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Neue Förder-Rangliste: Was sind Dresdens wichtige Sportarten?

Neue Förder-Rangliste: Was sind Dresdens wichtige Sportarten?

Gießkanne oder Spritze? Was die Förderung des Sports in Dresden aus dem Stadtsäckel betrifft, ist die Frage mit der zweiten Variante beantwortet. Doch welche Sportarten sind besonders wichtig und förderungswürdig? Um das herauszufinden, erarbeiten Sportamt und Kreissportbund momentan ein Ranking aller 98 Sportarten, die in der Landeshauptstadt ausgeübt werden.

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Winfried Lehmann

Quelle: Archiv/eis

Im ersten Quartal 2015 soll die Liste vorgestellt werden, daran künftig die Förderung seitens der Kommune ausgerichtet werden. Die letzte Einstufung erfolgte im Jahr 2005, damals "mehr aus dem Bauch heraus", wie Dr. Dirk Jordan, Mitglied des KSB-Präsidiums, erzählt, "diesmal soll das Ranking transparent und in allen Punkten nachvollziehbar sein."

Dafür werden zehn verschiedene Kriterien herangezogen (u. a. Stützpunkt ja oder nein, Anzahl der Kaderathleten, Sportschüler, Mannschaften in höheren Ligen, Erfolge, Austragung von Großereignissen, öffentliche Wahrnehmung). Für jede Kategorie gibt es maximal zehn Punkte, insgesamt also maximal 100. "Wir versprechen uns davon, das zur Verfügung stehende Geld noch gezielter einsetzten zu können", begründet Bürgermeister Winfried Lehmann den hohen Aufwand bei der Erstellung des Rankings." Die Liste soll aber kein absolutes Ausschlusskriterium sein. "Gute Ideen verdienen weiterhin Förderung", so Lehmann weiter.

Für die Sportförderung stehen der Stadt magere 270 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. In diesem Rahmen bewegt sich die Summe seit fünf, sechs Jahren und ist in dieser Höhe auch für 2015 im Haushalt eingeplant. Künftig soll es bitte etwas mehr werden - wünscht sich (nicht nur) Lehmann. Auf der Liste der Schwerpunktsportarten von 2005 stehen American Football, Eishockey, Eisschnelllaufen, Fußball, Leichtathletik, Rudern, Schach, Schwimmen, Shorttrack, Volleyball, Wasserspringen, Behindertensport (ausgewählte Sportarten). Die meisten dieser zwölf werden wohl auch im neuen Ranking vorn aufzutauchen. "Das sagt mein Bauchgefühl", meint Sportamtsmit- arbeiter Steffen Broll, der die Bewertungsmatrix maßgeblich erstellt hat. Geplant ist, dass künftig bis zu 15 Namen auf der Liste der Schwerpunktsportarten stehen, so haben auch Basketball und vor allem Kanu (da hat Dresden mit Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein zwei Athleten im Team für Rio) gute Chancen, in die "Förderplätze" zu gelangen.

Was bedeutet das für die einzelne Sportart konkret? Zum einen kann die Durchführung von bedeutenden Veranstaltungen wie internationalen und nationalen Meisterschaften gefördert werden, zum anderen gibt es einen Fahrtkostenzuschuss. Am Beispiel erklärt: Fährt die Jugendmannschaft mit dem Kleinbus zum Auswärtsspiel, bekommt sie für den ersten Sportler 12 Cent pro Kilometer, für jedes weitere Teammitglied zusätzlich zwei Cent pro Kilometer erstattet. Geld, für das sich das Rechnen lohnt und das viele Vereine dringend brauchen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2014

Thomas Scholze

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