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Martina Utla verabschiedet sich vom Dresdner SC

Martina Utla verabschiedet sich vom Dresdner SC

Am Mittwochabend nach der 1:3-Niederlage gegen den alten und neuen Meister Schweriner SC rannen den DSC-Volleyballerinnen noch Tränen über die Wangen, gestern Abend war die Stimmung im Team schon deutlich besser.

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Martina Utla und Robin de Kruijf (r.) halfen gestern Abend in der "Zeitenströmung" beim Anrichten der Speisen.

Quelle: M. Rietschel

In der "Zeitenströmung" feierte die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl gemeinsam mit Sponsoren, Fans und Vertretern der Stadt den Saisonabschluss. Ein letztes Mal trat dabei auch Martina Utla auf, die kurz zuvor ihren Weggang verkündet hatte. Die tschechische Nationalspielerin kehrt zur kommenden Saison zum Ligarivalen VfB Suhl zurück.

"Wir hätten sie gern behalten, das tut uns sehr leid. Wir verstehen aber auch ihre private Situation", kommentierte Waibl Utlas Entscheidung. Offiziell begründete die Tschechin ihren Schritt damit, wieder mehr Zeit mit ihrem Lebensgefährten verbringen zu wollen. Er arbeitet in Suhl als Physiotherapeut. Anne Matthes ließ ihre Zukunft derweil noch offen: "Das wird noch zwei, drei Wochen dauern, bis meine Entscheidung feststeht", sagte sie. Erst einmal fliegt sie mit ihrem Freund eine Woche nach Sardinien.

Vor 200 Personen holte Waibl jede seiner anwesenden Spielerinnen einzeln auf die Bühne und zog kurz Bilanz. Besonders emotional fiel die Verabschiedung von DSC-Urgestein Kerstin Tzscherlich aus, die aus gesundheitlichen Gründen mit dem Leistungssport aufhören muss. Zur Spielerin der Saison wählten die Fans Lisa Izquierdo. Das Talent aus dem eigenen Nachwuchs - zweifellos die Aufsteigerin der abgelaufenen Meisterschaft - konnte die Glückwünsche der versammelten DSC-Sympathisanten aber nicht persönlich entgegen nehmen, weil sie in Bulgarien bei der U20-Europameisterschaft weilt. In Sofia verlor das deutsche Team gestern gegen Gastgeber Bulgarien und wird leider nicht zur U20-WM fahren. Hinter Lisa Izquierdo schafften es Robin de Kruijf und Judith Pietersen in der Gunst der Anhänger auf die Ränge zwei und drei.

Einen Stein mehr im Brett bei Fans und Sponsoren haben die Spielerinnen nach diesem Abend ganz bestimmt. Sie hatten für die Gäste gekocht. Für die Förderer und Freunde des Klubs - auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) war anwesend - gab es Sushi, Flammkuchen, Lachs, Fleischspieße, Kartoffeln und verschiedene Nudelgerichte.

Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) war nicht wegen des Essens gekommen, er dankte der Mannschaft für deren vorbildliches Auftreten als Aushängeschild der Landeshauptstadt. Viele Städte würden Dresden um diese Mannschaft beneiden. "Die Mädels kommen sympathisch rüber, sie zeigen Emotionen, auch wenn sie mal verloren haben", so Lehmann in seiner Rede. Vorstandschef Jörg Dittrich lobte einmal mehr Trainer Alexander Waibl, der den Spagat hinbekomme, junge Spielerinnen einzubauen und trotzdem erfolgreich zu sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.05.2013

Astrid Hofmann

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