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Oberliga Süd: Bautzen schrammt haarscharf an Niederlage vorbei - peinliche Dynamo-Pleite

Oberliga Süd: Bautzen schrammt haarscharf an Niederlage vorbei - peinliche Dynamo-Pleite

Das war nichts für schwache Nerven. Als Spitzenreiter war Budissa Bautzen nach Jena gefahren, aber unterhalb der Kernberge entgingen die Spreestädter nur um Haaresbreite der ersten Saison-Niederlage.

Nach vier Siegen in Folge reichte es bei Carl Zeiss Jena II mit Ach und Krach zu einem 2:2 (1:1). Erst 120 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit fiel der Ausgleich der Gäste, für den auch noch ein Jenaer herhalten musste. Hendrik Matschiner war der Unglücksrabe auf Seiten der Thüringer, wobei die Gäste dafür plädierten, Stefan Höer den (Kopfball-)Treffer anzuerkennen. Schiedsrichter Patrick Kluge (Zeitz) blieb aber bei seiner Meinung.

Immerhin 156 Zuschauer hatten sich eingefunden, um das Gastspiel des (bisherigen) Tabellenführers mitzuerleben, das im Anschluss an die Regionalliga-Begegnung der Zeiss-Profis gegen Herthas Amateure (2:0) angepfiffen wurde. Den besseren Start erwischten die Hausherren, die durch Maxim Banaskiewicz verdientermaßen in der 13. Minute das 1:0 markierten. Budissa steigerte sich danach und konnte noch vor dem Seitenwechsel durch Sylvio Schwitzky ausgleichen (28.). Ein von Florian Schmidt verwandelter Strafstoß brachte Jena II erneut in Vorhand (54.) und Bautzen wieder in Zugzwang. Bis kurz vor Schluss rannten die Budissen gegen die ab der 61. Minute in Unterzahl agierenden Hausherren (Gelb-Rot für Schmidt) vergeblich an. "Das war ein sehr gutes und temporeiches Oberligaspiel."

"Meine Jungs haben trotz des zweimaligen Rückstandes Moral gezeigt. Nach der Gelb-Roten Karte hat Jena hinten zugemacht und es war dann sehr schwierig für uns. In der Schlussphase hatten wir sogar noch zwei Chancen zum 3:2", resümierte Budissas Sportchef Thomas Hentschel. Trotz des Punktgewinns zog Aufsteiger FC Oberlausitz in der Tabelle an Bautzen vorbei, was Hentschel so kommentierte: "Die Neugersdorfer sind aus meiner Sicht ohnehin der Titelfavorit. Bisher spielen sie diese Rolle auch konsequent."

Beim FCO waren die drei Punkte allerdings auch fest einkalkuliert, da mit Aufsteiger SV Schott Jena der Staffelletzte anreiste. Vor 244 Zuschauern brachten Jaroslav Dittrich (9.), Jan Nezmar (44.), Philip Heineccius (53.) und der eingewechselte Ex-Bautzener Marrack (70., 83.) die deutliche Überlegenheit der Neugersdorfer auch im Ergebnis zum Ausdruck. Trainer Manfred Weidner hat mit der vom Bautzener Kollegen Hentschel zugedachten Favoritenrolle keine Probleme: "Wir haben eine gute Mannschaft und wollen oben mitspielen. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir mittelfristig die Regionalliga anpeilen. Im Moment geht es vor allem darum, in dieser Liga einen guten Eindruck zu hinterlassen und das ist uns bisher gut gelungen."

Weder die U 23 der SG Dynamo Dresden noch der Heidenauer SV konnten punkten. Während die Schwarz-Gelben mit Florian Fromlowitz zwischen den Pfosten eine peinliche 0:6 (0:3)-Niederlage beim Chemnitzer FC II kassierten, verlor der HSV in Rudolstadt sehr unglücklich mit 0:1 (0:0). Einen Foulelfmeter in der letzten Spielminute nutzte Gastgeber FC Einheit zum Siegtreffer durch Christoph Grabinski. Auf dem Spielprotokoll wurde übrigens Christian Fröhlich, der nicht spielte, als HSV-Trainer (!) geführt. Sportvorstand Torsten Mönch: "Ich werde mich nächste Woche mit unserem Chefcoach Bernd Fröhlich beraten, wie wir weiter verfahren." Fröhlich hatte angekündigt, in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr auf die Trainerbank zurückzukehren, weil er seine ganze Kraft und Zeit seinem vom Hochwasser schwer beschädigten Firmengebäude in Dresden-Laubegast widmen will.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.09.2013

Jürgen Schwarz

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