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Neuer Sprung trotz Schmerz in der Schulter

Wasserspringen Neuer Sprung trotz Schmerz in der Schulter

DSC-Wasserspringer Martin Wolfram ist ein "Stehaufmännchen". Schon zwei Schulter-Operationen (2012 und 2013) musste der 23-Jährige über sich ergehen lassen. Beide Male kämpfte sich der Turm-Europameister aber wieder zurück.

Dresden. DSC-Wasserspringer Martin Wolfram ist ein "Stehaufmännchen". Schon zwei Schulter-Operationen (2012 und 2013) musste der 23-Jährige über sich ergehen lassen. Beide Male kämpfte sich der Turm-Europameister aber wieder zurück, biss dabei so manches Mal auf die Zähne. Derzeit ist erneut die Kämpfernatur des Dresdners gefragt. Seit einigen Wochen schmerzt die 2012 operierte Schulter wieder und im Trainingslager in Australien kamen dazu plötzlich auch noch Rückenbeschwerden, die einen Wettkampf unmöglich machten.

"Ich konnte mich einige Tage fast gar nicht bewegen", berichtet der geplagte Schützling von Trainer Boris Rozenberg. Seither ist Wolfram ständiger Gast bei seinen Physiotherapeuten. Das Training läuft aber trotzdem weiter. Allerdings springt Wolfram nur vom Brett und nicht mehr von der Zehnmeterplattform. "Vom Turm zu springen, lässt die Schulter derzeit nicht zu. Beim MRT wurden kleine Entzündungen diagnostiziert, deshalb wäre die Belastung aus dieser Höhe zu viel", erläutert er.

Aber das hindert den ehrgeizigen Elbestädter nicht daran, sein Programm vom Brett aufzustocken. Morgen bei der traditionellen Dresdner Springer-Gala wird er erstmals einen Eineinhalb-Auerbachsalto mit dreieinhalb Schrauben präsentieren. "Den habe ich extra ins Programm genommen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Während ich vorher einen Sprung mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,3 gezeigt habe, wird dieser mit 3,5 gelistet und soll mir damit am Ende mehr Punkte bringen", erläutert Wolfram. Denn im Februar (19. bis 24.) beim Weltcup in Rio de Janeiro - zugleich letzte Olympia-Qualifikation - soll Martin Wolfram vom Dreimeterbrett für die deutschen Farben noch einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele aus dem Wasser "fischen".

Vom Turm hatte der DSC-Springer mit seinem EM-Titel in diesem Jahr in Rostock dem DSV schon einen Quotenplatz beschert. Weil der vielseitige Dresdner aber auch als sehr guter Brettspringer gilt, wurde er von den Trainern auserkoren, den Quotenplatz in dieser Disziplin mit abszusichern. Eigentlich ist der Leipziger Kunstspringer Stephan Feck erster Kandidat, die olympische Startberechtigung für Rio zu erkämpfen, nachdem der Berliner Patrick Hausding bei der WM in Kasan schon die erste beisteuerte. Doch Sportdirektor Lutz Buschkow wollte kein Risiko eingehen, zudem plagte sich Feck zuletzt ebenfalls mit kleinen Wehwehchen. Martin Wolfram hofft jetzt nur, dass seine Schulter sich weiter stabilisiert. Unterstützung bekommt er auf jeden Fall dabei von Freundin Tina Leuchte, die jetzt endgültig ihre Karriere beendete.

Die Springer-Gala steht übrigens unter dem Motto "Der Traum von Rio". Dabei werden auch alle anderen DSC-Topathleten wie Sascha Klein oder Tina Punzel sowie die Anschlusskader wie Louisa Stawczynski, Josefin Schneider, die seit Montag auch zur Trainingsgruppe von Boris Rozenberg gehört, und Timo Barthel dabei sein. Leider sind beide Veranstaltungen (Freitag und Sonnabend) bereits ausverkauft.

Astrid Hofmann

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