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Nach dem "Pflichtsieg" gegen Energie Cottbus: Dynamo Dresden muss auswärts nachlegen

Nach dem "Pflichtsieg" gegen Energie Cottbus: Dynamo Dresden muss auswärts nachlegen

Als Dynamos 1:0-Zittersieg über Energie Cottbus endlich unter Dach und Fach war, da war der Jubel im Lager der Schwarz-Gelben groß. Doch die Euphorie wich rasch der Erinnerung daran, dass dieser hart erkämpfte sechste Heimerfolg nur ein Pflichtsieg war.

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Peter Pacult weiß, dass Dynamo sich keinen Ausrutscher mehr leisten kann.

Quelle: Thomas Eisenhuth, dpa

Trainer Peter Pacult wirkte zwar erleichtert, aber doch recht gefasst, als er erklärte: "Diese drei Punkte waren sehr wichtig, weil die Konkurrenz vorgelegt hatte und wir den Anschluss nicht verpassen dürfen."

Vier Spieltage vor Schluss liegt seine Mannschaft als 16. weiter einen Punkt hinter dem ersehnten ersten Nichtabstiegsplatz zurück, den die Bochumer nach zwei klaren Siegen und mit einem unter dem neuen Trainer Peter Neururer zu Topform auflaufenden Ex-Dynamo Zlatko Dedic (3 Tore) verteidigten. "Es ist natürlich bitter, wenn du sieben Punkte in den letzten drei Spielen holst und immer noch nicht über dem Strich stehst. Das zeugt davon, dass die anderen auch gut punkten", sagte Dynamos Linksverteidiger Sebastian Schuppan. Da sich die direkten Kontrahenten Bochum und Aue ebenfalls Schwung geholt haben, wird es wohl bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Nur wer die besten Nerven hat, wird um die gefürchteten Relegationsspiele (24. und 27. Mai) herumkommen.

Schuppan hofft, dass der leidige Kelch an Dynamo vorübergeht und stattdessen noch einer daraus trinken muss, der nicht mehr damit rechnet: "Ich denke, dass wir vielleicht die eine oder andere Mannschaft noch mit reingezogen haben, die vielleicht schon Urlaub in der Karibik gebucht und gedacht hat, dass sie am 19. Mai Schluss hat. Mal sehen, wie die damit umgehen können." Dynamo sei an den Druck, gewinnen zu müssen, gewöhnt, andere, vermeintlich schon gerettete Teams wie der FC St. Pauli (fünf Punkte vor Dresden) vielleicht weniger.

Peter Pacult ist da skeptischer. Er glaubt an einen Dreikampf um Platz 15: "Ich denke, es wird zwischen Bochum, Aue und Dresden um diesen Platz gehen." Dabei könnte auch das Torverhältnis noch wichtig werden, liegen doch Dynamo und der VfL gleichauf bei minus zwölf.

Um das Rennen offen zu halten, sollte Dynamo am Sonnabend am besten drei Zähler aus dem Frankfurter Volksbankstadion mitbringen. Tags zuvor muss Bochum nach Sandhausen, das - acht Punkte hinter Dynamo - gegen Neururers VfL um seine letzte Chance kämpft, vielleicht noch den direkten Abstieg zu verhindern. Aue empfängt zeitgleich zu Dynamos Auftritt beim noch mit einem Auge auf Platz drei schielenden FSV Frankfurt den MSV Duisburg. An eine Heimniederlage der "Veilchen" mag da niemand glauben, der deren Moral in den letzten Spielen verfolgt hat. Im Erzgebirge ist man an den Abstiegskampf gewöhnt, wehrt sich mit allen Mitteln - auch um den Preis von drei Platzverweisen in den letzten zwei Spielen. Auf gute Nachrichten von dort sollte Dynamo erst nach Abpfiff in Frankfurt-Bornheim warten. "Wir müssen auf uns schauen", warnt der Ex-Auer Tobias Kempe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2013

Jochen Leimert

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