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Olympia-Traum für sechs Dresdner nun endgültig wahr

Zika-Virus kein großes Thema Olympia-Traum für sechs Dresdner nun endgültig wahr

Für sechs Dresdner Sportler ist der Traum von den Olympischen Spielen in Rio jetzt endgültig Wahrheit geworden: Die drei Wasserspringer Tina Punzel, Sascha Klein und Martin Wolfram, Leichtathletin Jenny Elbe (alle DSC) sowie die beiden Kanuten Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“) und Tom Liebscher (KC Dresden).

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Kopfüber ins Glück: Wasserspringer Sascha Klein (DSC) gehört zu den sechs Dresdnern, die der DOSB für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bereits nominiert hat.

Quelle: dpa

Dresden. Für sechs Dresdner Sportler ist der Traum von den Olympischen Spielen in Rio jetzt endgültig Wahrheit geworden. Die drei Wasserspringer Tina Punzel, Sascha Klein und Martin Wolfram, Leichtathletin Jenny Elbe (alle DSC) sowie die beiden Kanuten Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“) und Tom Liebscher (KC Dresden) gehören zu jenen 143 Athleten, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gestern in seiner zweiten Nominierungsrunde für die Spiele in Rio benannte. Auch die Ruder-Olympiasieger im Doppelvierer von 2012, die Ex-Dresdner Karl Schulze (jetzt Berlin) und Tim Grohmann (jetzt DHfK Leipzig) sowie der Wurzener Philipp Wende (DHfK Leipzig) stehen im Aufgebot. Allerdings muss Tim Grohmann mit der undankbaren Rolle als Ersatzmann für den Skull-Bereich (Doppelzweier und Doppelvierer) vorlieb nehmen.

Während Sascha Klein bereits seine dritten Spiele in Angriff nimmt, geben Tina Punzel, Jenny Elbe sowie Steffi Kriegerstein und auch Tom Liebscher (war in London als Ersatzmann dabei, ohne aber im olympischen Dorf zu wohnen) ihr Olympia-Debüt. Tina Punzel jubelte gestern: „Ein Traum wird wahr.“ Natürlich war auch bei allen Anderen die Freude riesengroß. Auch DSC-Präsident Wolfgang Söllner betonte: „Wir sind sehr stolz, dass sich für mindestens vier unserer Sportler das jahrelange Training auf diesen Höhepunkt hin ausgezahlt hat.“ Mit DSC-Speerwerfer Lars Hamann könnte noch ein weiterer Dresdner das Rio-Ticket buchen. Der 27-Jährige hat die Norm erfüllt und will mit einer guten Leistung bei der EM in Amsterdam (6. bis 10. Juli) endgültig alles klar machen für seine erste Olympia-Teilnahme. Bei der dritten und letzten Nominierungsrunde am 12. Juli soll dann auch sein Name dabei sein.

Fünfeinhalb Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele haben damit bereits 187 deutsche Sportler ihr Ticket für Rio de Janeiro sicher. Ende Mai waren schon 44 Athleten in die deutsche Mannschaft berufen worden, die am Zuckerhut aus insgesamt rund 440 Sportlern bestehen soll. Da sich die Rugby-Auswahl nicht für Olympia qualifizieren konnte, fällt das Team etwas kleiner aus, als noch vor ein paar Wochen verkündet. Damals hatten die Verantwortlichen von rund 450 möglichen Startern gesprochen. „Wir machen uns dennoch voller Zuversicht auf den Weg nach Rio“, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper. Das Ziel steht seit Monaten: Es soll mindestens genauso viele Medaillen geben wie vor vier Jahren in London. Damals holten die deutschen Sportler insgesamt 44 Mal Edelmetall.

Unter den gestern nominierten Athleten sind einige Hochkaräter, die in Rio für Medaillen sorgen sollen. So stehen die deutschen Olympioniken unter anderem im Kanu, Rudern und Moderner Fünfkampf mit Lena Schöneborn an der Spitze sowie im Wasserspringen fest. „Ich brenne für eine weitere Medaille und werde alles dafür geben – selbst die Zika-Mücken sollen sich vorsehen“, sagte Wasserspringer Patrick Hausding, der 2008 in Peking Silber im Synchron-Springen vom Zehn-Meter-Brett gewonnen hatte. Der in Brasilien grassierende Zika-Virus ist auch im deutschen Lager ein Thema. Vesper erklärte gestern aber noch einmal, dass die deutschen Sportler bestens informiert seien und sich die Lage in Rio zudem deutlich entspannt habe. „Die Mücke ist im Winter längst nicht so aktiv wie im Sommer“, sagte der Chef de Mission.

Auch sonst sieht Vesper den Sommerspielen voller Zuversicht entgegen. Die Sportstätten seien nun allesamt fertiggestellt, auch die finanziellen Probleme der Stadt würden sich nicht negativ auf die Spiele auswirken, ist sich Vesper sicher. Die Bedingungen für ein erfolgreiches Abschneiden seien also gegeben. „Unsere Sportler fahren nicht als Touristen dahin, sie wollen dort ihre persönlichen Bestleistungen abrufen“, sagte Vesper.

Ob sich die deutschen Leichtathleten in Rio auch mit Sportlern aus Russland messen müssen, ist nach wie vor offen. Viele der vom Weltverband IAAF gesperrten Athleten haben angekündigt, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen ihren Olympia-Ausschluss klagen zu wollen. Vesper forderte die IAAF deshalb auf, ihre Beschlüsse zu präzisieren. „Es wäre gut, wenn die IAAF die Kriterien für die, die sich außerhalb des russischen Doping-Kontrollsystems testen lassen, sehr genau niederlegen würde“, sagte Vesper. Nur so seien Transparenz und Chancengleichheit zu gewährleisten.

Die ersten Sportler werden sich bereits am 24. Juli auf den Weg nach Rio machen, die offizielle Verabschiedung des deutschen Teams ist für den 1. August in Frankfurt am Main vorgesehen. Auch die Willkommensfeier findet in Frankfurt statt: am 23. August sollen die möglichst erfolgreichen deutschen Athleten auf dem Balkon des Römers empfangen werden. „Ich hoffe, die Spiele werden ein riesengroßes Fest“, sagte Vesper.

Von Astrid Hofmann und Lars Reinefeld

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