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Nachwuchsarbeit beim ESC Dresden mit fünf Sternen ausgezeichnet

Eishockey Nachwuchsarbeit beim ESC Dresden mit fünf Sternen ausgezeichnet

Die Profis der Dresdner Eislöwen haben eine starke Saison in der DEL 2 hinter sich – und auch in der Nachwuchsabteilung hat man allen Grund zur Zufriedenheit, denn der Standort an der Elbe wurde vom Deutschen Eishockey-Bund für seine gute Arbeit mit fünf Sternen bedacht. Mehr geht nicht.

In der Energie-Verbund-Arena finden die Dresdner Talente gute Trainingsbedingungen vor.

Quelle: Archiv

Dresden. Die Dresdner Eislöwen können nach dem allseits gelobten Winter-Derby und dem Erreichen des Halbfinales auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Doch auch der Nachwuchs des Stammvereins ESC Dresden sorgt in diesen Tagen für Furore – als neuer „Fünf-Sterne-Klub“. Der ESCD erhielt jetzt im Rahmen der Zertifizierung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als einer von nur sieben Vereinen der obersten drei Ligen den Maximalwert von fünf Sternen. Neben den DEL-Klubs Mannheim, Berlin, Düsseldorf, Köln und Krefeld sowie dem Oberligisten Landshut ist Dresden der einzige Zweitliga-Standort, der den Bestwert erreicht hat.

Die Zertifizierung der Nachwuchsarbeit ist Bestandteil des Konzeptes „Powerplay 26“, welches als Ergebnis des schlechten Abschneidens der U18- und U20-Nationalmannschaften in den letzten Jahren entwickelt wurde. Es soll die Nachwuchsarbeit an internationales Niveau anpassen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Arbeit an der Basis. So bewertet der erste Stern die Nachwuchsgewinnung. Der zweite Stern beschreibt die Quantität und Qualität der Grundlagenausbildung im Bereich U12 und U14. Viel Wert wird auf eine hochwertige Ausbildung durch qualifizierte Trainer gelegt. Nur wenn diese zwei Sterne erreicht werden, können die drei restlichen erworben werden.

Stern drei und vier bewerten die Leistungsbereiche U16 und U19 mit solchen Faktoren wie Eiszeiten, Trainerqualifikationen und Schul- bzw. Internatsbedingungen. Besonders wichtig ist dabei eine optimale Verbindung von Schule und Leistungssport. Der fünfte Stern wird verliehen, wenn das Umfeld optimale Bedingungen für die Ausbildung bietet, wie zum Beispiel zwei Eisflächen, Sportstätten für Athletiktraining und eine Mindestzahl hauptamtlich beschäftigter Trainer.

All diese Faktoren konnten die Dresdner nachweisen. „Wir haben in den letzten sieben Jahren intensive Bemühungen am Standort unternommen, um unsere Nachwuchsarbeit zu verbessern. Vor allem die Gewinnung von Talenten durch Kindergartenprojekte und die alljährlich stattfindenden Kids-Days haben einen beachtlichen Zulauf bewirkt. Inzwischen trainieren über 150 Kinder unter zehn Jahren bei uns im Verein. Zudem haben wir unseren Trainerstab quantitativ und qualitativ verstärkt, um eine optimale Ausbildung zu gewährleisten“, erklärt ESCD-Geschäftsführer Thomas Barth.

Präsident Peter Micksch betont: „Diese Einstufung ist auch ein gewisser Vorschuss, denn ausruhen dürfen wir uns auf dem Erreichten nicht. So sollte es uns in den nächsten Jahren schon gelingen, Spieler aus unserem Nachwuchs an den Profibereich heranzuführen“, so Micksch, der dennoch weiß: „Der Sprung ist nach wie vor sehr groß, doch wir haben mit den fünf Sternen die Voraussetzung geschaffen, dass kein Talent aus der Region mehr abwandern muss und wir hoffen, dass es vielleicht auch den einen oder anderen zu uns zieht. Dann könnte es uns gelingen, dass auch von uns einmal solche Cracks wie Kai Wissmann oder Vladislav Filin kommen. Einige hoffnungsvolle Athleten gibt es gerade im U16-Bereich schon.“

Auch dank der im Fünf-Sterne-Katalog erfüllten Voraussetzungen können zwei Teams der Junglöwen in der kommenden Spielzeit jeweils in der höchsten deutschen Liga antreten – die U19 in der DNL (bisher DNL2), die von zwölf auf 16 Vereine aufgestockt wurde, sowie die U16 in der Schüler-Bundesliga (bisher Schüler-BL B). So treffen beispielsweise die DNL-Spieler in der neuen Saison auf Schwenningen, Ingolstadt und Iserlohn. Die Schüler bekommen es unter anderen mit den Eisbären Berlin, Weißwasser, Iserlohn und Krefeld zu tun.

Von Astrid Hofmann

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