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Mit einem Sieg am Mittwoch können die DSC-Volleyballdamen erneut Deutscher Meister werden

Mit einem Sieg am Mittwoch können die DSC-Volleyballdamen erneut Deutscher Meister werden

Eine zusätzliche "Laufeinheit" hat die DSC-Volleyballerinnen richtig auf Touren gebracht. Bevor der Deutsche Meister am Sonnabend in Stuttgart das zweite Finalspiel mit 3:1 (25:13, 25:16, 19:25, 25:23) gewann und damit drei Matchbälle für die Titelverteidigung erkämpfte, mussten sich die Dresdnerinnen vorher ihren Weg in die Scharrena mit einem Fußmarsch bahnen.

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Lisa Izquierdo nimmt den Ball vor ihrer DSC-Kollegin Myrthe Schoot an. Nach dem 3:1-Erfolg in Stuttgart sind die Dresdnerinnen nur noch einen Sieg von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt.Eibner/Wüchner

Quelle: Wuechner / Eibner-Pressefoto

Denn vor dem Spiel fand im Stadion gleich neben der Halle das Fußball-Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg statt und es wurde zudem der Porsche-Grand-Prix im Tennis ausgetragen. "Wir sind extra zeitig los, konnten aber nicht wie sonst bis zur Halle fahren. Irgendwann ging gar nichts mehr und wir mussten zu Fuß weiter, mitten durch die Freiburger Fans und rund um das Stadion. Das Ganze hat eine gute halbe Stunde gedauert", berichtete Trainer Alexander Waibl von der "Zusatzeinheit" für seine Schützlinge, die dennoch rechtzeitig die Halle erreichten. "Wir waren noch vor den Stuttgarterinnen da", so Waibl schmunzelnd.

Voll da waren die Dresdnerinnen auch in den ersten Minuten des Spiels. Sie setzten den vom Trainerteam erarbeiteten Matchplan glänzend um. Dabei stand im Außenangriff wieder Michelle Bartsch in der Stammformation. Mit druckvollen Aufschlägen, einer sicheren Annahme sowie variablen Angriffen und einer gut eingestellten Blockabwehr überrollte der Titelverteidiger die Gastgeberinnen in den ersten beiden Sätzen. Fokussiert, konzentriert und sehr effektiv ließen die Spielerinnen um Kapitän Myrthe Schoot den Gegner nicht ins Spiel finden.

Doch wie schon so oft in dieser Saison schlichen sich dann Nachlässigkeiten und Fehler ins Spiel der DSC-Damen. "Es schien, als ob plötzlich alles weg war", ärgerte sich Waibl ein wenig. So fand der Gastgeber, angetrieben von reichlich 2000 Zuschauern, doch noch in diese Partie. Einige strittige Schiedsrichterentscheidungen - stets gegen den DSC - taten ein Übriges.

Im vierten Abschnitt fanden die Dresdnerinnen wieder in die Spur, führten schon mit 16:9, machte es am Schluss aber erneut spannend. Stuttgart kämpfte sich heran und ging sogar mit 23:21 in Führung. Weil sich aber MTV-Trainer Guillermo Hernandez über einen vom Schiedsrichter Aus gegebenen Aufschlag von Stuttgart lange und laut echauffierte, sah der schon gelb-verwarnte Spanier nun die Rote Karte. Das bedeutet: Punkt für den Gegner. Damit stand es 23:23. Die DSC-Damen blieben cool und nach 105 Minuten beendete ein Angriffsfehler der Gastgeberinnen die Partie.

"Ich hatte schon den ganzen Tag ein gutes Gefühl und die Mannschaft hat auch diesmal am Ende die Nerven behalten", lobte Alexander Waibl, der viele Verwandte und Freunde in der Halle begrüßen konnte. "Nur meine Mutter hatte entschieden, daheim zu bleiben, weil sie ja immer so aufgeregt ist und sie das so mitnimmt. Aber sie hat es dann doch etwas bereut", berichtete der gebürtige Stuttgarter, der trotz der 2:0-Führung in der Serie davor warnt, seine Schützlinge schon am Ziel zu sehen: "Natürlich haben wir eine gute Ausgangsposition für Mittwoch und wollen in eigener Halle alles klar machen. Doch wir wissen auch, dass der Gegner nicht aufgibt und uns keine Geschenke überreichen wird", macht der 47-Jährige noch einmal klar. Lisa Izquierdo, mit 18 Punkten beste Scorerin, sieht das genauso: "Stuttgart hat jetzt nichts mehr zu verlieren. Deshalb müssen wir diesmal bis zum Schluss durchziehen." Der Weg zur längst ausverkauften Margon-Arena wird diesmal allerdings ohne zusätzliche Anstrengungen zu absolvieren sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2015

Astrid Hofmann

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