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Nicole Bartsch wechselt von Zittau nach Jena

Badminton Nicole Bartsch wechselt von Zittau nach Jena

Sachsens Rekordmeisterin Nicole Bartsch wechselt die Fronten: Nach vielen Jahren bei Robur Zittau spielt die Dresdnerin künftig für den Regionalligisten aus Jena. In dieser Spielklasse hätte sie auch für einen Dresdner Verein antreten können, doch weder der TSV Dresden noch die SG Gittersee hatten Interesse an einer Verpflichtung.

Die Dresdnerin Nicole Bartsch verlässt Robur Zittau und spielt künftig in Thüringen.

Quelle: Archiv/Unger

Dresden. Sachsen verliert sein Badminton-Aushängeschild. Die Rekordmeisterin Nicole Bartsch bleibt zwar weiter eine Dresdnerin, doch die 31-Jährige bestreitet künftig die Punktspiele für den TSV Guts Muths Jena. Von 2004 bis jetzt war sie ununterbrochen für Robur Zittau in Aktion. Die Lausitzer waren seit der Wende das mit Abstand führende sächsische Badminton-Team, spielten da abwechselnd in der 2. Bundesliga oder Regionalliga. Im vorigen Jahr ließen sie sich für viele völlig überraschend in die Sachsenliga zurückstufen. „Damit hat sich Zittau praktisch vom Leistungssport zurückgezogen, und für mich wurde es nun höchste Zeit, einen neuen Verein zu finden“, begründet Nicole Bartsch ihre Entscheidung. Mit ihr wechselt auch der mehrfache Sachsen-Meister Stefan Adam, der bisher auch ununterbrochen für Robur Zittau spielte und inzwischen ebenfalls in Dresden wohnhaft ist, zu den Thüringern.

Warum aber der Wechsel zu den Jenaern, die wie die beiden Dresdner Teams vom TSV und SG Gittersee ebenfalls „nur“ in der Regionalliga spielen, allerdings in einer anderen Staffel. Nicole Bartsch nennt zwei Gründe: „Leistungssportlich ist Jena viel besser aufgestellt. Ein Grund dafür ist, dass das dortige Sportgymnasium das einzige in den neuen Bundesändern ist, bei dem Badminton unterrichtet wird. Und ich habe durchaus noch sportliche Ziele, so vielleicht noch einmal in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Die glaube ich unter den gegebenen Umständen in Jena am ehesten verwirklichen zu können. Hinzu kommt aber auch, dass von den beiden Dresdner Vereinen, die für mich in Frage gekommen wären, kein echtes Angebot gekommen ist.“

Aber auch sportlich wird sich Nicole Bartsch nicht vollkommen von Dresden verabschieden. So bleibt sie nicht nur wie bisher schon Mitglied der SG Gittersee, sondern wird auch weiter im Vorstand dieses Vereins aktiv mitarbeiten, ganz konkret als Nachwuchskoordinatorin für Leistungssport. „Mir liegt schon immer die gezielte Förderung der Talente sehr am Herzen. Dafür werde ich mich weiter stark engagieren. Ich denke, dass dafür mein Wechsel nach Jena sogar von Vorteil ist. Denn das Sportgymnasium ist im Badminton für ganz Mitteldeutschland zuständig, also auch für die Dresdner Mädchen und Jungen.“

Von Rolf Becker

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