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Masek besteht seine Feuertaufe an der Seitenlinie

Masek besteht seine Feuertaufe an der Seitenlinie

Für Alexander Waibl war es eine neue Erfahrung. Der Trainer der DSC-Volleyballerinnen betreute sein Team beim letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Vorrunde bei Aurubis Hamburg nicht an der Seitenlinie.

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Die Dresdnerin Lisa Izquierdo (r.) schmettert über das Netz, die Hamburgerin Alexis Olgard versucht, den Ball abzuwehren.

Quelle: Oliver Ruhnke

Hamburg/Dresden. Weil den 46-Jährigen eine Grippe flachgelegt hatte, konnte er die Partie nur daheim per Livestream verfolgen. Er durfte sich aber nach 105 Minuten entspannt zurücklehnen. Die Serie hielt - der Deutsche Meister setzte sich beim Tabellenneunten trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit 3:1 (20:25, 25:14, 25:18, 30:28) durch, blieb im 21. Spiel ungeschlagen.

Dabei hatte er sich im Vorfeld mit seinem Co-Trainer Michal Masek zwar abgestimmt, überließ dem Slowaken aber die endgültige Entscheidung über den Einsatz des Personals. Das stellte sich aber fast von selbst auf, denn Myrthe Schoot und Kristina Mikhailenko plagten Knieprobleme und bei Laura Dijkema zwickte es im Rücken. So standen diesmal die beiden Youngster Lisa Stock auf der Liberoposition und Louisa Lippmann auf Diagonal im Startaufgebot. Im ersten Satz fanden die Dresdnerinnen noch nicht zu ihrem Rhythmus, leisteten sich zu viele leichte Fehler. So wogte das Geschehen bis zum 15:15 hin und her, danach aber konnten sich die Gastgeberinnen auf 18:16 und 24:20 absetzen.

Im zweiten Durchgang bot sich dann jedoch ein ganz anderes Bild. Nun diktierte der Meister das Geschehen. Louisa Lippmann verwandelte den zweiten Satzball zum Ausgleich. Auch im dritten Abschnitt hielten die Gäste die Zügel fest in der Hand, selbst als Hamburg zwischenzeitlich einmal auf zwei Punkte herankam (10:12). Diesmal war es Michelle Bartsch, die mit einer Aufgabe den "Sack zuband".

Im vierten Satz wurde es noch einmal spannend. Obwohl der DSC nach einer Aufschlagserie von Molly Kreklow schon mit 13:9 geführt hatte, kamen die Aurubis-Damen wieder heran und hielten das Geschehen bis zum Schluss offen. Beim 24:23 schlugen die Dresdnerinnen erstmals zum Matchgewinn auf, doch Hamburg wehrte ab. Zwischendurch musste der Meister drei gegnerische Satzbälle abwehren, aber nach 105 Minuten verwandelte Louisa Lippmann dann den dritten Matchball des DSC zum Happyend. Damit bestand auch Masek seine "Feuertaufe" an der Seitenlinie erfolgreich.

Sein Chef Waibl will heute wieder selbst das Training leiten und morgen geht die Reise bereits nach Istanbul, wo der DSC am Mittwoch zum Rückspiel in der Champions League bei Fenerbahce antreten muss. Allerdings muss die Mannschaft dort ohne Geschäftsführerin Sandra Zimmermann auskommen. Die 28-Jährige hatte bei ihrem Kurzurlaub in Österreich Riesenpech. Gleich am ersten Tag stürzte sie beim Skifahren und zog sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Sie wurde sofort vor Ort operiert und kehrte gestern nach Hause zurück. "In Istanbul wird Athletik-Trainer Mirko Theurer meine Aufgaben übernehmen", sagte Zimmermann, die hofft, bald wieder arbeiten zu können.

Für Chloe Ferrari wird dagegen sicher demnächst das Kapitel DSC beendet sein. Die 22-jährige Mittelblockerin aus den USA, die der Meister im Juli vergangenen Jahres verpflichtet hatte, bestritt bis zum heutigen Tag noch kein einziges Pflichtspiel für die Elbestädterinnen. Sie hatte sich Ende September bei einer Arthroskopie am rechten Knie vernarbtes Gewebe entfernen lassen müssen. Seither gab es immer wieder Probleme. Ende Februar soll wohl nun ihr Vertrag aufgelöst werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.02.2015

ah

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