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Peter Pacult will bei Dynamo Dresden aussortieren - ein Stürmer und ein Mittelfeldspieler sollen noch kommen

Peter Pacult will bei Dynamo Dresden aussortieren - ein Stürmer und ein Mittelfeldspieler sollen noch kommen

Am Sonnabendabend traf der Dynamo-Tross in Lara ein, am Sonntagmorgen stellte sich Trainer Peter Pacult den mitgereisten Journalisten zum ersten Interview der Trainingslager-Tage.

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Peter Pacult (li.) spricht im Foyer des Hotels Miracle mit Dresdner Journalisten; rechts neben dem Dynamo-Trainer sitzt DNN-Mitarbeiterin Tina Hofmann.

Antalya-Lara. Für die DNN ist Tina Hofmann vor Ort. Frage: Was sind die elementaren Dinge, auf die es für Sie im Trainingslager ankommt? P. Pacult: Hier wird der Grundstein für die restlichen Spiele gelegt. Es muss so gearbeitet werden, dass wir bis zum 1. Februar in einer Verfassung und Form sind, mit der wir alles weitere bestehen können. Dass wir nicht am ersten Spieltag am Höhepunkt sein können, ist ganz klar. Das geht aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit und der Tatsache, dass nun mal einiges neu ist, nicht. Aber die Basis muss gelegt werden. Vier Testspiele stehen bereits fest. Worauf kommt es für Sie dabei an? Ich möchte sogar ein Testspiel mehr machen, also fünf. Es sollen alle Spieler ausreichend Einsatzzeit bekommen. Momentan habe ich 23 Feldspieler, ich werde in den nächsten Spielen sicher nicht großartig durchwechseln oder zwei Mal eine neue Elf drauf schicken. Das wäre zu riskant. Vielleicht wechseln wir gegen Darmstadt etwas mehr, aber gegen die anderen Gegner muss das Gros der Mannschaft stehen. Auch deshalb, weil sich die Spieler daran gewöhnen müssen, wieder über 90 Minuten durchzuhalten. Welche Erkenntnisse erwarten Sie? Ich möchte zumindest das Gerippe finden. Das, was mir im Moment im Kopf vorschwebt, steht schon. Ob das auch umzusetzen ist, ist ein andere Frage. Es geht nicht immer darum, schon alle elf benennen zu können, ein Stamm kann auch sieben, acht Spieler beinhalten. Was schwebt bereits in Ihrem Kopf? Wenn wir vom System reden, dann habe ich mein Grundprinzip mit zwei Spitze. Da muss ich erst sehen, ob das funktioniert. Die Frage lautet: Wer passt zu Poté? Wir haben sehr viele Mittelfeldspieler, damit ein sehr vielschichtiges Angebot haben. Normalerweise will man eine spielstarke Truppe haben, die am Ball sicher und ruhig ist. Wenn du aber nicht in die Spitze kommst, den Ball immer nur hin und her schiebst, dann schaut das vielleicht gut aus; es zählen aber nur die Tore. Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt auf Übungen, die den Angriffsfußball betreffen. Beim Test in Pirna haben Sie bereits eine offensivere Variante mit nur einem Sechser probiert. Ein Ansatz für die Zukunft? Ich sehe den Spieler nicht, der das Bindeglied zwischen Stürmer und Mittelfeld sein könnte. Fußballerisch war das in Pirna ganz okay, aber wenn wir in die Spitze kommen, sind wir noch zu oft in Unterzahl. Das ist relativ einfach zu erklären: vorher wurde eben anders gespielt. Jetzt müssen wir versuchen, das Spiel 15, 20 Meter weiter nach vorn zu bringen. Dann ist es auch kein Problem, wenn du nur mit einer Spitze spielst, so wird heutzutage ohnehin agiert. Man sieht es nur noch selten, dass mit zwei Stürmern gespielt wird; eher mit torgefährlichen Mittelfeldspielern, die zudem die Spitze mit Pässen bedienen. Den klassischen Zehner gibt es nicht mehr. Welche Überlegungen gibt es in Sachen Neuverpflichtung für den Sturm? Wir müssen ein Gegenstück zu den Stürmern finden, die wir haben. Mickael Poté ist sehr nach vorn gerichtet und kopfballstark. Pavel Fort ist eher der Brechertyp, Petar Sliskvovic kann ich noch nicht so gut beurteilen. Für mich spielt er noch zu leichtfertig. Technisch kann er eine Menge, aber ob er Zug zum Tor und einen guten Abschluss hat, kann ich noch nicht sagen, weil ich es von ihm im Training noch nicht gesehen habe. Die Frage ist: Finden wir einen spielstarken Stürmer, der um Poté herum agieren kann? Gibt es Kandidaten? Die gibt es. Aber ob die kommen und ob wir sie uns leisten können, ist unklar. Im Moment gehen wir viele Spieler durch, die uns angeboten werden. Es ist schwierig, jemanden zu finden, den man kennt und von dem man weiß, dass er uns sofort weiterhilft. Der Markt gibt im Moment auch nur ganz, ganz wenige deutsche Spieler her. Wir müssen auch überlegen, wer uns auf der Mittelfeldposition taktisch und spielerisch weiterhelfen kann, wer hier sofort einschlägt. Die Masse ist bei uns da, die Klasse wohl auch. Ich kann aber nicht jede Woche einen anderen bringen. Sie wollen Spieler abgeben? Wenn jemand weg will oder sich nicht wohlfühlt, dann werden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Ich kann im Training nicht immer zwölf gegen zwölf spielen. Da stimmen die Laufwege und das Tempo nicht mehr, die Qualität des Trainings leidet. Heißt, dass einige demnächst bei der zweiten Mannschaft schwitzen müssen? Das kann sein. Es wird sicher kein großes Juchhé geben, aber das ist eine Entscheidung, die ich zugunsten der Trainingsqualität treffen muss. Das heißt aber nicht, dass derjenige ganz weg ist. Durch Verletzungen oder andere Ausfallgründe gibt es immer die Möglichkeit zur Rückkehr. Wie halten Sie es mit den Torhütern? Wir wechseln durch. In den Testspielen wird immer zur Halbzeit getauscht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.01.2013

Tina Hofmann

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