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Neu-Coach Liam Flynn soll die Dresden Titans härter anpacken

Basketball Neu-Coach Liam Flynn soll die Dresden Titans härter anpacken

Am Dienstagnachmittag präsentierten die Pro-A-Basketballer aus Elbflorenz einen neuen Coach, am Abend schon trainierte der 36 Jahre alte Liam Flynn die Mannschaft in der Margon-Arena. Ein großes Palaver war nicht angesagt, der Australier zog sofort die Zügel straff an. Sein Ziel ist die Trendwende, an deren Ende der Klassenerhalt stehen soll.

Liam Flynn (3.v.r.) erläutert den Spielern, wie er sich künftig das Abwehrverhalten vorstellt.

Quelle: M. Rietschel

Dresden. Am Dienstagabend leitete Liam Flynn sein erstes Training bei den Dresden Titans. Nur vier Stunden nach Bekanntgabe seiner Verpflichtung trat der Australier in der Margon-Arena vor seine Spieler. „Die Vorstellung des Trainers war noch sehr kurz gehalten, er wird in den nächsten Tagen mit den einzelnen Spielern sprechen, um sie näher kennenzulernen“, berichtete Kapitän Walter Simon. Tenor von Flynns kurzer Ansprache war es, „dass wir wieder bei null anfangen wollen“, so Simon. „Er hat uns erklärt, dass er sehr viel Wert auf die Defensive legen wird. Das ist auch genau das, was wir brauchen.“

Flynn verlangte in den ersten anderthalb Stunden auch gleich vollen Einsatz. „Die Intensität war sehr, sehr hoch. Ich hoffe, dass der neue Impuls, der uns gegeben wurde, sehr lange anhält“, berichtete Spielführer Simon. Die Mannschaft habe nun erst recht keine Ausreden mehr, dass nicht sie, sondern der Trainer schuld an der Niederlagenserie des Tabellenletzten sei.

Flynns Vorgänger, der nach nicht einmal einem Jahr im Amt beurlaubte Steven Clauss, verabschiedete sich bei dieser Trainingseinheit noch mit wenigen Worten von der Mannschaft. Die habe in den letzten Monaten nicht gegen den Trainer gespielt, glaubt Simon: „Es ist sehr schade, auch menschlich, dass wir einen wie ihn verlieren. Alle Spieler des Teams haben es ihm zu verdanken, dass sie von ihm ausgewählt wurden und dass sie in der Liga spielen dürfen. Mir wird vor allem das halbe Jahr in der Pro B in Erinnerung bleiben, wo wir eine echt schöne Zeit hatten und erfolgreich waren.“

Warum die Truppe die Ratschläge von Clauss, die Defensivarbeit zu verbessern, nicht umsetzen konnte, das wissen viele Spieler offenbar bis heute nicht. Der Kapitän rätselt ebenfalls noch: „Ich weiß es auch nicht. Ich denke nicht, dass es an der Einstellung lag oder an der Spielintelligenz. Irgendwie war das innere Feuer in der Defensive nicht da. Nach vielen verlorenen Spielen wird es auch immer schwerer, dann fällt alles ein bisschen auseinander, ist jeder mit sich selbst beschäftigt.“

Unter dem neuen Trainer hofft die Mannschaft nun, wieder einen gemeinsamen Nenner zu finden. Zimperlich scheint Flynn nicht zu sein. Simon: „Ich glaube, das Management hat mit Absicht nach einem Trainer gesucht, der uns ein bisschen härter anpacken soll.“ Gut sei, dass die schnelle Verpflichtung des 36-Jährigen aus Brisbane, der zuletzt in Gießen wohnte, Mannschaft und Trainer noch etwas Eingewöhnungszeit bis zum Auswärtsspiel am Sonnabend in Hamburg lässt: „So haben wir noch etwas Vorlauf bis zum ersten Spiel.“

Von Jochen Leimert

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