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Mohamed Amine Aoudia: Dynamo Dresdens neuer Ballermann

Mohamed Amine Aoudia: Dynamo Dresdens neuer Ballermann

Monatelang rätselten die Dynamo-Fans: Kommt er oder kommt er nicht? Gestern Vormittag konnten sie sich im Großen Garten selbst davon überzeugen, dass Mohamed Amine Aoudia tatsächlich aus Algerien eingetroffen ist.

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Endlich in Dresden und voller Vorfreude auf den neuen Job: Dynamos algerischer Neuzugang Mohamed Amine Aoudia.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Was der 26-jährige Neuzugang vom algerischen Landesmeister ES Sétif allerdings drauf hat, das wird man so schnell nicht erfahren, denn der 1,90 Meter große Stürmer muss noch einiges an Trainingsrückstand aufholen.

Seine ersten Übungen machte der Nationalspieler (7 Länderspiele) nicht ohne Grund bei Fitnesstrainer Christian Canestrini. Abseits der Mannschaft schaute sich der Tiroler den Neuling genau an und wird ihn in den kommenden Tagen nach und nach an das Mannschaftstraining heranführen. Aoudia (Vertrag bis 2015) gab selbst zu, dass seine Verfassung nach dem Ende der Saison in Algerien Ende Mai nicht die beste ist. "Ich habe wenige Einheiten absolviert, auch aufgrund des Ramadan. Ich muss jetzt hart arbeiten und mich physisch gut vorbereiten, um so schnell wie möglich auf dem Rasen stehen zu können und Tore zu machen, denn das ist meine Aufgabe", sagte der schwarzbärtige Araber auf Französisch. Dass der Fastenmonat am Donnerstag endet, wird es ihm erleichtern, sich schnell an das Trainingspensum bei Dynamo zu gewöhnen.

Bei den Schwarz-Gelben hat Aoudia viel vor - hier möchte er sich für weitere Einsätze in der algerischen Nationalelf empfehlen, deren großes Ziel die WM-Teilnahme in Brasilien ist. Im September/Oktober würde er gern beim nächsten Länderspiel dabei sein. Der algerische Verband habe seinen Wechsel nach Deutschland befürwortet: "Die Leute haben mir gesagt, dass es eine sehr gute Idee ist, nach Dresden zu gehen."

Kürzlich im Internet aufgetauchte Meldungen, er werde statt nach Dresden nach Tunis wechseln, kommentierte Aoudia damit, für ihn sei nur Dresden ein Thema gewesen. Zwar habe der Klub aus Tunis ein Jahr alte Kontakte zu seinem Management kurz vor der Reise nach Deutschland noch einmal neu aktiviert, doch für ihn sei die Sache mit Dynamo längst fix gewesen. Die Aufregung über ein auf Facebook kursierendes Foto, das ihn mit einer Pistole in der Hand zeigt, kann Aoudia auch nicht verstehen: "Das Foto ist drei, vier Jahre alt. Damals spielte ich in Ägypten, hatte viele Tore geschossen und den Spitznamen ,The Shooter' (dt.: "Der Ballermann"). Da waren immer Bodyguards. Einer hat mir mal seine Pistole gegeben - so ist das Foto entstanden. Das war nur ein Spaß."

Den will Aoudia auch in Dresden haben. Seine Zuversicht, sich ohne familiäre Begleitung schnell einzugewöhnen, ist groß: "Mein erster Eindruck ist wirklich gut. Die Mannschaft ist sympathisch und natürlich hilft es mir, dass ich einige Spieler hier habe, die Französisch sprechen und dass mit Idir Ouali ein Landsmann in der Mannschaft ist." Mit Soufian Benyamina, der neben der deutschen auch die algerische Staatsbürgerschaft besitzt, sind es sogar zwei. Über Dynamo hat Aoudia im Internet viel gelesen: "Ich weiß, dass es ein großer Klub ist", versichert er und wünscht sich, "dass ich schnell fit werde, um meine Leistung zu bringen". Heute muss er aber erst einmal zum Medizincheck.

Zlatko Dedic (Gürtelrose) und Adnan Mravac (Fleischwunde am Knie) konnten gestern wieder mit der Truppe trainieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2013

Jochen Leimert

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