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Niederlage: Dynamo Dresden kämpft gegen die Krise - Loose muss zum Rapport

Niederlage: Dynamo Dresden kämpft gegen die Krise - Loose muss zum Rapport

Nach dem 0:2 gegen Union Berlin stemmt sich Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden gegen die Krise. Mit nur zwei Siegen und neun Zählern aus zwölf Partien stehen die Schwarz-Gelben nur dank des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz.

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0:2 gegen Union Berlin - Dynamo Dresden steckt im Abstiegskampf.

Quelle: Stephan Lohse

Vom Tabellenende trennt die Dresdner nur ein Punkt.Trainer Ralf Loose musste sich am Montag vor dem Aufsichtsrat erklären. Hinzu kommt, dass ein Teil der Fans langsam die Geduld verliert. Nach der bitteren aber verdienten Pleite gegen Berlin gab es ein gellendes Pfeifkonzert. Die „Ultras Dynamo“ sowie andere Fangruppierungen hatten ihre Zaunfahnen da längst eingeholt. Die letzten zehn Minuten des Spiels war selbst der sonst stimmgewaltige K-Block mucksmäuschenstill.

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Friedlich und ohne Drängeln: Einlass ins Stadion.

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Man müsse Geduld mit der Mannschaft haben, warb Trainer Ralf Loose nach dem Union-Spiel um mehr Zeit. Da Dynamo immer wieder Spieler verpflichte, die bei ihren vorherigen Vereinen keine oder kaum Spielpraxis sammeln konnten, sei eben Zeit nötig, um die Neuzugänge aufzubauen. Das Problem: Wie schon oftmals zuvor in dieser Saison war Dynamo gegen Union die bessere Mannschaft. Individuelle Fehler sorgen aber immer wieder dafür, dass dem Gegner wenige Chancen reichen, um zu treffen. Dynamo hingegen rennt oftmals erfolglos an.

Das Team müsse defensiv mehr Präsenz zeigen und zur Sicherheit des Vorjahres zurückkehren, fordert Trainer Loose. „Wir haben noch genug Zeit“, verwies Cristian Fiel darauf, dass erst zwölf Spiele absolviert sind. Die Mannschaft werde hart arbeiten, um endlich wieder das Tor zu treffen, versprach er. Letztes Jahr sei eben der eine oder andere Ball „reingerutscht“, ohne dass die Mannschaft manchmal genau gewusst hätte, wie das geklappt hat. Dieses Glück müsse sich das Team jetzt wieder erarbeiten.

Man dürfe den Teufel nicht an die Wand malen, bat auch Keeper Benjamin Kirsten um mehr Geduld. Man stehe hinten drin und müsse sehen, dass man die Kurve bekommt. Spielerisch sei die Mannschaft aber gut in Schuss. Es gehe jetzt darum, das in Punkte umzumünzen.

Gegen Berlin war das gar nicht gelungen. Dynamo rannte an, fand aber keine Mittel gegen die gute Defensive. Zudem entpuppten sich die Dresdner schnell als ideenlos im Spiel nach vorn. Einzig Cristian Fiel gelang es, das Spiel ein wenig zu ordnen, die Stürmer Poté und Kitambala hingen jedoch weitgehend in der Luft. Ouali konnte sich auf rechts kaum in Szene setzen, Losilla auf links fremdelte spürbar mit der für ihn ungewohnten Position. Zudem patzte die Dynamo-Defensive wiederholt, so dass der gelernte Innenverteidiger Fabian Schönheim gleich doppelt traf. Union musste nicht viel nach vorn machen: Dynamo servierte die Gelegenheiten quasi auf dem Silbertablett.

Aus den Fehlern gelte es zu lernen, forderte Sportchef Steffen Menze. Die kämpferische Einstellung stimme. Doch Menze ließ am Sonntag ein klares Bekenntnis zum Trainer vermissen. „Am Ende zählen Ergebnisse und nicht, ob man Willens oder bemüht war. Ich kann der Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen, aber es geht jetzt darum, Erfolgserlebnisse zu schaffen“, erklärt er. Auf die direkte Frage nach dem Coach antwortete er nicht entschlossen. „Wir wissen doch alle, wie das ist, aber ich möchte über so eine Geschichte eigentlich nicht reden.“ Reden müssen wird Menze spätestens vor dem Aufsichtsrat, denn er hat das Team mit Loose zusammengestellt.

sl/dpa

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