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Moritzburg erwartet am Wochenende Ausdauersportler aus dem In- und Ausland

Triathlon Moritzburg erwartet am Wochenende Ausdauersportler aus dem In- und Ausland

Der Moritzburger Schlosstriathlon gilt als eine der traditionsreichsten Veranstaltungen im Wettkampfkalender der Ausdauer-Dreikämpfer. Am Wochenende steigt bereits die 15. Auflage rund um das berühmte Jagdschloss Augusts des Starken. Im Mittelpunkt des Interesses steht auch diesmal die Konkurrenz über die Langdistanz.

Schloss Moritzburg bildet wie immer eine Bilderbuchkulisse für den Wettstreit der Triathleten aus Nah und Fern.

Quelle: Archiv

Dresden. Die Meldelisten sind gut gefüllt, die Organisatoren stehen Gewehr bei Fuß und auch die Meteorologen verheißen für das Wochenende trockenes Wetter und angenehme knapp 20 Grad Lufttemperatur – die 15. Auflage des Moritzburger Schlosstriathlons kann kommen. Rund um das Jagdschloss Augusts des Starken werden sich am Sonnabend und Sonntag wieder Ausdauersportler über vier verschiedene Distanzen versuchen. Neben der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad, 42,195 Kilometer Laufen) widmen sich die Teilnehmer der Halb- (1,9/95/21,098) und der olympischen Distanz (1,5/42/10). Zudem gibt es einen Jedermann-Triathlon (0,75/21/5).

Höhepunkt der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird auch diesmal die Konkurrenz über die Langdistanz sein, die am Sonnabend steigt. Bereits um 7 Uhr in der Früh springen die „Eisenmänner“ und ihre nicht weniger hartgesottenen weiblichen Pendants in die Fluten des westlichen Schlossteiches, um dann zwei Runden entgegen dem Uhrzeigersinn um die Schlossinsel zu schwimmen. Anschließend geht es mit dem Rad auf einen 28,75 Kilometer langen Rundkurs durch die Großenhainer Pflege, der sechsmal in flachem bis welligem Gelände rund um Moritzburg zu durchfahren ist. Den Abschluss der kräftezehrenden Prüfung bildet ein Lauf durch den Moritzburger Forst: Sechs Runden je sieben Kilometer sind zu bewältigen, ehe der Zieleinlauf auf dem Schlossparkplatz Erlösung von allen körperlichen und seelischen Qualen verspricht.

Gesucht wird beim „Barockman“ der Nachfolger des Vorjahressiegers Ulrich Konschak vom Orthim Triathlon Team, der 2015 nach 8:48:41 Stunden müde, aber überglücklich als Erster ins Ziel kam. Der Facharzt für Allgemeinmedizin unterbot bei seinem Triumph den alten Streckenrekord des Ambergers Norbert Huber aus dem Jahr 2009 gleich um sieben Minuten. Der Thüringer gewann damit seinen 20. Wettkampf über die Langdistanz und sicherte sich neben 300 Euro Siegprämie auch noch 100 Euro Prämie für die neue Bestmarke. Bei den Damen war im Vorjahr die Erfurterin Annett Burchert, die schon 2011 einmal in Moritzburg gewonnen hatte, die Schnellste. Sie schaffte die Langdistanz in 10:54:20 Stunden, konnte aber den Streckenrekord von Nancy Nöske aus Henningsdorf aus dem Jahr 2012 (10:19:39 h) nicht gefährden.

Während Annett Burchert ihren Titel dieses Jahr nicht verteidigen kann, hat sich Ulrich Konschak erneut angesagt. Ob der 45-Jährige aber tatsächlich an den Start geht, ist ungewiss: „Am letzten Wochenende war noch alles bestens, aber seit Dienstag plagen mich aus dem Nichts Rückenprobleme, sodass ich noch gar nicht weiß, ob ich überhaupt teilnehmen kann. So etwas ist mir noch nie passiert“, sagte der Nordhausener. Selbst wenn der fünffache Hawaii-Finisher startet, hält er eine neue Bestmarke seinerseits für unwahrscheinlich: „Ich glaube nicht, dass ich den Rekord noch mal verbessern könnte. Letztes Jahr lief schon alles ziemlich glatt.“

Zu seinen schärfsten Rivalen zählt Konschak, der seit dem Ironman 2010 in Barcelona eine persönliche Bestzeit von 8:37 Stunden zu Buche stehen hat, in diesem Jahr Ulf Bartels vom WSV Wolfenbüttel: „Er ist in Roth schon einmal unter neun Stunden geblieben, schwimmt sehr gut. Er wird auch schneller schwimmen als ich. Das wird ein harter Konkurrent. Möglicherweise fährt er auch schneller Rad, da muss man sehen, wie es sich auf der Laufstrecke verhält.“ Vorn erwartet Konschak auch den Russen Jewgeni Nikitin, einen schnellen Schwimmer, der wie auch Bartels beim Laufen nicht seine Stärken hat.

Dass er schon zum zweiten Mal nach Moritzburg kommen will, das hat für Konschak nicht nur mit der beabsichtigten Titelverteidigung zu tun. Ihm hat die Veranstaltung 2015 insgesamt gut gefallen: „Das Organisationsniveau ist sehr, sehr hoch. Die Verpflegungsstellen und die Absperrung sind sehr gut, am Start- und Zielgelände läuft und fährt man mehrmals vorbei. Da ist die Stimmung ausgezeichnet. Das ist eine Veranstaltung, zu der man gerne wieder hinfährt.“

Von Jochen Leimert

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