummer gewöhnt - Dresdner Eislöwen starten in die neue Saison der 2. Bundesliga

Nach einem "Sommertheater", das die "Stücke" der vergangenen Jahre noch in den Schatten stellte, starten die Dresdner Eislöwen am Sonntag in Kaufbeuren in die neue Saison.

Dresden .

Von Astrid Hofmann

Dass die Elbestädter seit dem erstmaligen Aufstieg 2005 jetzt ihre insgesamt siebente Zweitliga-Spielzeit in Angriff nehmen können, ist schon allein ein großer Erfolg. Die Leidensfähigkeit der Anhänger wurde auf eine harte Probe gestellt. Wohl auch die von Trainer Thomas Popiesch, der bei allem Ungemach dennoch nie seinen Optimismus verlor.

Dabei hatten die Blau-Weißen diesmal die Lizenz ohne Probleme erhalten, aber als die Katastrophe mit der sich hinziehenden Dachsanierung seinen Lauf nahm, schwebte plötzlich der mögliche Lizenzentzug wie ein Damoklesschwert über den Dresdnern. Denn ohne Heimspielstätte keine Lizenz. Doch am Ende zogen Stadt, Fans, Sponsoren an einem Strang, damit der Eishockeysport in der Landeshauptstadt erhalten bleibt. Nicht zuletzt zeigten sich die anderen Zweitligisten solidarisch und stimmten einem geänderten Spielplan zu, nach dem die Eislöwen bis Ende Oktober nur auswärts antreten oder spielfrei haben. Die durch fehlende Einnahmen entstehenden Einbußen werden durch Darlehen der Stadt kompensiert.

Ausgerechnet in dieser schwierigen Phase gab es auch noch den Wechsel in der Geschäftsleitung. Nachdem die Gesellschafter den Vertrag von Matthias Broda nach drei Jahren nicht verlängert hatten, übernahm ab 1. August Danilo Klee die Geschicke. Ungünstiger hätte für ihn der Start kaum sein können, zumal der frühere Storemanager eines Sportartikelgeschäfts erstmals einen Eishockey-Zweitligisten führt, mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen ist. So wollte sich der neue Geschäftsführer auch nicht zur Höhe des Saisonetats äußern. Zumindest Trainer Thomas Popiesch ließ wissen, dass er mit einem um zehn Prozent geringeren Spielerbudget auskommen muss. Obwohl der 47-Jährige, der in seine vierte Saison hinter der Eislöwen-Bande geht, an "Kummer" gewöhnt ist, war dieser Sommer auch für ihn einer mit besonderem Charakter: "Es kehrte wirklich nie richtig Ruhe ein. Aber es ist wohl mein Naturell, dass ich den komplizierten Weg wähle", kann er inzwischen darüber schmunzeln.

Der gebürtige Berliner versuchte, das Beste aus der Situation zu machen, den Abgang von immerhin zehn Cracks zu kompensieren. Dabei musste fast die komplette Defensive neu formiert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Ich denke, wir haben die Abgänge weitestgehend ersetzt", so Popiesch, der allerdings mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern erneut keinen breit aufgestellten Kader zur Verfügung hat und deshalb hofft: "Es wäre gut, wenn wir die wirtschaftliche Basis für Alternativen schaffen können, denn Verletzungen muss man einkalkulieren. Außerdem wäre es gut, wenn wir in den spielintensiven Phasen etwas Entlastung für unsere Cracks schaffen könnten. Noch so ein Ritt wie letzte Saison ist sicher nicht zu bewältigen."

Trotz allem ist der Cheftrainer mit der qualitativen Zusammensetzung seiner Truppe sehr zufrieden. So gelangen mit der Verpflichtung des Ex-Nationalspielers Jan Benda, der erfahrenen Justin Kurtz oder David Hajek echte Volltreffer, dazu konnten junge hungrige Cracks wie Veit Holzmann, Max Prommersberger oder André Huebscher geholt werden. Die Neuen seien reibungslos integriert, die Mannschaft spreche die gleiche Sprache und durch etwa drei gleichstarke Reihen sei sein Team diesmal noch ausgeglichener und damit weniger ausrechenbar, so die Einschätzung von Thomas Popiesch, der den Klassenerhalt als vordergründiges Ziel sieht, vor allem aber sagt: "Erfolgreich ist unsere Saison dann, wenn wir am Ende sportlich und wirtschaftlich solide dastehen."

Dresdner Eislöwen Magdeburger Straße 10, 01067 Dresden

Telefon: 0351/48 43 39 80, Fax: 4 84 33 98 11

E-Mail: info@eisloewen.de

Web: www.eisloewen.de

Geschäftsführer: Danilo Klee, Trainer: Thomas Popiesch

Energie-Verbund-Arena: 4012 Zuschauer

Eintrittspreise: Stehplatz 11 (erm. 8,50) Euro; Sitzplatz: 15/17,50 (erm. 11,50/13) Euro; bei Derbys und anderen Top-Spielen: 1 Euro Zuschlag; Jahreskarte Stehplatz: 224 (erm. 173) Euro; Super-Jahreskarte Stehplatz (mit Pokal, Playoffs/Playdowns): 275 (213) Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2012

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