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Meisterschaft als Motivationsschub: Dresdner SC will weiter wachsen

Meisterschaft als Motivationsschub: Dresdner SC will weiter wachsen

„Wir wollen mehr“ - das Motto der Volleyballerinnen des Dresdner SC für die erfolgreich abgeschlossene Saison kann auch das für die Zukunft sein.

Als das Team von Trainer Alexander Waibl am Mittwochabend nach dem dritten Finalsieg gegen Allianz MTV Stuttgart im Konfettiregen erneut die 20 Kilogramm schwere Schale in die Höhe stemmen konnte, war der Traum von der erstmaligen Titelverteidigung in Erfüllung gegangen. „Das ist ein unglaubliches Glücksgefühl und für uns zugleich eine Zäsur“, erklärte Vorstandschef Jörg Dittrich, der dieses „mehr“ nicht nur auf den sportlichen Part beziehen will.

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Der DSC ist wieder Meister: Eindrücke vom entscheidenden Spiel und der Meisterfeier

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„Als sich vor fünf Jahren angetreten bin, haben wir uns neue Ziele gestellt. Wir wollten beständig um die Meisterschaft mitspielen, aber vor allem auch im Umfeld eine Euphorie entfachen und uns wirtschaftlich weiterentwickeln. Das war ein schwerer Weg, jetzt sind wir Zugpferd und Taktgeber der Liga und dort angekommen, wohin wir wollten“, betonte der Dachdeckermeister. Während die Mannschaft auf dem Spielfeld eine unglaubliche Saison spielte, in der sie in 30 Bundesliga-Spielen 28 Mal als Sieger das Parkett verließ und in der Champions League mit dem Erreichen des Achtelfinales und Siegen gegen Moskau und Fenerbahce Istanbul Achtungszeichen setzte, ist der Verein auch in allen anderen Bereichen gewachsen. Bei zwölf der insgesamt zwanzig Heimspiele waren die Ränge der heimischen Arena ausverkauft - Rekord.

Auch wirtschaftlich steht der DSC nicht nur auf sicheren und soliden Füßen, sondern der Etat konnte ebenfalls von Jahr zu Jahr aufgestockt werden, lag in dieser Saison bei rund 1,5 Millionen Euro. „Mit dem Erreichen der Finalserie war schon gesichert, dass wir schwarze Zahlen schreiben und zudem den Rest Altschulden von 30 000 Euro mit einem Schlag tilgen können“, sagte Dittrich nicht ohne Stolz und hat die nächsten Ziele schon im Blick: „Wir wollen in allen Elementen den Schwung mitnehmen und unsere Rolle verteidigen. Das wird sicher noch einen Tick schwerer“, vermutet der Vorstandschef, „aber wir haben keine Angst davor, den Erfolg zu verteidigen und ihn weiter auszubauen.“ Der Etat soll erneut um rund 10 Prozent und damit rund 150 000 Euro wachsen.

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Grenzenloser Jubel in der Margon-Arena: Der DSC ist Meister!

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Trotz aller Euphorie bleibt Dittrich aber auf dem Boden der Tatsachen: „Natürlich wollen wir auch in Zukunft mehr, aber in der Champions League wäre es schon cool, wenn wir das Erreichte bestätigen können. Um in der Königsklasse ganz oben anzugreifen, brauchten wir schon ein paar Millionen mehr als jetzt“, erklärte der Unternehmer, den noch ein anderes Problem umtreibt: „Mittelfristig müssen wir über eine neue Halle nachdenken, die mehr Zuschauer fasst und uns auch bessere Rahmenbedingungen für unsere Sponsoren bietet.“ Mit der Aufstockung des Budgets hoffen die DSC-Verantwortlichen zugleich, auch bei den Personalgesprächen mit den Leistungsträgerinnen der Meistermannschaft bessere Karten zu haben.

Bisher verfügen mit Kapitän Myrthe Schoot, Lisa Izquierdo, Lisa Stock, Katharina Schwabe und Louisa Lippmann nur fünf Spielerinnen über einen Kontrakt für die neue Saison. Trainer Alexander Waibl kündigte schon einmal an: „Es wird Veränderungen im Team geben, mit einigen Abgängen ist zu rechnen.“ Die nächsten Wochen werden zeigen, wie der Kader aussieht, mit dem der DSC die nächste Titelverteidigung in Angriff nimmt.

Astrid Hofmann, dpa

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