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Olympia-Aus für Andrej Martin im Achtelfinale

Dennoch großer Erfolg für Blasewitzer Tennis-Ass Olympia-Aus für Andrej Martin im Achtelfinale

Am späten Donnerstagabend war das olympische Tennis-Turnier in Rio de Janeiro für das Blasewitzer Tennis-Ass Andrej Martin im Herren-Einzel im Achtelfinale zu Ende. Viel später als zuvor erwartet, denn der 26-jährige Slowake zählte zu den Außenseitern.

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Händeschütteln mit einem Branchenriesen: Nach der Achtelfinal-Niederlage gegen Top-Ten-Spieler Kei Nishikori konnte der Blasewitzer Andrej Martin (r.) trotzdem stolz sein.

Quelle: imago

Rio de Janeiro. Am späten Donnerstagabend war das olympische Tennis-Turnier in Rio de Janeiro für das Blasewitzer Tennis-Ass Andrej Martin im Herren-Einzel im Achtelfinale zu Ende. Viel später als zuvor erwartet, denn der 26-jährige Slowake zählte als aktuelle Nummer 121 der ATP-Weltrangliste gegen die ganz Großen dieser Tennis-Welt zu den Außenseitern. So ging Kei Nishikori als haushoher Favorit in das Match mit Andrej Martin und wurde dieser Rolle auch gerecht. Nach einer guten Stunde der 6:2, 6:2-Sieg des 26-jährigen Japaners fest.

Die Zahlen machen deutlich, mit welchem Hochkaräter es der Blasewitzer zu tun bekommen hatte. Im September 2014 wurde Nishikoro bei den US Open in New York erst im Finale vom Kroaten Marin Cilic gestoppt und seitdem gehört der Japaner ununterbrochen zu den Top 10 der Weltrangliste. Dieser Erfolg war auch ausschlaggebend dafür, dass er 2014 in Japan zum Sportler des Jahres gekürt wurde. Aktuell ist Nishikori, der schon elf ATP-Turniere gewonnen hat, die Nummer sieben in der Welt, war aber schon Vierter. Dadurch hat er bisher fast 14 Millionen Dollar an Preisgeld eingespielt. Das wird aber noch bei weitem durch seine Einnahmen von Sponsoren übertroffen, denn die stehen bei dem überaus beliebten Sportler in Japan Schlange und nicht umgekehrt. In Rio de Janeiro gehört Kei Nishikori zu den heißen Anwärtern auf olympisches Edelmetall.

Dagegen sieht sich das, was der ebenfalls 26-jährige Andrej Martin an Meriten vorzuweisen hat, eher bescheiden an. Zwar beendete er Challenger- und Future-Turniere im Einzel schon 15 Mal und im Doppel sogar 19 Mal als Sieger, doch bei großen ATP-Turnieren blieb ihm ein solcher Erfolg bisher versagt. Immerhin stand er erst in jüngster Vergangenheit einmal im Endspiel. Das war Ende Juli im kroatischen Umag der Fall, wo er vom Italiener Fabio Fognini gestoppt wurde. Dadurch schaffte Martin als Nummer 98 erstmals den Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste, aus denen er aber eine Woche später wieder herausfiel.

Auch deshalb stellt der Einzug ins Olympia-Achtelfinale einen großen Erfolg für ihn dar, denn er wird mit 70 Punkten belohnt. Die bringen ihn in der kommenden Montag in der Weltrangliste den besten 100 wieder einen großen Schritt näher. Im Doppel ist Martin nach wie vor deutlich höher notiert. Im November 2015 zog er erstmals unter die Top 100 der Welt ein, einen Platz, den er bis heute ständig behaupet hat und aktuell die Nummer 77 ist. Auch das bisher von ihm errungene Preisgeld sieht sich -zumindest gemessen an Nishikori- mit 620.000 Dollar bescheiden an.

So trennen sich auch in den nächsten Wochen die Wege der beiden Tennisspieler, die sich am Donnerstagabend in Rio de Janeiro gegenüberstanden. Nishikoro nimmt am mit 4,4 Millionen Dollar Preisgeld dotierten Turnier in Cincinetti im US-Staat Ohio teil, das zur exklusiven Masters-Serie 100 der ATP zählt. Martin startet ab Montag bei einem Challenger im italienischen Cordenons, wo es um 42500 Euro Preisgeld geht. Bei den vom 29. August bis 11. September stattfindenden US Open könnten sich die Wege der beiden Olympia-Kontrahenten vom Donnerstag erstmals wieder kreuzen, wobei in New York Andrej Martin zumindest im Einzel wahrscheinlich erst die harte Qualifikation bestreiten muss.

Natürlich hat er von der Ferne auch aufmerksam beobachtet, dass sein Blasewitzer Team gegen den Abstieg kämpft. „Ich hätte wirklich gern geholfen, aber dazu ist es ja nun leider nicht gekommen. Hoffentlich schafft sie es, in der 2. Bundesliga zu bleiben. Ich möchte nächstes Jahr wieder aktiv dabei sein, wenn man mich in Dresden noch will“, so Martin. Der Blasewitzer Teammanager Sven Grosse lässt keinen Zweifel daran, dass man auch in Zukunft auf den Slowaken baut.

Rolf Becker

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