Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Regen

Navigation:
Google+
Mit Yoga auf dem Weg zur Champions League? Die Volleyballerinnen des DSC haben es gewagt!

Mit Yoga auf dem Weg zur Champions League? Die Volleyballerinnen des DSC haben es gewagt!

Sie sind das derzeit erfolgreichste Dresdner Team: Die Volleyballerinnen des DSC. In dieser Saison bis auf ein Spiel ungeschlagen, verteidigt die Mannschaft von Chef-Coach Alexander Waibl mit einem komfortablen Vorsprung die Tabellenspitze und spielt in der Champions League.

Voriger Artikel
Auf der Matte - Am heutigen Sonntag ist Weltyogatag
Nächster Artikel
DSC-800-Meter-Läufer Jan Riedel bringt aus Karlsruhe eine Bronzemedaille mit

Athletiktrainer Mirco Theurer setzte in der Saisonvorbereitung der DSC-Damen erstmals auf Yoga.

Quelle: Dresdner Sportclub

Zur Vorbereitung auf die Saison 2014/ 2015 setzten die Dresdner Volleyballerinnen erstmals auf Yoga. DNN-Online hat sich mit DSC-Athletiktrainer Mirco Theurer (31) über seine Erfahrungen unterhalten.

DNN:

Herr Theurer, nutzen die Volleyball-Damen des DSC Yoga als Ergänzung zum üblichen Training?

Mirco Theurer: In der Vorbereitung auf diese Saison haben wir erstmals Yoga eingesetzt. Unser Partner Tao-Fit bietet in seinem Studio Kurse an. Das haben wir genutzt.

Was haben die Spielerinnen gesagt? Gab es Berührungsängste mit Yoga?

Zu Beginn waren sie ein wenig skeptisch. Aber nach wenigen Einheiten merkte man, dass es beim Entspannen helfen kann. Sie haben sich schnell daran gewöhnt und es dann auch genossen.

Wie oft liegen Ihre Schützlinge auf der Matte? Können Sie ihr Programm auch während der Saison durchziehen?

In der Sommerpause stand einmal in der Woche Yoga auf dem Plan. Jetzt, während der Saison, überschneiden sich die Kursangebote mit unseren Spiel- und Trainingszeiten. Wir haben viele englische Wochen. Hinzu kommt noch die Belastung durch den Pokal und die Champions League. Denken Sie nur an unsere Reise nach Istanbul! (Wegen schlechten Wetters waren die Volleyballerinen 18 Stunden unterwegs.)

Gibt es unter den DSC-Volleyballerinnen einige, die auch im individuellen Training auf Yoga setzen?

Ich weiß von einigen Spielerinnen, dass Yoga auch privat ein Thema ist. Während der Saison ist jedoch unser Pensum so hoch, dass neben Training, Spielen, Physiotherapie und Reisen, kaum Zeit dazu bleibt.

..und Sie? Betreiben Sie Yoga?

Nein. Aber ich habe mich damit auseinandergesetzt und lasse einige Elemente mit ins Training einfließen.

Was kann Yoga im Training leisten?

Ich halte Yoga für sehr sinnvoll: Es schult die Stabilität, Koordination und Beweglichkeit. Die Atmung wird trainiert. Ein ganz wichtiges Element ist auch die Körperwahrnehmung. Die Spielerinnen sollen ihren Körper kennenlernen: Welchen Muskel spanne ich an? Welchen lasse ich locker? Dadurch lassen sich im Training und später im Spiel einzelne Körperregionen besser ansteuern.

Kann Yoga der Verletzungsprävention dienen?

Diese Selbstwahrnehmung geht mit einer verbesserten Koordination einher. Koordination, Beweglichkeit und Stabilität, das ist das Fundament des Athleten und damit eines umfassenden, effektiven Trainings. Das dient auch der Verletzungsprävention. Ein Körper ohne solch ein athletisches Fundament kann auf Dauer nicht problemlos funktionieren. Aus falschen Bewegungsmustern und Mangel an Bewegungskontrolle entstehen häufig Fehlfunktionen und Kompensationsmechanismen im Bewegungsablauf. Überbeanspruchungen oder Verletzungen treten häufig als Folgen auf. Erst wenn das System „Körper“ harmoniert, kann der Athlet sich gesünder sowie ökonomischer bewegen und bessere Leistungen erbringen.

Während der Spielzeit setzt das Team mit Yoga aus. Wie halten Sie die Damen stattdessen fit?

Wir wenden aktive und passive Regenerationsmaßnahmen an. Auslaufen oder Radfahren stehen besonders direkt nach Spielen und nach Spieltagen auf dem Programm. Das Ausrollen mit Hilfe von Schaumstoffrollen oder -bällen zur Bearbeitung der Faszien ist fester Bestandteil unserer Regeneration. Auch zählen klassisches Dehnen und intensive Betreuung durch unsere Physiotherapeuten dazu. Und wir haben die Möglichkeit, das Eisbad als Mittel zu nutzen. Für eine optimale Wirkung steigen unsere Mädels bis zu 10 Minuten in die Eistonne – Zu zweit.

Werden sie vor der nächsten Saison wieder auf Yoga setzen?

Wenn das Angebot besteht: Natürlich!

Johannes Angermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr