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Polizei sperrt in Hamburg Rostocker Gästefans aus - ähnliche Situation für Dresden unwahrscheinlich

Polizei sperrt in Hamburg Rostocker Gästefans aus - ähnliche Situation für Dresden unwahrscheinlich

Fußballfans in ganz Deutschland diskutieren über eine Entscheidung der Hamburger Polizei: Wie am Donnerstag bekannt wurde, darf der FC St. Pauli aufgrund einer polizeilichen Verfügung für das Heimspiel gegen Hansa Rostock keine Gästetickets anbieten.

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Die Rostocker Fans fielen in dieser Saison schon mehrfach negativ auf. St. Pauli muss sie nun auf Polizeianordnung aussperren.

Quelle: dpa

De facto dürfen damit keine Hansa-Fans das Gastspiel am Millerntor sehen. Fans fürchten, dass künftig einzig die Polizei entscheidet, wer welches Spiel sehen darf.

Für Dresden gilt eine ähnliche Entscheidung aber als unwahrscheinlich. „Wir hatten in den letzten Jahren eine kontinuierliche Verbesserung in Dresden", beurteilt Torsten Rudolph, Geschäftsführer des Fanprojektes Dresden, die Situation. Bereits auf dem ersten Fantag des Fanprojektes am Dienstag hatten sich unter anderem Bürgermeister Detlef Sittel und Polizei-Einsatzleiter Bernd Pätzold positiv geäußert. Den letzten Wasserwerfer-Einsatz bei Dynamo-Heimspielen gab es im Dezember 2002 gegen Chemnitz, seit 2009 konnte die Zahl der Einsatzkräfte rund um Heimspiele der SGD um ein Drittel reduziert werden. Die Polizei selbst wollte den Fall am Freitag nicht kommentieren.

In dieser Saison gab es lediglich beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt einige Probleme, von Ausschreitungen kann bei Dynamo-Heimspielen aber seit Jahren nicht mehr gesprochen werden. Torsten Rudolph spricht auch von einem Lerneffekt der Fanszene, die sich spürbar bebessert habe.

Zudem sei für Dynamo derzeit keine Situation absehbar, bei der sich die Lage dermaßen zuspitzen könnte. Denn die Konstellation zwischen den Anhängern von Hansa Rostock und St. Pauli gilt als besonders heikel. Zwischen beiden Fangruppen existiert eine extreme Rivalität, regelmäßig kommt es bei den Spielen beider Clubs zu Ausschreitungen.

So wurde Hansa Rostock nach Krawallen beim Hinspiel gegen die Hamburger in dieser Saison bereits zu einem Geisterspiel verurteilt, das ausgerechnet die Partie gegen Dynamo Dresden erwischte. Dynamo wiederum hatte nach den Vorfällen in Dortmund aus eigenen Stücken sein Gästekontingent für das Spiel auf St. Pauli abgelehnt. Die Hamburger hatten daraufhin eigene Fans in den Gästeblock gelassen, die Einnahmen hieraus gingen zur Hälfte an das Dynamo-Fanprojekt.

Dresdens Fanprojekt-Chef Rudolph hofft nun, dass die Polizei mit ihrer Verfügung scheitert. Die Entscheidung sei willkürlich und hebele zudem die Sportgerichtsbarkeit in Teilen aus. St. Pauli lässt die Anordnung vor dem Hamburger Verwaltungsgericht prüfen.

sl

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