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"Löwen" gelingt die Revanche: Dynamo verliert 0:1

"Löwen" gelingt die Revanche: Dynamo verliert 0:1

Im Hinspiel war Dynamo Dresden beim 4:2 in München noch eine große Überraschung gelungen, doch im Rückspiel stellten die "Sechziger" gestern Abend klar, wer der etablierte Zweitligist und wer der Emporkömmling aus der 3. Liga ist: Nach 94 Minuten Spielzeit gewannen die "Löwen" vor 29 323 heißblütigen Zuschauern im Glücksgas-Stadion verdient mit 1:0 (0:0).

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Dynamo-Kapitän Cristian Fiel (r.) versucht, ein Abspiel des Münchner Stürmers Kevin Volland zu blocken.

Quelle: dpa/Thomas Eisenhuth

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Im Hinspiel war Dynamo Dresden beim 4:2 in München noch eine große Überraschung gelungen, doch im Rückspiel stellten die "Sechziger" gestern Abend klar, wer der etablierte Zweitligist und wer der Emporkömmling aus der 3. Liga ist: Nach 94 Minuten Spielzeit gewannen die "Löwen" vor 29 323 heißblütigen Zuschauern im Glücksgas-Stadion verdient mit 1:0 (0:0). Nur weil die Gäste lediglich eine ihrer zahlreichen Chancen nutzten, durften die Schwarz-Gelben bis in die Nachspielzeit auf einen Punkt hoffen. Wirklich bangen mussten die ab der 79. Minute in Überzahl spielenden Oberbayern um den Sieg aber nicht, denn Dynamo war im Angriff einfach zu fehlerhaft.

Mangelnde Motivation konnte man den Schwarz-Gelben zu Beginn gewiss nicht nachsagen, sie versuchten, aggressiver als beim 0:3 in Frankfurt in die Zweikämpfe zu gehen. Doch ganz glücklich agierten sie dabei nicht immer: Robert Koch stieg hart gegen Antonio Rukavina ein, sah schon nach sieben Minuten Gelb. Aber als Filip Trojan nach Zlatko Dedics Ablage den Ball nicht optimal traf und an Gabor Kiraly scheiterte (10.) und Dedic rechts vorbeischoss (11.), schien Dynamo Dauerdruck aufzubauen.

Doch der Eindruck täuschte. Die "Löwen" befreiten sich schnell und merkten, dass die Dresdner Abwehr wackelte. Ungewohnt desorientiert wirkte dabei Vujadin Savic, der alles andere als Sicherheit ausstrahlte und am Bo-den große Probleme hatte. Aber der Serbe war nicht der Einzige, der Nerven zeigte. Cheikh Gueye musste Romain Brégeries verunglückten Rettungsversuch vor der Linie wegschlagen (12.), dann ließ sich der Senegalese vom starken Maximilian Nicu überlaufen, Benjamin Kirsten klärte gerade noch per Fußabwehr gegen Nicus Schuss aus spitzem Winkel (21.). Dynamos Schlussmann musste dann auch Kevin Vollands Schuss parieren (36.). Reaktionsschnell entschärfte er auch Stefan Aigners Geschoss und Guillermo Valloris Kopfball nach einer Ecke (jeweils 45.).

"Im Spiel nach vorne waren wir hervorragend, wir haben uns eine Chance nach der anderen erspielt. Ich habe sieben Stück gezählt, dreimal hat der Kirsten hervorragend gerettet", freute und ärgerte sich Münchens Trainer Reiner Maurer zur Pause gleichermaßen. Bis dahin hatte Dynamo nicht mehr viel im Spiel nach vorne geboten: Dedics Schuss ans Außennetz aus extrem spitzem Winkel war nicht sehr erfolgsversprechend gewesen (38.), bei Trojans Flanke hatte er den Ball mit dem Kopf nicht richtig erwischt und die Kugel war am langen Eck vorbeigeflogen (41.). Dynamo-Trainer Ralf Loose musste später zugeben, dass "die klar bessere Spielanlage beim Gegner" gelegen hatte.

Nach dem Wechsel versuchte es der müde wirkende, aber doch einige Male gut postierte Koch mal aus der Distanz, doch der Schuss verfehlte das Tor deutlich (47.). Zwei Minuten später blieb ein weiterer Versuch des Lausitzers im Abwehrgetümmel hängen. Überraschungsmomente hatten die Hausherren ansonsten keine zu bieten. Und als eine weite Nicu-Eingabe in den Strafraum segelte, ließ Savic Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth aus den Augen und der Münchner köpfte aus sechs Metern unhaltbar für Kirsten ein (61.). Dessen Vorderleute kämpften zwar verbissen bis zuletzt um den Ausgleich, doch als Koch gegen Dominik Stahl zu spät kam und Gelb-Rot sah, musste Dynamo in Unterzahl weiterspielen. Eine Bürde, die der Aufsteiger nicht mehr schultern konnte.

"Es war ein Riesenkraftakt, die Jungs haben versucht, alles zu geben, aber mit zehn Mann ist es am Ende natürlich schwer", sagte Torwart Kirsten, der in der 81. Minute gegen Volland noch das 0:2 verhindert hatte. SGD-Trainer Ralf Loose gab nach Spielschluss unumwunden zu: "Es war insgesamt ein Sieg der ,Löwen', der in Ordnung geht."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.03.2012

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