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Nur Thomas Schneider wird den DSC in London vertreten

Nur Thomas Schneider wird den DSC in London vertreten

Die deutschen Leichtathleten kehrten gestern Abend von den Europameisterschaften aus Helsinki zurück. Im Flieger nach Hause saßen auch die drei DSC-Athleten Jenny Elbe, Georg Fleischhauer und Thomas Schneider.

Dresden .

Dresden (DNN). Die deutschen Leichtathleten kehrten gestern Abend von den Europameisterschaften aus Helsinki zurück. Im Flieger nach Hause saßen auch die drei DSC-Athleten Jenny Elbe, Georg Fleischhauer und Thomas Schneider. Nur 400-m-Läufer Thomas Schneider hatte Edelmetall und das Olympia-Ticket in der Tasche. Als Schlussläufer der 4 x 400-m-Staffel, die in Finnland Bronze holte, erfüllte der erst vor dieser Saison von Potsdam nach Dresden gewechselte DSC-Neuzugang die in ihn gesetzten Erwartungen. Aller Voraussicht nach wird der 23-jährige gebürtige Forster der einzige Leichtathlet sein, der in London die Farben des Dresdner Traditionsvereins vertritt.

"Um ehrlich zu sein, ist das für uns schon eine Enttäuschung. Unsere Zielstellung, mit drei Sportlern bei Olympia vertreten zu sein, haben wir damit nicht erfüllt", brachte es Cheftrainer Dietmar Jarosch ungeschminkt auf den Punkt. Wir waren mit sechs Athleten angetreten, um die Qualifikation für London zu schaffen. Mit Hochspringer Raúl Spank, 400-m-Hürdenläufer Georg Fleischhauer und Thomas Schneider waren drei davon eine feste Bank. Nur einer ist am Ende durchgekommen", fügte Jarosch an, der gestern Abend auch nicht mehr wirklich an eine Ausnahmeregelung für Fleischhauer hoffte.

Der deutsche Meister verfehlte in Helsinki im Halbfinale die Olympia-Norm um 22 Hundertstel, konnte im Finale nichts mehr draufsetzen, belegte Platz sechs. "Es hat sich gezeigt, dass die rund acht Wochen Trainingsausfall wegen seiner Achillessehnenbeschwerden nicht wettzumachen waren. Am Ende gingen ihm die Kräfte aus. Jetzt müssen wir damit zufrieden sein, dass er sich für den EM-Endlauf qualifiziert hat", bilanzierte Fleischhauers Heimtrainerin Erika Falz. Sie gab auch zu: "Natürlich würden wir einen Luftsprung machen, würde der DLV ihn noch berücksichtigen, doch ich glaube nicht daran."

Für Dreispringerin Jenny Elbe war in Helsinki bereits im Vorkampf Endstation, dennoch zeigt sich Trainer-Vater Jörg Elbe nicht unzufrieden: "Wir sind hin- und hergerissen. Zum einen sprang Jenny eine sehr konstante Serie. Angesichts des Ausfalls wegen ihres Pfeifferschen Drüsenfiebers war die Leistung von 13,98 m in Ordnung. Das hat gezeigt, dass sie den Übergang vom Junioren- in den Erwachsenenbereich gemeistert hat. Allerdings war es sehr schade, dass sie das Finale so knapp verfehlte", so der Vater. "Sie hat aber auch gesehen, dass die Weltspitze noch ein ganzes Stück entfernt ist", meint Dietmar Jarosch.

Während Jenny Elbe und Georg Fleischhauer zumindest die EM-Teilnahme für sich verbuchen können, platzen die Träume der Hochspringer Raúl Spank und Matthias Haverney schon vorher. Spank machte ein Achillessehnenriss einen Strich durch die Rechnung und auch Haverney wurde von Achillessehnen-Beschwerden ausgebremst. Beide befinden sich derzeit in der Rehabilitation. Dietmar Jarosch sieht auf jeden Fall Redebedarf: "Wir müssen die Ursachen analysieren, können das Ganze keinesfalls so vorbeirauschen lassen. Wenn erwartete Leistungen nicht erbracht werden, fragen dann am Ende auch die Sponsoren nach."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2012

Astrid Hofmann

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