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Ohne Pause unters Hallendach

Tennis Ohne Pause unters Hallendach

Voriges Wochenende wurden bei den Sächsischen Doppel- und Mixed-Landesmeisterschaften in Leipzig noch die letzten Tennis-Titel der Saison 2016 im Freien vergeben. Inzwischen ist der Umzug in die Hallen schon in vollem Gange. Das zeigt, dass sich auch bei uns Tennis inzwischen zu einer Ganzjahressportart entwickelt hat.

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Netzpfosten wie im Tennismekka Wimbledon zieren die Pappritzer Halle.

Quelle: Christel Becker

Dresden. Voriges Wochenende wurden bei den Sächsischen Doppel- und Mixed-Landesmeisterschaften in Leipzig noch die letzten Tennis-Titel der Saison 2016 im Freien vergeben. Inzwischen ist der Umzug in die Hallen schon in vollem Gange. Das zeigt, dass sich auch bei uns Tennis inzwischen zu einer Ganzjahressportart entwickelt hat. Das ist umso bemerkenswerter, weil es zu DDR-Zeiten überhaupt noch keine einzige Tennishalle gab. Hier und da wurde in Schulsporthallen auf Parkettböden trainiert. Doch nach der Wende schossen in ganz Sachsen Tennis-Hallen wie Pilze aus dem Boden, und inzwischen sind es schon 37 an der Zahl. Damit kann der Bedarf im gesamten Freistaat flächendeckend befriedigt werden. In Dresden wurde als erste 1994 die Vier-Feld-Halle des TC Blau-Weiß Blasewitz in der Hepkestraße in Betrieb genommen, die bis heute die einzige vereinseigene im Freistaat geblieben ist.

Ebenfalls schon seit den 90er Jahren gibt es auch in Pappritz ganz in der Nähe des Fernsehturms eine Tennishalle mit vier Feldern. Deren ganz besonderes Markenzeichen sind Netzpfosten, wie sie ansonsten nur im Tennis-Mekka Wimbledon vorzufinden sind. Doch diese Halle schlummerte fast ein Jahrzehnt im Dornröschenschlaf und wurde erst im Winter 2014/15 wieder zu neuem Leben erweckt. „Uns war von vornherein klar, dass es sich lohnt, diese Halle wieder zu neuem Leben zu erwecken. Und das sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für die Durchführung von Wettkämpfen“, unterstreicht Rainer Dausend. Der Präsident des Sächsischen Tennis Verbands (STV) hat maßgeblichen Anteil, dass in Pappritz wieder regelmäßig Tennis gespielt werden kann. Inzwischen ist diese Halle auch offizieller Trainingsstützpunkt Dresden des Sächsischen Tennis Verbands.

Ein Blick auf den sächsischen Tennis-Terminkalender im Winterhalbjahr 2016/17 macht deutlich, dass durch Pappritz auch in der Hallensaison in Dresden wieder höherrangige Turniere über die Bühne gehen, die sonst fast ausschließlich in der Verbandshalle in Leipzig ausgetragen wurden. Seit dem Vorjahr ist Dresden-Pappritz sogar Austragungsstätte für die bedeutendste Hallen-Veranstaltung in Sachsens Tennis. Vom 18. bis 20. November findet hier die dritte Auflage der Offenen Ostdeutschen Hallentennis-Meisterschaften der Damen statt, bei denen es um Punkte für die deutsche Rangliste geht.

Das ist ebenfalls noch bei drei weiteren in diesem Winter in der Pappritzer Halle stattfindenden Turnieren der Fall, die unter der Regie des SV Dresden-Mitte durchgeführt werden. Das sind der Dresdner Silvestercup, der vom 29. bis 31. Dezember seine Premiere erlebt, die 2. Offenen Dresdner Hallentennis-Meisterschaften vom 10. bis 12. Februar und die 1. Pappritz Open vom 3. bis 5. Februar. „Bei diesen Turnieren wird auf jeden Fall Tennis vom Feinsten geboten, und das sowohl bei den Damen als auch Herren“, ist Jeremy Puth sicher. Der 34-jährige Radebeuler, der Mitglied des SV Dresden-Mitte ist, hält als Oberschiedsrichter bei allen vier Veranstaltungen die Fäden in der Hand.

Der Auftakt zur Hallentennissaison 2016/17 wird schon am kommenden Sonnabend mit dem 11. Blasewitzer Hallencup in der Halle Hepkestraße vollzogen, bei dem es um Leistungsklassenpunkte geht. Eine Woche später beginnen die Punktspiele um den Wintercup. In der Oberliga, in der Hallensaison die höchste Spielklasse für die sächsischen Clubs, ist Dresden bei den Damen mit dem Titelverteidiger Blau-Weiß Blasewitz und dem TC Bad Weißer Hirsch sowie bei den Herren mit Blau-Weiß Blasewitz, dem SV Dresden-Mitte und dem ESV Dresden vertreten. Turniere für den jüngsten Nachwuchs nehmen auch in der Hallensaison einen breiten Raum ein. Die traditionelle Steffi-Graf-Turnierserie macht in diesem Winter auch in Dresden und Umgebung mehrfach Station, so in Pirna, im Sportpark Dresden, in der Blasewitzer Halle Hepkestraße, in Radeberg und in Pappritz.

Von Rolf Becker

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