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Mit einem Bein im Finale: Dresdner SC feiert überzeugenden 3:0-Sieg in Vilsbiburg

Mit einem Bein im Finale: Dresdner SC feiert überzeugenden 3:0-Sieg in Vilsbiburg

Das Freudentänzchen auf gegnerischem Parkett fiel kurz aus, aber verdient war es allemal. Mit einer überzeugenden Vorstellung wiesen die Volleyballerinnen des Dresdner SC am Sonnabend die Roten Raben Vilsbiburg im ersten Playoff-Halbfinalspiel überraschend deutlich mit 3:0 Sätzen (25:21, 25:21, 25:11) in die Schranken und verschafften sich eine hervorragende Grundlage für die Heimpartie am kommenden Sonnabend in der Margon-Arena.

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Anne Matthes (im weißen Trikot) überwindet den Raben-Block mit einem ihrer wuchtigen Schmetterbälle.

Quelle: Georg Gerleigner

Vilsbiburg. Wenn die Waibl-Schützlinge vor eigenem Publikum an diese Leistung anknüpfen können, sollte ihnen zum dritten Mal in Folge der Einzug ins Meisterschaftsfinale sicher sein. Wie schon in den letzten Wochen halten die Dresdnerinnen dennoch den Ball flach. "Das ist eine gute Grundlage, mehr aber auch nicht. Vilsbiburg wird bei uns deutlich stärker auftreten", warnt Zuspielerin Mareen Apitz. Kapitän Stefanie Karg schlägt in die gleiche Kerbe: "Die Raben werden nächste Woche noch einmal alles in die Waagschale werfen und sicher zwanzig Prozent draufpacken." Auch Trainer Alexander Waibl möchte den Tag nicht vor dem Abend loben: "Der Sieg war ein wichtiger Schritt, aber am Sonnabend beginnt das Spiel bei Null. Wenn uns eine ähnlich starke Partie gelingt, können wir den Sack in zwei Spielen zumachen", ist er aber schon zuversichtlich.

In der Ballspielhalle Vilsbiburg erlebte der DSC-Coach allerdings erst einmal einen Fehlstart seiner Mannschaft. Während die Gastgeberinnen vor der recht mageren Kulisse von nur 1276 Zuschauern sehr druckvoll und konzentriert begannen, wackelte bei den Elbestädterinnen die Annahme und sie fanden keinen Spielfaden. Das änderte sich jedoch nach der zweiten technischen Auszeit beim Stand von 12:16. Eine grandiose Aufschlagserie von Stefanie Karg leitete die Wende ein und brachte die DSC-Damen mit 19:16 in die Vorhand. Zwar schafften die Raben noch zweimal den Ausgleich, doch Trainer Alexander Waibl hatte beim 20:20 mit der Einwechslung von Magdalena Gryka an der Aufgabe ein glückliches Händchen. Die Zuspielerin sorgte für große Probleme bei der gegnerischen Annahme und trug maßgeblich zum Satzgewinn des DSC bei.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, doch beim 20:20 war für die Gastgeberinnen erneut Endstation. Der Vizemeister, beim Mareen Apitz nun aus stabiler Annahme klug die Bälle verteilen konnte, zog ihnen vor allem dank einer starken Blockabwehr auch diesmal den Zahn. Im dritten Abschnitt war die Gegenwehr des Vorrundenzweiten endgültig gebrochen. Die einheimischen Zuschauer schüttelten nur noch ungläubig den Kopf, während die rund zwanzig mitgereisten Dresdner Fans reichlich Grund zum Jubel hatten. Nach nur 69 Minuten hämmerte Anne Matthes die "Kugel" gleich beim ersten Matchball ins Feld des konsternierten Gegners. Die Nationalspielerin, die von Spiel zu Spiel immer besser in Fahrt kommt, war mit 14 Punkten beste Scorerin und wurde zur "Wertvollsten Spielerin" gekürt.

"Wir haben verhalten angefangen, sind aber trotz des Rückstandes cool geblieben", befand Stefanie Karg. Und Mareen Apitz meinte: "Die Aufschlagserie von Steffi war die Initialzündung." Auch Alexander Waibl zeigte sich zufrieden: "Ich bin stolz, wie sich die Mannschaft nach dem schlechten Start ins Spiel gekämpft und im Angriff und der Block-Feldabwehr die taktische Marschroute umgesetzt hat."

Im zweiten Halbfinale hat sich Titelverteidiger SC Schwerin im ersten Match ebenfalls deutlich mit 3:0 Sätzen gegen Wiesbaden durchgesetzt - die Finalpaarung könnte 2013 die gleiche sein wie in den zwei vergangenen Jahren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.04.2013

Astrid Hofmann

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