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Lok Leipzig gewinnt gegen Dynamo Dresden II - Gästefans beschädigen Sitze und Zäune

Lok Leipzig gewinnt gegen Dynamo Dresden II - Gästefans beschädigen Sitze und Zäune

Die Fußballer des 1. FC Lok Leipzig haben am Sonntag einen weiteren Schritt in Richtung neue Regionalliga getan. Die Mannschaft um Trainer Willi Kronhardt gewann in der Oberliga gegen die SG Dynamo Dresden II mit 2:1 (2:1).

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John Berger von Dynamo Dresden (l.) foult Rico Engler von Lok Leipzig

Quelle: Christian Nitsche

„Für uns war es ein enorm wichtiger Sieg. Vor einigen Wochen sind wir noch eindrucksvoll gegen Dynamo untergegangen“, sagt Kronhardt. „Und während für uns heute sehr viel auf dem Spiel stand, konnte Dresden befreit aufspielen.“

Auch Dynamo-Coach Thomas Köhler lobte sein Team, obwohl es am Ende drei Punkte in Leipzig lassen musste. „Ich mache den Spielern keinen Vorwurf. Sie waren das aktivere Team und haben alles probiert. Aber Leipzig hat am Ende effektiver gespielt.“

Aus Sicherheitsgründen wurde die Partie nicht im heimischen Bruno-Plache-Stadion, sondern in der Red-Bull-Arena ausgetragen.

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Ein Großaufgebot der Polizei hat die Fans von Dynamo Dresden vor dem Spiel gegen Lok Leipzig am 13.05.2012 am Hauptbahnhof in Empfang genommen.

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Auf dem Weg in die Messestadt und zur Red-Bull-Arena blieb es laut Polizei friedlich. Am Morgen war im Dresdner Hauptbahnhof auf den Zug, der die Dynamo-Fans aus der Landeshauptstadt nach Leipzig bringen sollte, ein Buttersäureanschlag verübt worden. Verletzt wurde niemand, für die Dynamo-Anhänger wurde eine neue Bahn bereitgestellt.

Im Gästeblock angekommen, hätten die rund 500 Dresdner Zuschauer jedoch die Beamten provoziert und seien auf die Zäune geklettert. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet, mehrere Klappsitze und Zäune wurden beschädigt. Einige Dresdner Anhänger griffen die Einsatzkräfte an. Polizisten umstellten daraufhin den Block und hatten das Geschehen während des Spiels im Griff.

Nachdem sich die Situation in der Leipziger Red-Bull-Arena beruhigt hatte, ging es auf dem Spielfeld hoch her – zumindest in der Anfangsphase. Erster Angriff für Dynamo, erstes Tor für den Fünftplatzierten nach einem eklatanten Fehler der Lok-Deckung. Erik Zerna kam über die linke Seite, legte zurück auf Max Worbs. Dieser schob in der fünften Minute aus kurzer Distanz völlig unbedrängt ein. „Unser Außen- und der Innenverteidiger haben sich gegenseitig über den Haufen gerannt“, lässt Lok-Kapitän Jens Werner die Situation Revue passieren. „Nach dem Rückstand hab ich gedacht, dass es schwierig wird für uns."

Doch nur zwei Minuten darauf machte Lok seinen Fehler wieder wett: Ecke von Tino Schulze, Albrecht Brumme verlängerte auf Kevin Kittler, der den Ball per Kopf über die Linie zum 1:1-Ausgleich drückte.

In der Folge offenbarte Lok schließlich einige Schwächen und wackelte besonders in der Abwehr. Dynamo, das in der laufenden Saison erst drei Auswärtsniederlagen kassierte, drängte im Strafraum mehrmals auf die erneute Führung – wusste die Möglichkeiten jedoch nicht zu nutzen. Im Gegenzug antworteten die Leipziger mit dem 2:1-Führungstreffer durch Rico Engler. Nachdem ein langer Ball über die Viererkette des Gegners kam, überrannte Engler die Abwehrspieler und brauchte nur noch das Spielgerät über Torhüter Axel Mittag zu lupfen.

Nach der Führung ließen die Leipziger in ihren Offensivbemühungen nicht nach. Ganz im Gegenteil. Der Gastgeber dominierte das Spielgeschehen und versuchte vor allem über Konter Druck auszuüben.

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Nach dem Spiel zwischen Lok Leipzig und Dynamo Dresden II am 13.05.2012 hat die Polizei das Gebiet um die Red-Bull-Arena abgesichert, um ein Aufeinandertreffen der Fan-Gruppen zu verhindern.

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Lok Leipzig hat am Sonntag das Spiel gegen Dynamo Dresden II 2:1 gewonnen. Die Tore für die Leipziger schossen Kevin Kittler und Rico Engler.

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Wegen des Spiels zwischen Lok Leipzig und Dynamo Dresden II ist am 13.05.2012 das Leipziger Waldstraßenviertel von der Polizei für den Individualverkehr abgesperrt worden.

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Auch in Halbzeit zwei dominierte Lok die Begegnung, stand Größtenteils sicher in der Abwehr. Nur im Angriff ließ das Kronhart-Team die nötige Durchschlagskraft missen. Allerdings nimmt Kronhardt die Mannschaft in Schutz: „Dass wir hinten raus müde werden ist bei der Spielweise normal.“

Kommende Woche kommt es nun zum Showdown um den Aufstieg gegen den direkten Konkurrenten Fortuna Chemnitz. Dabei sieht der Lok-Trainer seine Mannschaft klar im Vorteil. „In den letzten Spielen hat Chemnitz immer Gegner gehabt, die nichts gemacht haben“, erklärt er. Was hingegen bei Leipzig anders ausgesehen habe.

Lok Leipzig: Gäng – Krug, Bachmann, Schulz (Hildebrandt 63.), Werner, Schulze, Kittler, Brumme (Streubel 86.), Seifert, Hildebrandt, Engler.

Dynamo Dresden: Mittag – Merkel, Worbs, Genausch (Böhm 69.), Labisch (Berger 47.), Zerna, Wächter, Wagner, Kunze, Süß, Dießner.

Tore: 0:1 Worbs (5.), 1:1 Kittler (7.), 2:1 Engler (19.)

Zuschauer: 6534

Dieser Text wurde zuletzt um 19 Uhr aktualisiert.

Anne Kunze/maf/ic

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