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Nagora blüht bei den Dresden Titans auf

2. Basketball-Bundesliga Pro B Nagora blüht bei den Dresden Titans auf

Der frische Wind, der bei den Dresdner Korbjägern unter dem neuen Trainer Steven Clauss weht, beflügelt die „Titanen“. Einer, der von der schnelleren Spielweise des Teams besonders profitiert, ist Forward Marc Nagora. Der 22-Jährige kommt immer besser ins Rollen.

Marc Nagora machte am vergangenen Sonntag gegen Elchingen ein starkes Spiel und erzielte 23 Punkte.
 

Quelle: M. Rietschel

Dresden.  Zu Hause läuft es wieder für die Dresden Titans - der 89:80-Heimerfolg über die Scan-Plus Baskets aus Elchingen hat der Mannschaft von Trainer Steven Clauss den Sprung zurück auf Platz acht und damit in die Play-off-Ränge beschert. Großen Anteil am zweiten Sieg unter Clauss hatte einer, der in der Hinrunde meist im Schatten seiner Mitspieler stand, jetzt aber deutlich stabilere Leistungen bringt: Marc Nagora. Der im Sommer aus Braunschweig nach Dresden gewechselte Forward steuerte 23 Punkte zum Ergebnis seiner Mannschaft bei und war damit bester Werfer der Titans. Sein Glück konnte der 22-Jährige kaum fassen: „Das war ein Sahnetag für mich. Wenn es einmal läuft, dann klappt alles.“

Für Steven Clauss kommt der Formanstieg des gebürtigen Hamburgers nicht überraschend. „Er ruft jetzt sein Potenzial ab. Was wir spielen, kommt ihm auch entgegen. Er ist ja kein Schwergewicht, sondern eher ein dynamischer Spieler und ihm liegen die Freiräume durch das schnellere Spiel. Dann kommt er aufs Feld, hat mehr Platz oben und ich gebe ihm grünes Licht, dass er da werfen soll. Viele Trainer mögen es nicht, wenn sehr schnell geworfen wird – ich mag das“, erklärt Clauss, was er von Nagora sehen will. Der 2,03 Meter große Forward, der in der Hinrunde vereinzelt auch schon sehr gute Leistungen wie beim 106:71 gegen Lich ablieferte, fühlt sich mit der neuen Spielweise des Teams unter dem neuen Coach noch wohler: „Wir spielen schneller jetzt und ein bisschen risikofreudiger. Das liegt uns und auch mir besser. Vorher haben wir sehr kontrolliert gespielt, uns zuviel Gedanken über dies und jenes gemacht, wollten alles sehr, sehr genau machen. Jetzt geht vieles intuitiver.“

Die etwas andere Gangart als unter Ex-Trainer Thomas Krzywinski empfindet Nagora als „erfrischend“. Schon beim sensationellen 118:79-Derbysieg profitierte er davon und erzielte inmitten einer durchweg starken Mannschaft 15 Zähler. Selbst als die Truppe beim 72:84 in Saarlouis einen „gebrauchten Tag“ erwischte, zählte der Hanseat mit acht Punkten noch zu den Besseren. Dass er neues Selbstbewusstsein geschöpft hat, das war aber vor allem gegen Elchingen unübersehbar, als er drei von fünf Dreier-Versuchen versenkte. Einmal brachte er den Ball sogar im Stile von Superstar Dirk Nowitzki im Korb unter, als er aus der Rückwärtsbewegung traf. „Ein bisschen darf man andere auch mal nachahmen“, feixte er. „Der Dreier war wirklich sehr, sehr schön am Ende. Das war das i-Tüpfelchen. Ich habe mir gedacht, wenn es schon so gut läuft, dann kann ich das Glück auch noch ein bisschen provozieren.“

Bemerkenswert war gegen Elchingen aber nicht nur Nagoras Trefferquote, die aus dem Feld heraus (58 Prozent) und von der Freiwurflinie (75 Prozent) hoch war, denn auch bei den Rebounds war er der erfolgreichste Spieler der Dresdner. Sechs Defensiv- und zwei Offensiv-Rebounds gelangen ihm gegen die körperlich sehr robusten Schwaben. Damit lag er vor den erfahreneren Daniel Krause und David Sturner (je 7). Auf die Idee, sich nun etwas zurückzulehnen, kommt der talentierte Hamburger aber nicht. Er will weiter viel Spielzeit mit der Mannschaft haben und mit ihr natürlich im Klassement weiter nach oben klettern: „Wir sind für unsere Ansprüche noch relativ weit unten in der Tabelle. Dort wollen wir nicht bleiben, deshalb wenn möglich noch alle Spiele gewinnen. Wir müssen jetzt im Rhythmus bleiben, selbstbewusst spielen und die Dinger von außen und innen treffen.“ Kann Nagora erneut so auftrumpfen wie gegen die „Elche“, dann stehen die Erfolgsaussichten für die Titans nicht schlecht. Die nächste Bewährungsprobe wartet am Sonnabend (18 Uhr) in Frankfurt bei den Skyliners Juniors.

Von Jochen Leimert

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