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Noch vier Wochen Zeit für Verhandlungen über MotoGP-Zukunft in Hohenstein-Ernstthal

Sachsenring Noch vier Wochen Zeit für Verhandlungen über MotoGP-Zukunft in Hohenstein-Ernstthal

Gibt es auch 2017 und in den folgenden Jahren den MotoGP auf dem Sachsenring? Diese Frage soll in spätestens vier Wochen beantwortet werden, meint der ADAC in München. Hinter den Kulissen wird verhandelt.

Valentino Rossi liebt den Sachsenring.

Quelle: ANP

Hohenstein-Ernstthal. In spätestens vier Wochen soll feststehen, ob es den Motorrad Grand Prix (MotoGP) auf dem Sachsenring auch in den nächsten fünf Jahren gibt. Das sagte ein ADAC-Sprecher in München auf DNN-Anfrage. Entscheidend ist dabei aus Sicht des Automobilclubs, der beim Deutschland Grand Prix Lizenznehmer des spanischen Rennveranstalters Dorna ist, ob die Veranstalter aus Sachsen willens sind, den bereits ausgehandelten Vertrag mit dem ADAC zu unterzeichnen, heißt es aus München weiter.

Das bedeutet, das Heft des Handelns liegt in Hohenstein-Ernstthal bei der Sachsenring-Rennstrecken Management GmbH (SRM). Sie muss aus Sicht des ADAC bis Ende der zweiten Augustwoche „Klarheit schaffen“. Den Verantwortlichen in München geht es dabei darum, ob die SRM „organisatorisch wie auch finanziell in der Lage ist, den Vertrag zu erfüllen“.

In Hohenstein-Ernstthal will man sich dazu derzeit nicht äußern. „Es handelt sich um laufende Vertragsverhandlung“, begründete SRM-Sprecherin Judith Pieper-Köhler die Zurückhaltung der Firma, die den MotoGP auf dem Sachsenring ausrichtet, seit der ADAC Sachsen 2011 das Handtuch geworfen hatte. „Vor Sonntag werden wir dazu auch keine Aussage treffen können“, lässt sie durchblicken, dass auch am bevorstehenden Rennwochenende verhandelt wird.

Unterdessen ist die Region gerüstet für den Ansturm hunderttausender Motorsportfans. Bei den Rennen am Sonntag gelten in der Königsklasse die üblichen Verdächtigen als Favoriten: Marc Marquez (Repsol Honda), der auch in den vergangenen drei Jahren auf der Traditionsrennstrecke gewonnen hat, vielleicht auch sein unmittelbarer Verfolger im aktuellen MotoGP-Klassement Jorge Lorenzo (Movistar Yamaha). Weniger Chancen hat Lorenzos Teamkollege, der Publikumsliebling Valentino Rossi. Der hat am Mittwoch mit einer Äußerung überrascht, die für eine neue Liebe spricht. Rossi, dem stets nachgesagt wurde, dass er den Sachsenring nicht mag, weil es dort eng ist, kurvenreich und weil die Rennstrecke wenig Vollgasabschnitte hat, stellte fest: „Ich liebe diese Strecke und am Sonntag will ich mein bestes geben, um ein gutes Rennen zu fahren.“

Weniger große Aussichten auf einen Sieg haben einmal mehr die deutschen Piloten. Moto2-Pilot Jonas Folger aus dem deutschen Dynavolt IntactGP-Team galt als einer der großen Favoriten auf den Titel und untermauerte das zu Saisonbeginn mit zwei Podestplätzen. Doch ab dem Moment, als er einen Vertrag beim französischen Tech3-Yamaha-Team für das kommende Jahr in der MotoGP unterschrieb, ging es bergab. Folger macht das an technischen Veränderungen an seiner Kalex fest. Sein Teamchef Jürgen Lingg glaubt aber auch an psychischen Druck, der seit dem zeitig veröffentlichten Wechsel auf ihm lastet. Sei es drum: Auf dem Sachsenring wird Folger wieder zu alten Einstellungen zurückkehren. Damit hofft er, wieder um Podestplätze kämpfen zu können.

Von denen ist sein Teamkollege Sandro Cortese derzeit meilenweit entfernt. Der Berkheimer – 2012 nach 41 Jahren Wartezeit bislang letzter deutscher Heim-Grand-Prix-Sieger – erlebt ein Seuchenjahr mit technischen Problemen und Verletzungen. Bislang sah er die Top-10-Ränge nur aus der Entfernung. Er klammert sich derzeit an jeden Strohhalm. „Ich denke, auf dem zwölften Platz von Assen können wir aufbauen“, sagt der Italo-Schwabe.

Im Schatten der beiden IntactGP-Piloten sollte sich Marcel Schrötter entwickeln. Seit er im spanischen AGR-Team auf konkurrenzfähigem Material fährt, steht er verstärkt im Fokus. Noch konnte er sein Potenzial in diesem Jahr nicht abrufen. „Ein Platz unter den besten Zehn wäre am Sachsenring eine gute Leistung“, gibt er das Ziel aus.

Einen eindeutigen Favoriten gibt es in dieser umkämpftesten aller drei Klassen nicht. Die WM-Wertung wird von den punktgleichen Johann Zarco aus Frankreich und Alex Rins aus Spanien angeführt. Der Brite Sam Lowes folgt mit fünf Punkten Abstand und auch der Schweizer Tom Lüthi ist im Kampf um die Krone nicht chancenlos.

Von Christoph Springer

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