Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Marvin Knoll hofft auf eine neue Chance bei Dynamo Dresden

Marvin Knoll hofft auf eine neue Chance bei Dynamo Dresden

Den Mund verbrennen will er sich nicht, er meidet große Worte. Nur in einem wird er präzise: "Ich weiß, dass ich mir den Allerwertesten aufreißen muss, um eine Chance zu erhalten", erklärt Marvin Knoll.

Dresden .

Der 21-Jährige, der von Bundesligist Hertha BSC bis Saisonende an Dynamo ausgeliehen ist, erlebte an der Elbe bisher eine Achterbahnfahrt. Zum Saisonauftakt in Cottbus durfte der Mittelfeldspieler in der Startelf ran, dann erst wieder am 12. August - gegen Union. Beim gebürtigen Berliner keimten Derby-Gefühle auf, er spielte den Gegner beim 4:0-Sieg schwindelig, schoss ein Tor und brachte einen gefährlichen Freistoß nach dem nächsten in den Strafraum. In der folgenden Partie gegen Paderborn traf er erneut, doch das Tor wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung aberkannt. Trainer Ralf Loose hielt schon damals den Ball flach. "Ich weiß, wen ich loben kann und wen nicht", sagte der Coach damals. Viele schauten sich verwundert an, fragten sich später, warum Knoll in der Folge nur noch drei Mal zum Einsatz kam. Der Youngster erklärt es selbst: "Ich habe oft mit dem Trainer gesprochen. Er hat meine Trainingsleistung bemängelt."

Während alle "Pokalhelden" aus dem Leverkusen-Spiel mit nach Dortmund durften, musste Knoll Zuhause bleiben - ein weiterer bitterer Schlag. "Ich muss mich im Training zerreißen, mich in den Testspielen anbieten. Und wenn der Trainer mir das Vertrauen schenken sollte, dann muss ich da sein", weiß Knoll. Im Trainingslager in der Türkei schoss Knoll das Siegtor gegen Baku. "Das ist zwar schön, aber nicht überzubewerten", erzählt er. Dass mit der Ausleihe von Clemens Walch die Konkurrenz im Mittelfeld noch einmal größer wurde, versucht er auszublenden: "Ich weiß, dass ich auf mich selbst schauen muss."

Im Dezember verletzte sich Knoll an seinem starken linken Fuß. "Zwei Außenbänder waren durch, das Syndesmoseband angerissen. Aber alles ist super verheilt, es ging wahnsinnig schnell", berichtet er. In der Winterpause gab es Anfragen anderer Vereine. "Es waren Zweitligisten darunter", verrät Knoll. Der FC Ingolstadt soll einer davon gewesen sein. Doch Dynamo-Manager Steffen Menze erteilte all dem eine schnelle Absage und machte deutlich: Knoll soll sich durchkämpfen und nicht wegschleichen. Das hat der Blondschopf begriffen. Den Weg nach Dresden sieht er trotz der geringen Einsatzzeit nicht als Fehler: "Ich kann hier viel lernen, Erfahrungen sammeln. Und: Allein schon in diesem geilen Stadion zu spielen, ist toll."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.01.2012

Tina Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr