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MTV Stuttgart will dem Dresdner SC die Hölle heiß machen

Volleyball MTV Stuttgart will dem Dresdner SC die Hölle heiß machen

Im Vorjahr unterlagen sie dem Dresdner SC im Finale mit 0:3 und auch das diesjährige Pokalendspiel mussten die Spielerinnen aus Schwaben abgeben. Wen wundert es da, wenn sie trotz 0:1-Rückstand in der aktuellen Finalserie noch nicht aufgeben wollen. Der DSC muss sich auf einen heißen Kampf einstellen.

Die Stuttgarterin Kim Renkema hofft im zweiten Finalspiel auf den ersten Sieg.
 

Quelle: imago

Stuttgart.  So wie im Vorjahr soll es nicht enden, auch wenn der Auftakt komplett schieflief. Dieses Mal will Allianz MTV Stuttgart dem favorisierten Dresdner SC im Kampf um die deutsche Volleyball-Meisterschaft der Frauen Paroli bieten und sich erstmals den Titel holen. „Ich schätze unsere Chancen größer ein als im vergangenen Jahr“, sagte Stuttgarts Spielführerin Kim Renkema selbstbewusst trotz der 0:3-Niederlage im ersten Vergleich in Dresden. Trainer Guillermo Naranjo Hernández erinnerte an den spektakulären Endspieleinzug gegen Schwerin: „Nach der ersten Halbfinal-Niederlage in Schwerin hat auch niemand mehr mit uns gerechnet.“

An diesem Sonnabend (19.30 Uhr) in der heimischen Scharrena will der MTV in der zweiten Partie der „Best of five“-Serie den Ausgleich schaffen und damit auch die Wende einleiten. Schließlich haben die Stuttgarterinnen gleich eine doppelte Rechnung mit Dresden offen: 2015 verloren sie nach drei Niederlagen nicht nur klar das Play-off-Finale. Die Sächsinnen vereitelten durch ein hart erkämpftes 3:2 im Pokal-Endspiel auch die Cup-Verteidigung des MTV.

Renkema ist nicht nur wegen dieser schmerzhaften Niederlagen besonders motiviert. Die Niederländerin hatte wegen einer Blinddarm-Operation ausgerechnet das Play-off-Finale verpasst. Nun will die sprunggewaltige Außenangreiferin entscheidend dazu beitragen, dass ihr Team beim zweiten Titelduell triumphiert.

Der MTV hat in dieser Saison einige Rückschläge erstaunlich gut weggesteckt. Das motiviert für das Kräftemessen mit dem SC zusätzlich. Wegen eines Kreuzbandrisses fiel Top-Scorerin Renáta Sándor früh aus. Die als Sándor-Ersatz geholte norwegische Nationalangreiferin Mari A. Hole zog sich einen Sehnenabriss in der Schulter zu. Die Belastung durch die Champions-League-Premiere, den engen Bundesliga-Spielplan und dem Pokalwettbewerb schweißte die schnell auf nur zehn Spielerinnen geschrumpfte Truppe jedoch extrem zusammen.

Gegen den finanziell deutlich besser gestellten Favoriten aus Dresden setzt Stuttgart auch auf diesen Teamgeist. Der MTV-Etat liegt bei etwa 900 000 Euro. Dresden soll 1,5 Millionen Euro zur Verfügung haben, was sich im stärker besetzten Kader niederschlägt.

Mit unbändigem Willen, Herzblut und Kampfgeist sowie seinem frenetischen Heimpublikum im Rücken will der MTV für eine Überraschung sorgen. In der Scharrena gelangen in der Champions League völlig unerwartete Siege gegen die Millionen-Truppen von Azerrail Baku und Lokomotiv Baku (Aserbaidschan). Und Ende Januar feierte Stuttgart in der Bundesliga einen klaren 3:0-Sieg gegen den Meister Dresdner SC. „Auch im Pokalfinale haben wir gesehen, dass wir uns auf Augenhöhe treffen“, urteilte Renkema. „Wir sind eben die beiden stärksten Teams der Liga.“

Keine MTV-Akteurin lässt sich trotz der Auftaktniederlage aus der Ruhe bringen. „Wir haben gegen Schwerin im Halbfinale auch das erste Spiel verloren und dann zweimal aufgetrumpft. Seitdem sind wir auf dem Gute-Laune-Trip“, sagte Renkema.

Von Tom Bloch

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