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Nach Randalen in Dortmund: Dynamo Dresden kündigt schärfere Kontrollen an

Nach Randalen in Dortmund: Dynamo Dresden kündigt schärfere Kontrollen an

Als Konsequenz aus den Randalen Dresdner Fußballfans in Dortmund hat Dynamo schärfere Kontrollen angekündigt. So plane der Verein personalisierte Tickets bei bestimmten Auswärtsspielen, um Hooligans am Kauf von Eintrittskarten zu hindern, teilte die Dynamo-Führung am Freitag nach einem Gespräch mit Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) in Dresden mit.

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Die Fans von Dynamo Dresden zeigten sich zuletzt von ihrer hässlichen Seite.

Quelle: Kevin Kurek (Archiv)

Allerdings sei man dabei auf die Gastgeber der Spiele angewiesen, da nur sie das Hausrecht besäßen und Kontrollen am Stadioneingang machen dürften. Zudem möchte Dynamo konsequenter Stadienverbote verhängen und zur Kontrolle auch polizeirechtliche Meldeauflagen nutzen. Betroffene müssen sich dann unter Umständen während der Spielzeit auf dem Polizeirevier melden. Stadionverbote sollen auch dann erfolgen, wenn es während der An- oder Abreise zu Straftaten kam. „Wir sind nach wie vor erschüttert von den Ereignissen in Dortmund", sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter. Bei dem DFB- Pokalspiel am 25. Oktober war es vor, während und nach der Partie zu massiven Störungen durch Dynamo-Anhänger gekommen. Das Spiel musste wiederholt unterbrochen werden, weil vermeintliche Fans Pyrotechnik zündeten. Randalierer verursachten einen erheblichen Schaden. Nach Angaben von Dynamo-Geschäftsführer Volker Opitz liegt eine Rechnung aus Dortmund aber noch nicht vor. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) forderte, Dynamo vom DFB-Pokal im kommenden Jahr auszuschließen. Dagegen hat der Verein Einspruch erhoben. Ritter sieht das Risiko für Krawalle vor allem bei Auswärtsspielen der Mannschaft. In Dresden selbst sei man mit der Sicherheit im Stadion gut vorangekommen. Nach Angaben des Vereins sollen Sicherheitsunternehmen für den Ordnungsdienst nun nach einheitlichen Richtlinien zertifiziert werden. Zudem will Dynamo einen zweiten hauptamtlichen Mitarbeiter für Fanarbeit einstellen. Ulbig und auch Ritter machten aber auch deutlich, dass man Gewalt im Fußball nicht auf Dynamo reduzieren könne. „Wir haben es mit einem bundesweiten Problem zu tun", sagte Ritter.

dpa

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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