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„Mensch zweiter Klasse“ – ehemaliger Dynamo-Dresden-Geschäftsführer Oppitz veröffentlicht Berlin-Erlebnisse

„Mensch zweiter Klasse“ – ehemaliger Dynamo-Dresden-Geschäftsführer Oppitz veröffentlicht Berlin-Erlebnisse

Wenige Tage nach dem Spiel der SG Dynamo Dresden bei Union Berlin hat der ehemalige Geschäftsführer der Schwarz-Gelben, Volker Oppitz, mit aufsehenerregenden Schilderungen seine Sicht auf die Vorfälle in der Hauptstadt beschrieben.

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Volker Oppitz, ehemaliger Geschäftsführer von Dynamo Dresden, berichtet über eine Erlebnisse in Berlin.

Quelle: Dominik Brüggemann

Via Facebook beschreibt Oppitz detailliert seine eigenen Erlebnisse. Sein Fazit: Er habe sich „als Mensch zweiter Klasse“ gefühlt. „Mit Betreten des Bahnsteigs, auf dem der Fanzug losfuhr, hatte ich nicht mehr das Gefühl, ein normaler Bürger dieses Staates zu sein, sondern eher ein lästiges Subjekt, welches geschubst und angepöbelt werden darf.“

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Dynamo Dresden empfing am 12.04.2013 Union Berlin und beging gleichzeitig den 60. Geburtstag des Vereins.

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Nach dem Unentschieden im Stadion an der Alten Försterei hatte die Polizei von mehreren Zwischenfällen gesprochen. Dabei seien 15 Beamte verletzt worden. 36 Strafanzeigen wurden erstattet, von 27 Personen wurden Personalien aufgenommen.

Die Erlebnisse des ehemaligen Dynamo-Chefs, der selbst im Fanzug mitgefahren war, zeigen allerdings, dass ein Teil der Beamten die Situation jedoch offenbar hochkochen ließ. Er und seine Begleiter wurden laut Bericht von einem Polizisten „respektlos“ angesprochen. „Ich wandte mich zu ihm um bat ihn, mit uns ganz normal zu sprechen. Daraufhin kam ‚Haut ab!’ als Antwort.“ Später sei er von einer Polizistin geschubst worden, als ein Fan ein Erinnerungsfoto mit ihm machen wollte.

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Rund 1000 Dynamofans feierten in der Nacht zum Freitag den 60 Gründungstag ihres Vereines.

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Zudem zeigt sein Bericht, dass die Berliner Polizei mit der Masse an Fans offenkundig überfordert war. Polizisten hätten in die Menge geschlagen, immer wieder musste der Pulk warten, auf dem Rückweg wurden 30 Fans gar am S-Bahnhof „vergessen“. Es habe nur zwei Schleusen für den Gästeblock gegeben – zum Vergleich: Am Glücksgas-Stadion können sechs bis acht Gästefans gleichzeitig kontrolliert werden. Oppitz verpasste dadurch wie viele andere Fans den Anstoß. Und das, obwohl die Fans bereits drei Stunden vor Anpfiff in Berlin angekommen waren.

Die Schilderung des einstigen Spielers und Offiziellen ist kein Einzelfall. Bereits am Wochenende hatte sich Ulrich Preißler aus Freital an die DNN gewandt und geklagt, er sei wie viele andere Fans „wie Vieh“ behandelt worden.

Wegen der Randale der Fans steht der Verein Dynamo Dresden regelmäßig negativ in den Schlagzeilen. Aufgrund der Vorfälle beim DFB-Pokalspiel in Hannover im Oktober 2012 droht Dynamo gar der Ausschluss aus dem Pokalwettbewerb.

sl

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