Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Maulkorb für Marc Hensel: Aue verordnet dem Ex-Dynamo-Spieler Schweigen

Maulkorb für Marc Hensel: Aue verordnet dem Ex-Dynamo-Spieler Schweigen

Vergangene Saison stieg er zum gefürchteten "Pistolero" auf und avancierte zum torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga. In dieser Zweitliga-Saison stockt das Unternehmen Toreschießen noch, doch nach einer Pause will Marc Hensel vom FC Erzgebirge Aue nun wieder in die Erfolgsspur finden.

Voriger Artikel
Titans vor Rekordkulisse in Aufstiegslaune
Nächster Artikel
Dynamos Vielflieger Dedic ist heiß auf Aue

Marc Hensel (vorn mit Kevin Schlitte) durfte im Vorjahr neun Tore bejubeln, in dieser Saison hat er noch nicht getroffen.

Quelle: dpa

Aue . Von Tina Hofmann

Dabei könnte er ausgerechnet im Sachsenderby gegen seinen Heimatverein Dynamo Dresden das Comeback in der Startelf feiern. Im Pokalspiel gegen Nürnberg war der 25-Jährige gar nicht im Stadion, in Paderborn Gelb-Rot gesperrt und gegen Eintracht Frankfurt kam er nur zum Zug, weil die "Veilchen" plötzlich in Unterzahl spielten. Um Hensel auch weiterhin aus dem Fokus zu nehmen, verpasste der Club ihm vorsichtshalber einen Maulkorb.

Hensel kehrt also zunächst wortlos an seinen Geburtsort zurück, doch bereits in der Vergangenheit erklärte der 25-Jährige: "Bei Dynamo hatte ich mental schon mit dem Fußball abgeschlossen, zudem musste ich an der Hüfte operiert werden, weil ich einen Knorpelschaden hatte."

Bei den Dresdnern durfte der damalige Stürmer nur zweimal in der 2. Bundesliga auflaufen, auch in der Regionalliga unter Coach Norbert Meier besserten sich Hensels Karten nicht großartig. Nach einem Jahr in Cottbus (2007-2008) unterschrieb er in Aue und ist dem Verein noch heute dankbar. "Sie haben mir eine Chance gegeben, mit mir in der Reha gearbeitet und an mich geglaubt, das war einmalig", erklärte Hensel.

Dennoch blieb er dank seines Lehramtsstudiums (Deutsch, Geschichte) immer mit Dresden verbunden. "Es gab Zeiten, da bin ich 5.45 Uhr aufgestanden, hatte von 7.30 bis 9 Uhr Vorlesung in Dresden und dann ging es zum Training nach Aue", erinnert sich der "Sechser". Nach dem laufenden Semester soll der Bachelor-Abschluss aber in der Tasche sein, danach legt Hensel eine Studienpause ein, um sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren.

Der 1,89 Meter große Kicker träumt seit seiner Kindheit von einem Erstliga-Tor, mit den "Veilchen" will er diese Vision wahr werden lassen. Momentan ist im Erzgebirge mit 14 Punkten aus 14 Spielen aber eher Überlebenskampf angesagt. Deshalb wären drei Punkte am Sonntag (13.30 Uhr) in Dresden enorm wichtig. "Derbys sind das Schönste im Fußballsport, weil das Spiel einen Zacken schneller geht und emotionaler ist. Natürlich sind auch mehr Zuschauer im Stadion", sagte Hensel, der um den Reiz solcher Duelle weiß.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.11.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr